Warum erhielten Lise Meitner und Rosalind Franklin nicht den verdienten Nobelpreis oder fanden zumindest Erwähnung bei der Auszeichnung ihrer männlichen Kollegen? Welchen Anteil hatten die sogenannten Sekretärinnen B. Brechts wirklich an den Texten, für die allein er berühmt wurde?
In ihrem sehr gut recherchierten Sachbuch schildert die Autorin Leonie Schöler an verschiedenen Schicksalen seit der französischen Revolution, wie Frauen und ihre Ideen, Beiträge und Entdeckungen in der Wissenschaft, Kunst, Politik, Literatur und in politischen Bewegungen systematisch, d.h. gesellschaftlich breit und gewollt, unsichtbar gemacht wurden. Erfolg war überwiegend männlich und die Frauen wurden auf ihre Rolle als Muse, Ehefrau oder Sekretärin reduziert, "Ausschluss zwecks Machterhalt", so Schöler. Sie zeigt, wie sich die Auswirkungen bis in die Gegenwart erstrecken und auch Minderheiten betreffen.
Ein wichtiges und unterhaltsames Buch. Der Erkenntnisgewinn verzeiht die mitunter etwas flapsige Sprache.
zum Produkt € 16,00*
"Die Riesinnen" ist ein leiser, poetischer Generationenroman über drei Frauen aus dem Schwarzwalddorf Wittenmoos: Liese, ihre Tochter Cora und Enkelin Eva. Drei große und auffällige Frauen, die nie ganz dazugehören – und doch untrennbar mit ihrer Heimat verwoben sind.
Hannah Häffner erzählt ihre Lebenswege von den 60erJahren bis heute: Liese, die sich nach dem frühen Tod ihres Mannes allein durchkämpft. Cora, die ausbricht und doch zurückkehrt. Und Eva, die Jüngste, die zwischen Freiheit und Waldverbundenheit ihren eigenen Weg sucht. Liese, Cora und Eva agieren dabei nicht gegeneinander, sondern Seite an Seite. Trotz aller Unterschiede sind sie tief miteinander verbunden.
Heimat erscheint hier nicht als Zwang, sondern als Wahl – und als Ort, zu dem man immer wieder neu Stellung bezieht.
Die Sprache ist reduziert und zugleich poetisch und kraftvoll, voller Naturbilder und starker Sätze, die lange nachklingen. Männer bleiben Randfiguren - im Mittelpunkt stehen weibliche Selbstbestimmung, Herkunft, Zusammenhalt, Mut und die Frage, wie man seinen Platz im Leben findet.
Ein atmosphärischer, warmherziger und berührender Roman über drei Frauen, die größer sind, als ihr Dorf je ahnen würde – perfekt für ein Wochenende und mit Potential zum Lieblingsbuch.
zum Produkt € 24,00*
Mirabellentage - Ein Sommer voller Neuanfänge und der Duft von Freiheit
Flirrende Hitze über dem See, das Summen in den Feldern und der Geschmack von Mirabellen. Martina Bogdahn führt uns in einen bewegten Sommer. In ihrem neuen Roman aus dem Kosmos des 'Mühlensommers' erzählt sie warmherzig und humorvoll von einem Leben zwischen Routinen, Pflichten und Loslassen. Von einem letzten Wunsch und einem lang gehüteten Geheimnis. Von einer Frau, die alles hinterfragt und eine neue Sicht aufs Leben gewinnt. Denn ihre Freiheit liegt nicht in weiter Ferne, sie ist der schmale Weg, auf dem sie geht. Als der Ortspfarrer Josef überraschend stirbt, gerät die geordnete Welt seiner Haushälterin Anna ins Wanken. Was soll nun werden? Erst mal muss sie die Beerdigung organisieren, den jungen Ersatzpriester Fridtjof in Empfang nehmen - und dann soll auch noch Josefs Asche ans Meer. Dafür nimmt Anna, Anfang fünfzig, Fahrstunden bei ihrem ehemaligen Fahrlehrer und heimlichen Schwarm Herrn Tanner. Gemeinsam erkunden sie die fränkische Gegend um Blumfeld und erinnern sich an ein fast vergessenes Leben. An den Geruch des Sommers, die Farbe reifer Mirabellen, an harte Arbeit und kleine Alltagsfluchten. Je näher der Aufbruch rückt, desto drängender werden Annas Fragen, denn die Fahrt bedeutet eine Reise ins Ungewisse. Es braucht eine Entscheidung. Wie gut, dass sie die nicht alleine treffen muss.
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In 'Mühlensommer' erzählt Martina Bogdahn warmherzig und humorvoll von einem Leben zwischen zwei Welten. Von einer Jugend auf dem Land, einer Flucht in die Stadt und davon, dass man manchmal zurückblicken muss, um sich selbst zu finden. Ein heißer Sommertag. Maria ist auf dem Weg in ein langes Wochenende fern der Stadt, da erfährt sie vom Unfall ihres Vaters. Sie fährt sofort zum Bauernhof der Familie. Doch in der ländlichen Idylle erwartet sie nicht nur die seit Stunden schon Äpfel schälende demente Oma, sondern auch die Erinnerung an ein fast vergessenes Leben zwischen Schulbus und Schweinestall, an den Duft von frischem Holzofenbrot, an endlose Hopfenernten, starre Traditionen und lauter kleine Freiheiten. Als tags darauf die Mutter aus dem Krankenhaus zurückkehrt und schließlich auch Marias Bruder Thomas auf dem Hof steht, ist die Familie vereint in der stillen Sorge um den Vater. Bis Thomas das Schweigen bricht und endlich zur Sprache kommt, was sie alle viel zu lang verdrängt haben ...
zum Produkt € 13,00*
Jae-Young ist auf der Flucht und heilfroh, als sie endlich im Zug nach Seoul sitzt. Dort trifft sie eine junge Mutter mit Baby. Sie kommen ins Gespräch, aber als Jae-Young kurz auf der Toilette ist und wiederkommt, ist die Frau verschwunden. Nur das Baby liegt noch auf dem Sitz und mit ihm ein Brief, in dem die Mutter Jae-Young bittet, das Baby zu seinen Großeltern zu bringen.
Jae-Young ist verwirrt, macht sich aber mit dem Kind auf den Weg zur schwerreichen Familie Jung. Als dort alle überglücklich über den Enkel sind und sie für die Schwiegertochter gehalten wird, sieht sie darin die Chance, ihrem alten Leben zu entkommen und spielt mit. Aber bald wird klar, dass nicht nur sie eine Rolle spielt...
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„Versuche, dein Leben zu machen.“ - Dieser Satz ist alles, was Margot Friedlander bleibt von ihrer Mutter, die soeben, gemeinsam mit Margots Bruder, von der Gestapo verhaftet wurde.
Man mag sich kaum vorstellen, was das für das junge Mädchen bedeutet. Margot ist jetzt ganz allein und hat nur zwei Möglichkeiten: entweder sich ebenfalls stellen oder in den Untergrund gehen. Sie entscheidet sich, den Rat ihrer Mutter zu befolgen, färbt sich die Haare, trägt ein Kreuz um den Hals und lässt sich sogar die Nase operieren, wird aber 1944 von Greifern enttarnt und nach Theresienstadt gebracht. Nach dem Krieg verlässt sie Deutschland gemeinsam mit ihrem Mann.
Die ergreifende, unglaubliche Geschichte der jungen Margot Friedlander, die bis zu ihrem Tod 2025 nichts unversucht ließ, um vor allem jungen Menschen ihre Lebensgeschichte zu erzählen, damit Geschichte nicht vergessen wird und sich nicht wiederholt.
zum Produkt € 13,00*
Brasilien, 1742:
30 völlig entkräftete Männer landen in einem zerfallenden Boot an der Küste. Die Nachricht ihrer Ankunft schlägt in England ein wie eine Bombe, denn die Männer waren mit der Wager unterwegs, einem Kriegsschiff, das schon lange als verschollen galt, genauso wie die gesamte Mannschaft für tot erklärt war.
Sechs Monate später ein weiterer Paukenschlag: In Chile stranden drei Männer, ebenfalls von der Wager, die gegen die anderen schwere Anschuldigungen erheben: Es sei zu Plünderungen, Mord und Kannibalismus gekommen.
Was ist passiert mit der Wager, die als Teil einer Kriegsflotte gegen die Spanier unterwegs war? Wie kam es zum Schiffbruch, zu dem Zerwürfniss zwischen den Männern, zu Gewalt und schließlich dazu, dass sich zwei getrennte Gruppen auf die Suche nach Rettung begaben?
David Grann hat akribisch recherchiert und präsentiert einen unglaublich spannenden historischen Kriminalfall!
Jetzt als Taschenbuch! Mit vielen Abbildungen!
zum Produkt € 17,00*
Woher komme ich? Wer waren meine Ahnen?
Diese und ähnliche Fragen hatte sich Hape Kerkeling schon in seiner Kindheit gestellt, bevor er kürzlich begann, nach einer DNA- Analyse aktiv Ahnenforschung zu betreiben. An den gleichwohl interessanten wie erstaunlichen Ergebnissen lässt er uns in seinem neuesten und sehr unterhaltsamen Buch mit herrlich anschaulichen, teils liebevoll amüsanten, teils ernsten Geschichten teilhaben.
Wenngleich die genetische Analyse seiner Herkunft europäisch (und sogar afrikanisch) bunt daherkommt, konzentrierte sich Kerkeling bei der Recherche nach seinen Wurzeln v.a. auf seine niederländischen Vorfahren. Hutmacher, Fasnachtsdichter, Seefahrer, Sadisten, Adlige, Händller... waren unter ihnen - „also wirklich eine ganz verrückte Truppe“ (Zitat Kerkeling). Erklärt das vielleicht auch die frühe Faszination Kerkelings für Amsterdam, der Stadt, in der er auch als junger Mann seine erste große Liebe erlebte? Und woher kommt der titelgebende Spruch?
Und was ist schließlich dran an der Blutsverwandschaft Kerkelings mit den britischen Royals?
Lassen Sie sich überraschen...
Ein zum Teil sehr persönliches, gut unterhaltendes und lesenswertes Buch!
zum Produkt € 14,00*
„Der Gott der kleinen Dinge“ - internationaler Bestseller, Booker-Prize-Buch 1997 und nicht nur eins meiner ewigen Lieblingsbücher...
Jetzt hat die indische Autorin und Aktivistin ein neues Buch veröffentlicht, das ihrem Debutroman in keinster Weise nachsteht und das wieder die Explosionskraft einer Bombe hat.
„Mother Mary comes to me“, so der viel passendere Originaltitel, ist Roys unglaublich beeindruckende und ebenso verstörende Lebensgeschichte, bei der weniger sie selbst, sondern ihre vor kurzem verstorbene Mutter Mary im Mittelpunkt steht. Und das obwohl Roy schon immer ein äußerst schwieriges und widersprüchliches Verhältnis zu ihrer Mutter hatte, das in zeitweiligem Kontaktabbruch gipfelte.
Mary Roy war eine Mutter, die ihre Kinder niedermachte, demütigte, ja geradezu misshandelte und psychisch folterte, die eigentlich nie Mutter sein wollte. Aber sie war auch eine unglaublich mutige, starke, moderne Frau, die sich für die Rechte von Minderheiten einsetzte und es schaffte, mitten im indischen Nirgendwo eine geradezu revolutionäre Schule zu gründen. Ihre Schüler liebten sie, und sie liebte ihre Schüler, aber ihr leibliches Kind zu sein war ein Fluch.
Arundathi Roy arbeitet in ihrem Buch diese schwierige Beziehung auf und nimmt uns gleichzeitig mit auf eine politische und gesellschaftliche Reise in das Indien der letzten 60 Jahre.
Ein MUSS für alle, die „Der Gott der kleinen Dinge“ geliebt haben oder die sich für Indien interessieren.
Ein großartiges Buch!
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Jetzt als Taschenbuch! Der Roman der Finnin Turpeinen über die Stellersche Seekuh, die ausgerottet wurde, bevor sie offiziell entdeckt wurde.
Nur weil die Große Nordische Expedition ruhmlos auf einer kargen Insel scheitert, entdeckt der Naturwissenschaftler Steller im 18. Jahrhundert ein fremdes, faszinierendes und riesiges Tier, doch es gelingt ihm nicht, seine Entdeckung publik zu machen.
Schon bald gilt es als ausgestorben, doch trotzdem oder gerade deshalb fasziniert es, und ein Skelett einer Seekuh, das im 19. Jahrhundert in Alaska auftaucht, ist heiß begehrt und geht auf eine lange Reise.
Turpeinen hat einen wunderbaren Roman über dieses große, sanfte Tier geschrieben, hat seine Geschichte umrahmt von den Geschichten der Menschen, die mit ihm zu tun hatten, und zeigt nicht nur, mit welcher Besessenheit sich die Menschen die Natur zu eigen machen, sondern setzt auch ein Plädoyer für die Artenvielfalt.
zum Produkt € 15,00*