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In dieser Studie analysiert Salome Lang den kritischen sowie affirmativen Umgang mit Macht im Matthäusevangelium, der eng mit dessen theologischem und ethischem Profil verknüpft ist. Dabei bringt sie Erkenntnisse zum Phänomen der Macht aus Soziologie und Sozialphilosophie mit den Machtvorstellungen des entstehenden Christentums ins Gespräch. Im Matthäusevangelium werden Jesus und die ihm nachfolgende Gemeinschaft besonders durch die Übertragung göttlicher Macht in ihrer Deutungs- und Handlungsmacht legitimiert. Neben dieser ermächtigenden Dimension reflektiert der Text auch die konkrete Gestaltung von Macht im Miteinander sowie ihre kritische Begrenzung. Zudem verarbeitet er die theologische Auseinandersetzung mit anderen Mächten, wobei unterschiedliche Kooperations- und Subversionsstrategien des Textes mit seiner Welt und ihren Traditionszusammenhängen zu beobachten sind. Zur Analyse werden neben historischen Zugängen machttheoretische Reflexionen einbezogen, die die Latenz des Phänomens der Macht beachten und die biblischen Machttexte auf ihr kritisch-konstruktives Potential befragen. An der Schnittstelle von Bibel- und Kulturwissenschaften wird damit auch ein methodischer Beitrag zur Analyse von Macht auf Textebene geleistet.
Salome Lang, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg.