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Was ist "Blasphemie"? "Blasphemische" Phänomene zeichnen sich durch Vielfältigkeit und Subjektivität aus. Das gilt auch insbesondere für "Blasphemie" im Christentum. "Blasphemie" bildet überdies den Anfang des Christentums: aufgrund des Vorwurfs, "Blasphemie" begangen zu haben, wird Jesus Christus zum Kreuzestod verurteilt. Grund genug, um sich genauer in wissenschaftlicher, und auch theologischer Hinsicht mit dem Thema zu beschäftigen. In der vorliegenden Dissertation wurde ein Kommunikationsmodell entwickelt, das eine möglichst präzise Definition "blasphemischer" Phänomene umsetzen soll. Anhand dieses Modells wurden drei große Bereiche von "Blasphemie" identifiziert. Zentrale Themen dabei sind die Diskussion der Frage, ob Gott überhaupt "blasphemisch" beleidigt werden kann, ob "Blasphemie" grundsätzlich etwas Schlechtes darstellen muss oder unter bestimmten Umständen sogar als notwendig und positiv betrachtet werden kann. Des Weiteren, ob die Abschaffung oder Beibehaltung des sog. "Blasphemieparagraphen" sinnvoll ist und ob es prinzipiell so genannte religiöse Gefühle gibt, die verletzt werden können. Angesichts einer sich permanent wandelnden, pluralen Gesellschaft ist es angebracht, sich intensiv mit "blasphemischen" Phänomenen in Bezug auf Religion, Religionsfreiheit und Religionskritik auseinanderzusetzen.
Sandra Dewi Lochbrunner studierte Katholische Theologie und Germanistik für das Lehramt Gymnasium an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach dem 1. Staatsexamen wurde sie 2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Herrn Prof. Dr. Armin Kreiner am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU. 2025 wurde die Dissertation "'Blasphemie' - viel Lärm um nichts?!" abgeschlossen.