Der Roman „Die Riesinnen“ handelt von drei Frauen unterschiedlicher Generationen: Liese, Cora und Eva. Großmutter, Mutter und Tochter wachsen in dem kleinen Dorf Wittenmoos im Schwarzwald auf, in dem jeder jeden kennt. Aufgrund Ihres Aussehens fallen alle drei „Riesinnen“ in der Dorfgemeinschaft auf und doch muss jede von ihnen ihren eigenen Weg finden und selbst entscheiden, ob sie in ihrer Heimat bleiben oder in die Welt hinausgehen möchte.
Es ist einer dieser Romane, die man kaum in ein paar Sätzen zusammenfassen kann, die man stattdessen einfach selbst lesen muss. Was diesen Generationenroman so besonders macht, ist Hannah Häffners besondere Erzählweise: eine Sprache voller Poesie und Weisheit, so dass man manche Sätze gerne mehrmals liest oder markieren möchte und sich gleichzeitig den Protagonistinnen ganz nah fühlt. Wir freuen uns außerordentlich, dass „die Riesinnen“ für das Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen nominiert sind!
zum Produkt € 24,00*
Nach einer schmerzhaften Trennung zieht sich Lotta in die Villa Sturmmöwe an der Ostsee zurück, um Abstand zu gewinnen und sich vor ihrem Leben in Berlin zu verstecken. Das alte Reetdachhaus, in dem sie die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbracht hat, scheint dafür der perfekte Ort. Doch schon bald wird aus der erhofften Zuflucht ein Ort der Verunsicherung. Seltsame Vorkommnisse häufen sich, die Dorfbewohner reagieren auffallend zurückhaltend auf die Erwähnung der Villa, und Lotta wird das Gefühl nicht los, beobachtet zu werden.
Um nicht den Verstand zu verlieren, macht sich Lotta auf die Suche nach Antworten und stößt auf ein tödliches Geheimnis, das tief mit dem Haus hinter den Dünen und seiner Vergangenheit verwoben zu sein scheint.
Mit viel Gespür für Atmosphäre, einer unterschwelligen Bedrohung und einem konstanten Spannungsaufbau gelingt Carolin Frey ein fesselndes Debüt, das bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht. Die perfekte Portion Gänsehaut für lange Herbstabende.
zum Produkt € 18,00*
„Das Haus auf dem Wildboden“ ist 1918 der Rückzugsort des Malers E. L. Kirchner in der Schweiz. Nach einer Nervenkrise infolge Kriegstraumata und mehreren Sanatoriumsaufenthalten sucht er Ruhe. Seine Partnerin Erna Schilling kümmert sich um das Berliner Atelier, sämtliche Korrespondenz und Geschäftliches. Sie folgt ihm schließlich auf die höhen oberhalb Davos. Diese Lebensphase wird von C. Lieb szenenhaft geschildert.
Kirchners Eigenheiten, Kirchner in seinem Atelier, Kirchner als Despot, Kirchners Neigung zu kindlichen Modellen, Kirchners verfallende körperliche und seelische Verfassung, Kirchners alter Ego Louis de Marsalle, Kirchners Wüten und Zerstören, Kirchners Konsum des Schmerzmittels Eukodal, sein künstlerisches Schaffen und die unermüdliche Fürsorge von Erna, ohne die er nicht existieren könnte. Sie hält alles zusammen. Der Verfall schreitet fort, sein Leibarzt verkennt die Situation, Ernst Ludwig Kirchner nimmt sich im Mai 1938 in den Wiesen des Wildboden das Leben. Constatin Liebs Intention ist hierbei, den Überlebenswillen, die Selbsterhaltung, Verarbeitung Ernas zu schildern. Dieses Projekt ist dem Autor großartig gelungen.
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Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! Um sich die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, empfehle ich das Spiel „Happy Holiday“. Bis zu vier Spielende können sich dabei spielerisch an die Urlaubsplanung setzen und dabei auf diverse Möglichkeiten Punkte sammeln. Wer am Ende die meisten beisammen hat, gewinnt.
Auf dem Spielplan liegen zu Beginn drei zufällig gezogene Stadtplättchen für jedes verfügbare Verkehrsmittel. Die Spielende dürfen dabei reihum eines auswählen und dieses auf ihrem Planer platzieren. Dabei gilt es, verschiedene reguläre Kriterien zu beachten. Durch Aufgabenkarten können die Kriterien erweitert werden. Die aufgenommenen Stadtplättchen werden durch Verkehrsmittel ersetzt, die so ebenfalls mit aufgenommen werden können und die einzelnen Städteaufenthalte miteinander verbinden sollen. Sowohl Glück als auch Strategie tragen zum Erfolg bei. Sind alle Planer voll bestückt, werden diese mittels des beigelegten Blocks ausgewertet. Wer die Kriterien am besten berücksichtigen konnte, gewinnt.
Ein Durchgang dauert ca. 30-45 Minuten. Durch einfache Regeln ist das Spiel sehr schnell zu erlernen und garantiert bereits beim ersten Durchgang großen Spielspaß. Die Illustrationen sind sehr ansprechend und die Spielmaterialien liebevoll gestaltet. Für den Fall, dass keine Mitspieler verfügbar sind, gibt es eine Solovariante. Vom Kosmos Verlag ist „Happy Holiday“ ab zehn Jahren empfohlen.
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Gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Cousin Owen (12 Jahre) brechen die Schwestern Amy (8 Jahre) und Vivian (11 Jahre) zu einer Wanderung in die kalifornischen Berge auf. Für die drei Kinder fühlt sich dieser Ausflug zunächst wie ein kleines Wunder an: Nach der gelungenen Tour dürfen sie zur Belohnung eine ganze Nacht allein am Ranger Lake campen, während ihre Eltern Freunde im Nachbartal besuchen. Doch aus der ersehnten Nacht unter dem Sternenhimmel wird plötzlich ein Kampf gegen Angst, Unsicherheit und die rohe Kraft der Natur. Ein Erdbeben löst einen Bergrutsch aus, der ihnen den Rückweg versperrt – und von einem Moment auf den anderen sind Amy, Vivian und Owen ganz auf sich allein gestellt. In der unberechenbaren Wildnis müssen sie all ihren Mut zusammennehmen, füreinander da sein und über sich hinauswachsen, um den Weg zurück zu ihren Eltern zu finden.
Ein mitreißender Abenteuer-Schmöker für Kinder ab 10 Jahren, der Herzklopfen, Mitgefühl und Staunen weckt. Anne Nesbet erzählt eindrucksvoll von Mut, Freundschaft und davon, wie viel Stärke in Kindern steckt, wenn sie sich gemeinsam einer scheinbar übermächtigen Natur stellen müssen.
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Wegen eines Streits unter den Passagieren eines Flugzeugs werden die Fluggäste umgesetzt und drei Frauen sitzen jetzt zufällig nebeneinander. Sie kommen ins Gespräch. Sie sind sehr verschieden bis auf den Umstand, dass sie alle drei Linkshänderinnen sind. Amüsiert darüber halten sie weiter Kontakt. Nora in Wien macht unerwartet eine größere Erbschaft und geht in die Österreichische Provinz, um ein Lokal zu übernehmen. Tilda in Heidelberg und Ruth in Frankfurt durchleben persönliche Katastrophen und machen einen Cut. Sie finden sich bei Nora ein und beteiligen sich am Betrieb der neuen Bar „Elsbeths Hoffnung“, in der alles von links geht. Im benachbarten Kurhotel müssen aus Platznot achtzehn Psychoanalytiker und achtzehn Floristinnen gemeinsam tagen. Ihre abendliche Feier in Elsbeths Hoffnung endet mit einem kleinen Erdbeben. Dann sind die Tagungsteilnehmer unauffindbar. Die Suche nach Ihnen sowie auch die erneute Suche nach einem verschwundenen Jungen bringen Wunderliches, ja geradezu Unglaubliches zu Tage. Ein lustiges Spektakel. Super!
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In „All die Farben, all das Licht“ geht es um zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Juna ist siebzehn und begeisterte Künstlerin, die ihrer Lieblingsmalerin nacheifert. Doch aufgrund einer Krankheit, wird sie zunehmend ihr Augenlicht verlieren. Martha ist dreizehn und steht stets im Schatten ihrer Schwester. Sie ist darum bemüht, etwas für sich zu haben. Dass die beiden ein Zimmer teilen, verbessert ihre Beziehung zueinander nicht gerade. Doch als Juna den Wunsch äußert, ein Gemälde ihrer Lieblingsmalerin im Original zu sehen, solange sie noch kann, erkennen die Schwestern, dass dieser Wunsch, der zunächst unmöglich erscheint, nur mit vereinten Kräften in Erfüllung gehen kann und so machen sich die beiden zusammen heimlich auf den Weg nach Malmö.
Cora Wucherers Romandebut ist eine warmherzige, eindrückliche Geschichte über Geschwister, die Bedeutung von Familie und Zusammenhalt. Es bereitet große Freude mitzuerleben, wie sich die beiden Schwestern entwickeln, die sich augenscheinlich nicht ausstehen können.
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Im Schweizer Grenzort Ramsen eröffnet Arnold, ein eigenwilliger junger Mann, der geschickt zu einem kleinen Vermögen gekommen ist, ein Wirtshaus. In der Nähe zur Grenze gibt es viele Durchreisende, aber auch Menschen, die lieber abseits der offiziellen Straßen querfeldein kommen und gehen. Betty, eine beeindruckende junge Frau, reitet auf einem mächtigen Pferd auf dem Weg zum Pferdemarkt durch Ramsen und rastet bei Arnold. Die Beiden werden ein Paar, bekommen acht Kinder, das Wirtshaus blüht. Carla, die Älteste, ist so eigenwillig wie Arnold und Betty zusammen. Als Hermann aus Böhmen mit zwei Seesäcken und dem Pass eines Anderen querfeldein ankommt, ist er genau der Richtige für sie. Hermann ist stark, arbeitet ab jetzt bei Tag mit und hat im Dunkeln mit Kaffee und Zucker querfeldein zu tun. Arnold denkt nur, da komme jetzt auf Alle was zu.
Die Zeiten sind inzwischen andere und neben der Schweizer Fahne flattert die Deutsche Reichsflagge. Das Grenzgeschäft ist gefährlich. Die Strenge und Dienstbeflissenheit von Staatsdienern sorgt für ordentlich Wirbel, die Spannung steigt, der Grenzfrieden gerät in Gefahr. Dorfbewohner schließen sich zusammen, doch dabei bleibt es nicht. Capus erzählt plausibel, mit Einfühlung, spannend und mit Witz die Geschichte der kleinen Leute von Ramsen. Seine Geschichte ist absolut furios!
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Als Charlotte bei einem Bootsunglück ihren Mann und ihren Sohn verliert, kämpft sie sich zurück in den Alltag. Doch das Einzige, wobei sie sich wirklich lebendig fühlt, ist Schwimmen. Als auf ihrer Arbeit wieder ein Jahr Freistellung inklusive Finanzierung für die Erfüllung eines Traumes angeboten wird, bewirbt sie sich kurzerhand für die Oceans Seven und erhält die Förderung. Unterstützt wird sie bei der Durchführung von einigen Familienmitgliedern sowie von einem Kollegen, welcher die Challenge dokumentieren soll.
Die Ozeanschwimmerin ist ein wunderbar hoffnungsvoller sommerlicher Roman über Trauern und Weitermachen, über Leistungssport, über Schwimmen und Reisen. Die Protagonisten haben alle ihr Päckchen zu tragen, doch sie geben nicht auf, unterstützen sich gegenseitig und machen eine große Entwicklung innerhalb eines Jahres durch. Es bereitet große Freude, sie als Leser dabei zu begleiten. Ein gelungener Roman für diesen Sommer!
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Ein missglückter „Panenka-Heber“ verändert Josephs Leben: Mit einem verschossenen Elfmeter besiegelt er den Abstieg seines Vereins und wird fortan nur noch „Panenka“ genannt. 25 Jahre später lebt er zurückgezogen am Rand einer Kleinstadt, geprägt von dieser alten Blamage und den Verletzungen, die sie hinterlassen hat. Halt findet er bei seiner Tochter Marie-Thérèse und seinem Enkel Arthur, die bei ihm eingezogen sind. Doch nach einer ernsten Diagnose beginnt Panenka erneut, sich aus dem Leben zurückzuziehen. Erst Esther, die in seinem Wohnblock einen Friseursalon eröffnet, bringt behutsam Bewegung in seine Welt. Ronan Hession erzählt auch in „Panenka“ mit großer Menschenfreundlichkeit von Figuren, die leise auftreten und lange nachklingen. Ihn interessieren nicht die großen dramatischen Gesten, sondern Scham, Fürsorge, Vergebung – und die Frage, ob ein Mensch mehr sein darf als sein größter Fehler. Ein zärtlicher, kluger und tröstlicher Roman über zweite Chancen, familiäre Nähe und die Kunst, sich selbst wieder mit Milde zu begegnen. Eine wunderbare Empfehlung für alle, die ruhige, warmherzige Geschichten lieben.
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