Von Ankershagen in die Welt: Als der junge Heinrich in seinem mecklenburgischen Heimatdorf zum ersten Mal von der 'Ilias' hört, ahnt er noch nicht, dass dieses Buch sein Leben entscheidend prägen wird. Doch aus dem Pfarrerssohn, der sich vor den Schlägen des Vaters in Träumereien flüchtet, wird einmal der Weltstar Heinrich Schliemann werden, der Entdecker des mutmaßlichen Troja und Begründer der modernen Archäologie. Als Kaufmann häufig auf Reisen, verschlägt es ihn von Amsterdam über Sankt Petersburg, Sacramento und Panama bis nach Griechenland, wo sich Schliemann auf die fieberhafte Suche nach dem Palast des Odysseus begibt. Halt findet er stets im Austausch mit seiner Kindheitsfreundin und großen Liebe Minna Meincke - Minna, die einen anderen Mann geheiratet hat und zu der trotz vieler Kilometer Entfernung die Nähe nie abreißt. In rasantem Tempo und voller Witz zeichnet Gregor Sander das bewegte Leben der Ausnahmeerscheinung Heinrich Schliemann nach. Ein opulenter, sinnlicher und spannungsreicher Roman über das Suchen und Finden.
Gregor Sander, geboren 1968 in Schwerin, lebt als freier Autor in Berlin. Für seine Romane und Erzählungen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Sein Romandebüt 'Abwesend' war für den Deutschen Buchpreis nominiert, sein Roman 'Was gewesen wäre' wurde prominent besetzt verfilmt. Im Penguin Verlag ist zuletzt sein Roman 'Lenin auf Schalke' erschienen.
TROJA, SPÄTER NACHMITTAG erscheint am 19.08.2026 bei Penguin.
Im Sommer 1935 folgt die fünfundzwanzigjährige Grete ihrem Mann und zieht mit den kleinen Zwillingen in den neu gegründeten Hermann-Göring-Koog auf der Halbinsel Eiderstedt. Die Weite der Nordseeküste ist atemberaubend - und lebensgefährlich. Grete kämpft gegen den schweren, salzigen Boden, gegen Sturmfluten und gegen die Einsamkeit, die sie an den Rand ihrer Kräfte bringt. Doch noch schwerer wiegt eine Entscheidung, die sie trifft, um ihre Tochter zu schützen - und die sie ein Leben lang mit Schuld belasten wird. Sechzig Jahre später stößt ihre Enkelin Kristine auf diese verdrängte Vergangenheit. Auch sie sucht am Meer nach Antworten und erkennt, wie eng ihr eigenes Leben mit dem Schicksal der Frauen vor ihr verbunden ist. AM RAND DER WELT erzählt von Schuld und Verantwortung, von Müttern und Töchtern und von einer Landschaft, die drei Generationen von Frauen prägt und ihnen den Mut gibt, ihren eigenen Weg zu finden.
AM RAND DER WELT erscheint am 31.08.2026 im Verlag Pfaueninsel.
Was geschieht, wenn wir in eine Welt eintauchen, in der unser Körperplötzlich schwebt, Haie uns zum Spielen einladen und gesunkene Schiffe wie Unterwassermuseen vor uns erscheinen?
71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt und bilden ein vertrautes und doch fremdes Ökosystem, das uns körperlich, emotional und intellektuell herausfordert. Sarah Diehl nimmt uns mit ins tiefe Blau- von Seeungeheuern unserer Fantasie bis zu realen Gefahren und Wundern. Sie erzählt von ungeahnten Fähigkeiten, die wir unter Wasser entwickeln, wie Wale als "Rührstäbe" Nährstoffe im Ozean verteilen und lehrt uns, wie wir uns an unheimlichen Orten zu Hause fühlen können. Zwischen Naturwissenschaft, Kulturgeschichte und Philosophie wurde das Tauchen selten so intensiv als Raum der Erkenntnis beschrieben. Dabei offenbart die Autorin tiefe Einsichten über die Zerbrechlichkeit, den Erfindungsreichtum und die Schönheit des Lebens - an Land und unter Wasser.
INS TIEFE BLAU erschien am 30.07.2026 im Gutkind Verlag.
Nominiert für den Wirtschaftsbuchpreis: Die erfundene Bedrohung
Wie die alternde Gesellschaft dramatisiert wird und wem das nützt.
Die Vergreisung der Gesellschaft wird das Rentensystem zusammenbrechen lassen, Deutschland wird in einem Schuldenberg versinken ... die zunehmende Zahl an alten Menschen scheint als drohendes Damoklesschwert über Wohlstand und gesellschaftlichem Zusammenhalt zu hängen. Der Journalist Andreas Hoffmann nimmt die gängigen Aussagen rund um das Älterwerden der Gesellschaft unter die Lupe. Dabei entlarvt er die politischen Angstmacher und ihre Motive. Mit klarem Blick auf die Fakten und einer guten Portion Humor rückt er verbreitete Irrtümer zurecht und zeigt auf, wie sich der demografische Wandel als Chance begreifen und nutzen lässt.
Die wachsende Zahl von Menschen im Rentenalter für die Probleme am Arbeitsmarkt verantwortlich zu machen, ist einfach, aber falsch. Das zeigt Andreas Hoffmann in seinem Buch anhand fundierter Fakten. Mehr noch: Er verdeutlicht, welche Chancen in den demografischen Entwicklungen liegen und wie wir sie gezielt nutzen können. Mit viel Humor zeichnet er nach, wie lange schon das Schreckgespenst der "Überalterung" bemüht wird. Statt weiterhin Schuldige für gesellschaftliche Herausforderungen zu suchen, plädiert er für einen Perspektivwechsel und zeigt, wie sich der Wandel zur Stärke unserer Gesellschaft machen lässt.