Veranstaltungsarchiv

 

Mona Yahia „4 Tage“

30.05.2026 18:30 Uhr - 21:00 Uhr

Veranstaltungsort: Kalker Buchladen
Vorverkauf: 0,00
Preis: 0,00

Zum Buch:
Alles beginnt an einem Novembertag 1918. Hayim Smeké – jüdischer Arzt, Vertrauter und Freund des Walis von Mossul – ist in der Zwickmühle: Die Briten stehen vor den Toren Mossuls und wollen das Osmanische Reich endgültig in die Geschichtsbücher verbannen. Die Freundschaft zum Wali Khalil Bey gebietet ihm, diesem in die Hauptstadt Istanbul zu folgen. Doch liegt ein unausgesprochener Konflikt zwischen beiden Männern: die Liebe zu der kleinen Serafine. Wie auch immer er sich entscheidet – für die Familie Smeké stellt sich von nun an die Frage, wo in dieser Welt Platz für sie ist. »Vier Tage« erzählt – anhand jeweils eines Tages – das Leben von vier Generationen einer jüdischen Familie. Sie alle, Hayim und Ehefrau Nazli, seine Töchter Rebekka und Serafine, Rebekkas Sohn Nemir und dessen Tochter Leila, erleben radikale und einschneidende Veränderungen. Sie alle sind verwoben mit der Erfahrung und den Traumata des Exils, mit den Fragen nach Identität und innerer Zugehörigkeit.

Es sind die Frauen in der Familie, die ihr Leben in die Hand nehmen, wird Nemir als Erwachsener im Rückblick auf die Familiengeschichte sagen. Und nach Verbindungen und Antworten suchen: warum ihn seine Mutter Rebekka zurückgelassen hat, als sie 1936 in die noch junge Stadt Tel Aviv auswanderte; warum seine Tochter Leila unbedingt die »erste Uniform in der Familie« tragen wollte und erleben musste, wie 1973 an Jom Kippur die ägyptische Armee Israel in den Krieg stürzte; warum seine Tante und, nach Rebekkas Fortgang, Stiefmutter Serafine ihn und ihre Familie ebenfalls verließ und in Istanbul zu Ende führte, was vor so langer Zeit in Mossul mit Wali Khalil Bey begann. Und er wird sich fragen, was die Geschichte seiner Familie ausmacht, die – wie die fast aller jüdischen Familien der arabischen Welt – die Narben des Exils mit Entwurzelung, Anpassung und Neuorientierung unauslöschlich in sich trägt.

Kurzbio:
Mona Yahia, geb. 1954 in Bagdad, floh mit ihrer Familie 1970 in den Iran und wanderte von dort 1971 nach Israel ein. Nach ihrem Militärdienst studierte sie Psychologie und französische Literatur an der Universität Tel Aviv. In den 1980er- Jahren absolvierte sie ein Studium der Freien Kunst bei Harry Kramer an der Gesamthochschule Kassel und arbeitete im Bereich Konzeptkunst, bevor sie zum Schreiben kam. Ihr Debütroman Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom (im Original: When the Grey Beetles Took over Baghdad), erhielt 2001 in London den Jewish Quarterly Wingate Price for Fiction. Daneben veröffentlichte sie Erzählungen und Essays, u. a. in englischen und deutschen Literaturzeitschriften und Anthologien, sowie zwei Fotobände über die historische Karawansereien Istanbuls. Mona Yahia schreibt auf Englisch und lebt in Köln.

Mona Yahia

 

Musa Deli: Unsichtbare Mauern. Stadtbild – Selbstbild – Weltbild

29.05.2026 19:00 Uhr - 22:00 Uhr

Veranstaltungsort: Kalker Buchladen gUG
Vorverkauf: 0,00

Unsichtbare Mauern. Stadtbild – Selbstbild – Weltbild
Lesung mit Musa Deli
Moderation: Michael Schikowski

Zum Buch:
Musa Deli beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Paradigma der Integration. Trotz zahlreicher Programme, Konzepte und politischer Bekenntnisse scheitert sie allzu oft. Deli zeigt, dass viele dieser Bemühungen nur an der Oberfläche wirken – als Versprechen, die unsere Strukturen, Institutionen und Denkweisen, unser Selbst- und Weltbild also, kaum erreichen. Was Integration blockiert, sind nicht nur fehlende Maßnahmen, sondern unausgesprochene Erwartungen, stille Normen und tief verankerte Bilder von Zugehörigkeit. "Die Mauern, die uns trennen, stehen nicht zwischen Kulturen – sie stehen in den Köpfen derer, die glauben, sie hätten keine."
Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen jene unsichtbaren Mauern, die Teilhabe erschweren: unbewusste Haltungen, vertraute Muster der Ungleichheit und Bilder von Normalität, die häufig unausgesprochen bleiben. Sie formen unser gesellschaftliches Zusammenleben stärker, als es uns bewusst ist. Deli zeigt, dass Integration nicht nur an Migranten scheitert, sondern auch an einer Dominanzgesellschaft, die Vielfalt nur akzeptiert, wenn sie möglichst unsichtbar bleibt. Diese Mauern wirken nicht laut, sondern leise – in Klassenzimmern, Ämtern, Betrieben und Alltagsbegegnungen. Gerade weil sie unsichtbar sind, prägen sie Biografien, Selbstwert und Chancen über Generationen.

