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Im Spannungsfeld zwischen Weiblichkeit und Moderne um 1900 zeigt sich eine facettenreiche Dynamik. Während Frauen zunehmend am öffentlichen Leben teilhaben und damit die gesellschaftlichen Umbrüche der Jahrhundertwende mitgestalten, bleibt die literarische Moderne noch stark von männlichen Paradigmen geprägt. Gerade in der Literatur artikulieren Autorinnen dieser Zeit ihre eigenen Sichtweisen und entwerfen Gegenentwürfe zu dominanten Frauenbildern wie Muse, Madonna oder Femme fatale. Die vorliegende Studie widmet sich sechs exemplarischen deutschsprachigen Autorinnen, die zentrale Themen weiblicher Lebensentwürfe – Bildung, Kunst und Liebe – literarisch verhandeln. Ihre Werke lassen weder einfache Fortschrittserzählungen noch eindeutige Befreiungsgeschichten entstehen, sondern spiegeln die Ambivalenzen der Moderne wider: zwischen Emanzipation und Begrenzung, zwischen individueller Autonomie und gesellschaftlichen Erwartungen. Damit eröffnet die Untersuchung neue Perspektiven auf die weibliche Literatur der Jahrhundertwende. Sie zeigt, wie Schriftstellerinnen nicht nur auf zeitgenössische Diskurse reagieren, sondern diese auch transformieren und alternative Narrative weiblicher Identität im Kontext der literarischen Moderne entwerfen.
Siyuan Huang hat Deutsche Literatur (M.A.) an der Universität Tübingen studiert und danach an der Sun Yat-sen University Guangzhou (China) über Lebensentwürfe von Frauen in den Werken von Autorinnen um 1900 promoviert. 2022–23 war sie als Stipendiatin zu einem Forschungsaufenthalt an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu ihren Forschungsinteressen gehören Frauenliteratur, Geschichte des Feminismus, Moderneforschung und Literatur der Jahrhundertwende.
Einleitung.- Frauen und Moderne.- Theoretische Konstruktionen der Weiblichkeit.- Bildung.- Kunst.- Liebe.- Schluss.
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