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Das Forum Romanum - eine Kuhweide. Das Kolosseum - ein Steinbruch. "Roma Aeterna" - ewige Baustelle der Epochen. So erlebt der Maler Johannes Veit (1790-1854) das einstige "caput mundi" = Welthauptstadt, anno 1811: quasi unplugged, ohne Touristenmassen. Fasziniert von Ruinen-Poesie, dem Pathos der Antike und ihrer Nachahmer, von grüner Bergwelt ringsum sowie Kunstwerken des Mittelalters und der Renaissance findet er in der Ära der Umbrüche Inspiration und Vorbilder für eigene Werke.
Der ein Jahr zuvor getaufte Berliner schließt sich deutschen Kollegen, dem Club der Nazarener, an. Impressionen und Erlebnisse berichtet er seinem jüdischen Vater Simon Veit im fernen "Spree-Athen". Seine Mutter Dorothea hatte sich - aufgewachsen als Tochter des Philosophen Moses Mendelssohn - von ihrem ersten Partner geschieden, den Kulturphilosophen Friedrich Schlegel geheiratet. Briefe des Sohnes an Vater Veit werden hier erstmals vollständig, ohne sprachlichen Eingriff, mit Erläuterung, opulenter Illustration des Maler-Oeuvres und historischen Ortsansichten veröffentlicht.