Zur Person
Musa Deli ist Sozialpsychologe und Leiter des Gesundheitszentrums für Migrantinnen und Migranten in
Köln. Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge zu Migration, Integration und gesellschaftlichem Wandel.
2022 erschien sein Buch Zusammenwachsen. Die Herausforderungen der Integration, 2023 folgte eine Son-
derausgabe bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Im April 2026 erscheint sein neues Buch Unsicht-
bare Mauern: Warum unser Paradigma der Integration scheitert – und Migration Zukunft statt Bedrohung
bedeutet im Bonifatius Verlag, Paderborn

Musa Deli

 

Jonas Linnebank: aus dem Benzindampf der Via Foria

28.05.2026 19:30 Uhr - 21:30 Uhr

Veranstaltungsort: Kalker Buchladen gUG
Vorverkauf: 0,00

aus dem Benzindampf der Via Foria
Lesung mit Jonas Linnebank
Moderation: Anne Pretzsch

Zum Buch:
aus dem Benzindampf der Via Foria steigt abstrakte Geschichte auf in die Konkretheit privater Biografie. Themen sind die Eltern- und Nachkommenschaft, die Gleichzeitigkeit vom Täter- und (Groß-)Elternsein, Erziehung, die eigenen Kinder, der Verlust von Kindern und der Umgang mit dieser Trauer.


"ich will unsichtbar werden und immer hier sitzen bleiben die
Jacke nicht ausziehen ungesehen von hier verschwinden
ein Geist werden und ich frage mich ob ich meine
toten Verwandten besuchen würde gäbe es eine
Geisterwelt ich fürchte nein"

Kurzbio:
Jonas Linnebank lebt und schreibt in Kalk. Er hat in Köln und Salerno studiert und arbeitet seit dem Ende seiner Elternzeit wieder als DaZ-Dozent in der Erwachsenenbildung oder hilft im Kalker Buchladen aus. Er war Mitbegründer der Kölner Literaturzeitschrift sowie Teil des Kurator*innen-Teams des Europäischen Literaturfestivals Köln Kalk. aus dem Benzindampf der Via Foria ist der zweite Lyrikband, der in der parasitenpresse erscheint. Dort sind bereits sein Debüt verlassene Hunde und das von ihm herausgegebene Kalk Alphabet erschienen.


 

Eva Weissweiler: Luise Straus-Ernst. Pariser Impressionen. Texte aus dem Exil

16.05.2026 18:30 Uhr

Veranstaltungsort: Kalker Buchladen gUG
Vorverkauf: -

16.05.2026, 18:30 Uhr
Luise Straus-Ernst. Pariser Impressionen. Texte aus dem Exil
Lesung mit Eva Weissweiler
Moderation: Gabriele Ewenz

Zum Buch:
Paris 1933 bis 1938. Die Kölner Schriftstellerin und Journalistin Luise Straus-Ernst, erste Frau des berühmten Malers Max Ernst, sucht in kleinen Hotels Zuflucht vor den Nazis und hält sich, wie tausende anderer EmigrantInnen, mit schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs über Wasser. Französische Zeitungen haben keine "Verwendung" für sie. Eine offizielle Arbeitserlaubnis ist kaum zu bekommen. Doch dann erscheint die erste Ausgabe des deutschsprachigen "Pariser Tageblatts", das künftig vielen AutorInnen des Exils ein Forum bieten wird, Irmgard Keun, Joseph Roth, Klaus Mann und auch Luise Straus-Ernst. Sie entwickelt nach und nach ein ganz eigenes Genre für dieses Blatt: episodenhafte Kurz- und Kürzestgeschichten, Vignetten, subtile Momentaufnahmen, die an Filme von René Claire erinnern und vom täglichen Leben in Paris handeln, auf dem Flohmarkt, in der Metro, im Vorstadt-Variété, auf den Boulevards oder in Emigranten-Hotels. Die Kölner Autorin Eva Weissweiler, Verfasserin der ersten Biographie über Luise Straus-Ernst (Notre Dame de Dada, Köln 2016) hat für dieses Buch fünfzehn Texte ausgewählt, die durch ihre bildhafte, poetische Sprache bestechen. Anders als ihrem weltbekannten Ex-Mann gelang es Luise Straus-Ernst nicht, nach Amerika zu emigrieren. Sie wurde 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Kurzbio
Die promovierte Musik-, Literatur- und Islamwissenschaftlerin Eva Weissweiler widmet sich in ihrem literarischen und wissenschaftlichen Werk vor allem den Biografien von Frauen und der Erforschung deutsch-jüdischer Lebenswege: darunter Eleanor Marx, die jüngste Tochter von Karl Marx, Dora Sophie Kellner, die geschiedene Frau Walter Benjamins, und Lisa Fittko, die vor allem als Fluchthelferin bekannt wurde.

Eva Weissweiler

 

Adrian Kasnitz: Der gelbe Hut von Mister Biller

18.04.2026 18:30 Uhr - 21:00 Uhr

Adrian Kasnitz
Veranstaltungsort: Kalker Buchladen
Vorverkauf: 0,00
Preis: 0,00

Zum Buch:
"An der Garderobe des Cafés am Prenzlauer Berg, in dem mein Freund Mathieu arbeitet, hängt der gelbe Hut von Mister Biller. Ich setze ihn mir auf, als ich meine zwei Cappuccino bezahlt habe, und spaziere durch den Kiez, mit einem bösen Lächeln im Gesicht, als ob ich die Leute auf der Straße provozieren wollte."
Zufällige Begegnungen, die entscheidend sind für eine ganze Weile oder die einfach nur nerven. Reisebekanntschaften und ihre Eigenheiten. Freundschaften, die auseinandergehen, und Wiedersehen, die nicht reibungslos verlaufen. Die neuen Storys von Adrian Kasnitz sind ein fremder Hut, den man sich aufsetzt, um sich zu verwandeln und zu provozieren. Sie spielen in Köln und Berlin, sie führen nach Leipzig und Prag, sie reißen nach Albanien, Lettland, London und Shenzhen aus. Manchmal wünscht man sich, den fremden Hut nicht genommen zu haben.

Kurzbio:
Adrian Kasnitz, an der Ostsee geboren, aufgewachsen in den westfälischen Bergen, Studium in Köln und Prag, lebt als Schriftsteller, Herausgeber und Veranstalter in Köln. Neben den bislang neun Teilbänden Kalendarium #1 bis #9 erschienen von ihm zuletzt Im Sommer hatte ich eine Umarmung und Glückliche Niederlagen, der zweisprachige Prosaband Pierre Huyghe hired me sowie der Roman Bessermann. Für seine literarische Arbeit wurde er u.a. mit dem Dieter-Wellershoff-Stipendium der Stadt Köln ausgezeichnet. Seit 2019 kuratiert er im Team das Europäische Literaturfestival Köln-Kalk (ELK). Der gelbe Hut von Mister Biller ist kürzlich ind er parasitenpresse erschienen.


 

Peter Rosenthal: „Donnerstags“

28.03.2026 18:30 Uhr - 21:00 Uhr

Pater Rosenthal
Veranstaltungsort: Kalker Buchladen
Vorverkauf: 0,00
Preis: 0,00

Zum Buch:
"Tiefes Grau hing über dem Fluss, während sich das helle Zwitschern der Papageienkolonie am Brückenkopf in meine Erinnerung einprägte, vielleicht wegen dem Grau. Die Mutter mit feuerroten Haaren und ihr Kleinkind im Fahrradrücksitz hielten vor dem Papageienbaum, um sich das Spektakel anzuschauen. Die Kleine wandte das Köpfchen dahin, von wo das Zwitschern herkam und streckte den Arm aus, als wollte sie etwas fangen.

Man sah die Papageien, wie sie einzeln oder in kleinen Scharen um die Brücke hin und her flogen, scheinbar ziellos, ohne genaue Richtung, ihr Flügelschlag gleich einem Laken, das man am Fenster lüftet.
Ich dachte: Warum wartet die Zeit nicht auf mich, auf meine Erinnerung, warum könnte ich sie nicht überholen – erst erinnern, dann leben."

In seinem neuen Prosatext Donnerstags beschreibt der Kölner Schriftsteller Peter Rosenthal seine Begegnungen, die er immer donnerstags auf seinem Weg per Fahrrad auf der anderen Seite des Flusses in Köln-Kalk hat. Er meditiert über diese Zufälle, über seine Arbeit als Arzt, aber auch über die verrinnende Zeit.

Kurzbio:
Peter Rosenthal, geboren 1960 in Arad, Rumänien, lebt seit 1973 in Köln. Er ist tätig als Arzt in Ehrenfeld. Als Autor veröffentlichte er Entlang der Venloer Straße (2003), In die Zeit fallen (2013) und 33 Gedichte (2017). Außerdem gab er Venedig ist auch nicht viel größer als Ehrenfeld (2017) heraus und war Mitautor und Mitproduzent des experimentellen Kurzfilms Tigersprung (2017) über den Ehrenfelder Radrennweltmeister Albert Richter und seinen Manager Ernst Isidor Berliner. In der parasitenpresse erschienen von ihm Ehrenfeld Alphabet (2018), Impfnovelle (2022) und ganz frisch Donnerstags.


 

Lesung mit Ceyda Nurtsch "Jeder Atemzug ein Fest. Reportagen aus der Türkei"

13.03.2026 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Kalker Buchladen gUG
Vorverkauf: 0,00
Preis: 0,00

Lesung mit Ceyda Nurtsch "Jeder Atemzug ein Fest. Reportagen aus der Türkei"

Zum Buch:
In der Türkei tobt ein Gesellschaftskampf, der sich auch auf die in Deutschland lebenden Türkeistämmigen auswirkt.
Tiefe Gräben trennen die verschiedenen Gesellschaftsgruppen voneinander: nationalistische Kemalisten, die einstige AKP-Basis der Partei Erdogans, Feministinnen, Kurden, Aleviten, Juden, Griechen, Armenier. Sie alle haben sich ihre eigenen, nebeneinander existierenden Realitäten geschaffen, leben in eigenen Stadtvierteln, schicken ihre Kinder auf unterschiedliche Schulen. Gleichzeitig gibt es Menschen, die diesen Kampf leid sind. Menschen, die ihre pluralistische Gesellschaft zum Strahlen bringen möchten, die das staatliche, von oben diktierte Geschichtsnarrativ ablehnen und an eine auf Solidarität aufbauende Gesellschaftsordnung glauben.
In ihren literarischen Reportagen beleuchtet Ceyda Nurtsch die tiefen gesellschaftlichen Spaltungen der Türkei und zeichnet ein differenziertes, menschliches Gesellschaftsportrait voller Hoffnung.

Kurzbio:
Ceyda Nurtsch besuchte die Deutsche Schule Istanbul. Nach ihrem Studium der Islamwissenschaft, Politik und Philosophie in Köln und Bonn, promovierte sie zum Thema Türkische Großstadtlyrik und erlangte eine Qualifikation zur trimedialen Redakteurin bei der Deutschen Welle. Derzeit arbeitet sie als freie Journalistin unter anderem für Qantara, Deutschlandfunk und ZDF zu den Schwerpunkten Türkei und Migration.


 

Lesung mit Judith Baumgärtner: „Wie wir zaubern lernen“

21.02.2026 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Kalker Buchladen, Kalker Hauptstraße 170, 51103 Köln
Vorverkauf: 0,00

Zum Buch:
In "Wie wir zaubern lernen" versammelt Judith Baumgärtner zehn poetische und eindringliche Kurzgeschichten. Darin werden mögliche Fragmente Schwarzen Lebens in ihren Komplexitäten und Gleichzeitigkeiten eingefangen. Auseinandersetzungen mit Familie, Freund*innenschaft, Queerness, Resilienz und Neuanfängen ziehen sich durch die Texte. So ensteht ein literarischer Raum zwischen Traum und Realität, der die Tiefe alltäglicher Erfahrungen und die Magie des Widerstands sichtbar macht. Eine Frau steht mit einem gepackten Koffer in ihrem Haus, bereit, zum ersten Mal in das nicht benannte Geburtsland des Vaters zu reisen. In einem aus der Zeit gefallenen Dorf sind rätselhafte fliegende Fische im Alltag der Menschen anwesend. Eine jugendliche Person wächst mit den überall präsenten, einengend anmutenden feministischen Kämpfen der Mutter auf und entwickelt ganz eigene Fragen an Gender, Freundschaft und gegenseitige Unterstützung …
Judith Baumgärtner schreibt mit zarter Wucht und großer Klarheit, neugierig, fragend und zugewandt. Das erzählerische Debüt spürt Brüche und Reibungen auf und öffnet Räume für Transformation, Fürsorge und radikale Imagination.
Kurzbio:
Judith (kein Pronomen) lebt in Köln. Ist Spaceholder, "inklusiver Pädagogin und Kunsttherapeutin, sowie freier Autorin und Zinekünstlerin. Judiths Arbeit ist es, Räume für Kreativität, Transformation und Verbindung zu schaffen und zu halten. Das macht Judith in der Heilpädagogischen Frühförderung mit sehr jungen Menschen, sowie im Empowerment-Bereich für rassismuserfahrende und/oder queere Personen aller Altersgruppen. Und eben auch in den Räumen, die beim Schreiben oder Malen auf dem Papier entstehen wollen.
Judith positioniert sich unter anderem als Schwarz, light-skinned, dünn, nicht behindert, neurodivergent und queer. Judith hat zahlreiche Zines selbstveröffentlicht und -verlegt, die Poesie, