Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstreins überwältigender neuer Roman - nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026
Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes Leben zerbrechlich in diesem Roman, der mit einem Axthieb beginnt: Adrians Vater macht ihn als Jugendlichen untauglich für den Ersten Weltkrieg, rettet ihn so vielleicht. Der störrische, zärtliche Mensch, der von da an durch über achtzig Lebensjahre hinkt, ist das Wunder dieses Erzählens. Adrian sieht zweimal seine Welt untergehen, hat zweimal mit jungen Männern zu tun, die weniger Glück hatten als er, und erlebt im Alter die unverhoffte Liebesgeschichte eines Mannes, der zu allem erzogen wurde, bloß nicht zum Lieben. Wie leben im Schatten der Kriege und des Tötens? Mit einem furchtlosen Blick in die Vergangenheit stellt sich 'Im ersten Licht' dieser großen Frage der Gegenwart.
zum Produkt € 27,00*
Gaëlle Bélem erzählt in ihrer Romanbiografie die Geschichte des kreolischen Sklaven Edmond Albius, der im 19. Jahrhundert auf der französisch kolonisierten Île Bourbon gelebt und Erstaunliches geleistet hat: Im Alter von 12 Jahren erfand er ein Verfahren zur Bestäubung der Vanille, die daraufhin in aller Welt kultiviert und als das beliebteste aller Aromen gefeiert wurde. Der Waisenjunge Edmond wuchs in der Obhut seines "Besitzers" Ferréol Beaumont auf, ein Botaniker mit Vorliebe für Orchideen. Das lebhafte und wissbegierige Kind begleitete ihn von klein auf in die Gärten und Gewächshäuser. Als Ferréols jahrelange Versuche, der Gewürzvanille eine Frucht abzutrotzen, gescheitert waren, begann Edmond allein zu forschen ... Die Autorin, die für ihre schillernde und humorvolle Sprache und die Authentizität ihrer Figuren ausgezeichnet wurde, lenkt den Blick auf die Geschichte ihrer Heimat La Réunion. Sie war geprägt von Rassismus und der Unterdrückung der Schwarzen Menschen, deren Talente und Erfolge systematisch aberkannt wurden. Edmond ist ihr Stellvertreter: Viele wurden reich an der seltensten Frucht, er starb in Armut.
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Eine Kindheit und Jugend im Ausnahmezustand und ein Mädchen, das zur Heldin der eigenen Geschichte wird. Lale wächst in den 80ern in einer Berliner Männer-Kommune auf, in der Partys gefeiert und Revolutionen geplant werden. Sie darf wach bleiben, solange sie will, Süßigkeiten essen und ewig fernsehen. Doch sie sehnt sich nach Geborgenheit und Verlässlichkeit, während ihre eigenen Grenzen immer wieder übertreten werden. Auf dem schmalen Grat zwischen Freiheit und Vernachlässigung sucht Lale ihren Weg, taumelt an den Rändern und findet Jahre später Halt im Erzählen.
Authentisch, verletzlich, von poetischer Spannkraft. 'Lilli Tollkien schreibt mit einer Wucht, die man kaum erträgt - und gerade deshalb lesen muss.' Mareike Fallwickl 'Nach der ersten Seite war ich erschüttert, nach dem ersten Kapitel gefesselt. Ein Roman von unwahrscheinlicher Gravitation, ein seltenes Juwel.' Edgar Rai
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Eine Insel. Vier Suchende. Verbunden durch das vielleicht letzte große Abenteuer der Menschheit. - Das bewegende Meisterwerk von Pulitzer-Preisträger und Autor des Weltbestsellers 'Die Wurzeln des Lebens'
Auf Makatea, einst ein vergessener Fleck im endlos blauen Pazifik, soll die Gesellschaft der Zukunft entstehen. Über Umwege und Gezeiten finden auf der Insel vier Menschen zusammen, deren Schicksale nachhaltig mit dem des Planeten verknüpft sind: Evelyne Beaulieu, die in den Tiefen des Ozeans taucht, um das geheimnisvolle Spiel der Riesenmanta zu entziffern. Ina Aroita, die die paradiesischen Strände nach Materialien für ihre Skulpturen abwandert - doch schon lange schwemmt das Meer nur noch Plastikmüll an. Und der verträumte Büchernarr Rafi Young und der visionäre Computernerd Todd Keane, deren Freundschaft an dem kühnen Versuch zu zerbrechen droht, eine neue Welt zu erschaffen, um sich vor dem Untergang der jetzigen zu retten. Virtuos komponiert der große Erzähler Richard Powers die dringenden Fragen unserer Zeit - über die Auswirkungen der Klimakrise und die Hoffnung Künstlicher Intelligenz - zu einem fesselnden und zutiefst bewegenden Epos. 'Wohl kein anderer Autor ist in der Lage, naturwissenschaftliche und philosophische Themen literarisch so packend und stimmig zu verknüpfen wie der amerikanische Autor Richard Powers. (...) Aus Wissenschaft wird bei ihm Literatur, aus spröden Worten werden Sprachmelodien, (...) Algorithmen werden zu Poesie.' Radio 3/RBB, Frank Dietschreit 'Wer erzählt hier eigentlich? Die Antwort wird am Ende gegeben. Und ist einer der überraschendsten Twists in der jüngeren Literaturgeschichte.' STERN, Oliver Creutz '-Das große Spiel- ist brillant, fesselnd und wichtig - und das beste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe!' Andrea Wulf 'Gibt es etwas, das Richard Powers nicht schreiben kann? Sein neuer Roman ist wie der Ozean. Groß und geheimnisvoll, voller Tiefe und Leben.' Percival Everett 'Eine außergewöhnliche Reise durch vier Leben, die auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden sind - absolut mitreißend, beunruhigend und doch voller Hoffnung.' Emma Donoghue 'Wäre Powers ein amerikanischer Autor des 19. Jahrhunderts, welcher wäre er? Wahrscheinlich Herman Melville mit -Moby Dick-. Seine Leinwand ist so groß.' Margaret Atwood 'Powers komponiert einige der schönsten Sätze, die ich je gelesen habe. Ich habe Ehrfurcht vor seinem Talent' Oprah Winfrey
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'Was weiß ich wirklich über die, die ich am meisten liebe?'
Karlas Leben ist stehengeblieben. Sie trägt eine Urne nach Hause, darin die Asche ihrer Schwester Marie. Und plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war. Marie war Karlas Seelenverwandte, ihr Kompass in diesem Chaos, das sich Leben nennt. Und während sich dieses Chaos um sie herum einfach weiterdreht, reist Karla nach New York, um dort die Wohnung ihrer Schwester aufzulösen. Als sie Fotos findet, die so verstörend wie alltäglich sind, fragt sie sich, wie gut sie Marie wirklich kannte. Die Schwester, die so ganz anders lebte als sie. Die erfolgreich und selbstbewusst war. Was Karla auf den Bildern sieht, verändert ihren Blick auf Marie, ihren Blick auf sich selbst und auf das ganze Leben vor ihr.
Anika Landsteiner erzählt eindringlich, bewegend und aufrüttelnd von Frauen wie uns. Von Menschen wie dir und mir. 'So wie du mich kennst' ist ein Buch, das im Kopf bleibt. Weitere Bücher der Autorin: Nachts erzähle ich dir alles
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Rauchend saß sie am Küchentisch, und ein »lasziver Lebensüberdruss, wie man ihn aus Filmen der Nouvelle Vague kennt« umgab sie. Sie studierte Geschichte und Französisch. Als sie sich in einen spanischen Anarchisten verliebte, folgte sie ihm nach Barcelona. Nach jahrelangen Reisen durch die halbe Welt und unzähligen »verzweifelten Liebesversuchen«, wendet sie sich der Traumaforschung zu. Eines Tages kommt eine junge Frau zu ihr in die Praxis, die nicht spricht. Erst nach Jahren werden die ersten Wörter aus ihr herausbrechen. Ist sie Opfer eines realen oder eines eingebildeten Verbrechens? Fest steht: diese Patientin wird ihr, der inzwischen an Krebs erkrankten Therapeutin, die Liebe geben, die sie an keinem Ort der Welt hatte finden können. Die Erzählerin zeichnet das Leben einer Frau nach, die 1973 in ihre Frankfurter WG kam. Lebenshunger und Reiselust, die Grenzen des therapeutischen Berufs, die Ungewissheit, das Gegenüber jemals zu begreifen - Ulrike Edschmid erzählt diese berührende, verstörende, am Ende tröstliche Geschichte, wie wir es von ihr kennen, lapidar, mit Aussparungen, dicht und leichthändig zugleich.
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"Nichts hat das deutsche Volk - dies muß immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden - so erbittert, so haßwütig, so hitlerreif gemacht wie die Inflation. Denn der Krieg, so mörderisch er gewesen, er hatte immerhin Stunden des Jubels geschenkt mit Glockenläuten und Siegesfanfaren. Und als unheilbar militärische Nation fühlte sich Deutschland durch die zeitweiligen Siege in seinem Stolze gesteigert, während es durch die Inflation sich einzig als beschmutzt, betrogen und erniedrigt empfand; eine ganze Generation hat der deutschen Republik diese Jahre nicht vergessen und nicht verziehen (...)." (Zitat auf S. 240 in diesem Buch)
Stefan Zweigs Autobiographie ist ein erzählerisches Meisterwerk: Lebendig und eindrucksvoll schildert er das Europa vor dem Zweiten Weltkrieg. Und träumt von einem geeinten Europa, als noch niemand davon zu träumen wagt: Als friedvolle Vereinigung des europäischen Geistes; ein Traum, der aktueller nicht sein könnte. Hier frisch aufgelegt in gut lesbarer Schriftgröße.
Stefan Zweig. Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers. Erstdruck: Bermann-Fischer, Stockholm 1942. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Deutscher Bücherbund, Stuttgart, Hamburg, München 1981.
Vollständige Neuausgabe, LIWI Verlag, Göttingen 2024. LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
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Über Minihorror von Barbi Marković:
Mini und Miki stehen irgendwo im Leben, haben irgendeinen Job und gehen auf irgendwelche Partys.
Sie sind irgendwer: Wollen das Richtige tun, auf das Nervige verzichten, sich manchmal anpassen, manchmal aber auch nicht. Wollen um die Feindseligkeiten unserer Welt herumkommen, ohne Schläge verteilen zu müssen oder selbst welche zu kassieren. Sie möchten das Alles in Ordnung bringen und haben gerade deswegen Angst. Schief gehen kann schließlich Alles und weil das Meiste schon irgendwie schief ist, tut es das auch.
Hinter einem Sommerurlaub oder der normalsten Familienzusammenkunft steckt ein ganz eigener Horror, deutlich abgründiger als die Filme. die man nach 22 Uhr im Kino schauen kann, ganz alltäglich und uns also Alle betreffend.
Barbi Marković schreibt wunderbar schräge Geschichten, die zurecht in diesem Jahr für den Preis der Leipziger Buchmesse gewürdigt wurde.
Eine Buchempfehlung von Gustav Suliak
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In seinem faktenbasierten Buch liefert der Migrations-Experte Hein de Haas Wissen statt Meinung zu einem der drängendsten und umstrittensten Themen unserer Gegenwart: Migration. »Das Migrationsaufkommen ist so hoch wie nie zuvor«, »Die Klimakrise wird zu einer Massenmigration führen«, »Wenn der Wohlstand in Herkunftsländern wächst, wird es weniger Migration geben«. Hein de Haas zeigt: All das sind Mythen, die zwar gerne von Politik und Medien verbreitet werden, aber jeglicher Faktengrundlage entbehren.
Ausgehend von jahrzehntelanger Forschung bringt er Klarheit in die Gemengelage von Panikmache und naivem Optimismus und räumt mit 22 gängigen Mythen auf. Er zeigt: Migration ist weder ein Problem, das gelöst werden müsste, noch eine Lösung für andere Probleme. Auf Basis unzähliger Daten erklärt Hein de Haas, wie Migration wirklich funktioniert und befähigt uns, fundierte und differenzierte Debatten führen zu können - jenseits von politischen oder ideologischen Interessen.
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Ein Individualist zwischen den Nationen ...
"Vermutlich Deutscher" erzählt die bewegte Lebensgeschichte des Philosophen, Dolmetschers und Übersetzers Vincent von Wroblewsky und gibt einen Einblick in unbekanntere Seiten der Deutsch-Deutschen Geschichte. 1939 als Sohn jüdischer Kommunisten in Frankreich geboren, kam er im Alter von 10 Jahren in die DDR, wo er in Ostberlin aufwuchs und seine Mutter als überzeugte Kommunistin am Wiederaufbau von Ostdeutschland mitwirkte. Fortan bewegte er sich zwischen den Nationen, erlernte die deutsche Sprache und promovierte schließlich über Jean-Paul Sartre. Neben seiner Funktion als Wissenschaftler am Zentralinstitut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften begleitete er als Dolmetscher und Simultanübersetzer zahlreiche DDR-Delegationen zu internationalen Kongressen und Konsultationen. Das Porträt eines Individualisten und sein Werdegang inmitten der bisweilen grotesken Mechanismen der DDR, die er von Anfang bis zum Ende durchlebte, mit all ihren Hoffnungen und Enttäuschungen, ihren Versprechen und Absurditäten.
zum Produkt € 28,00*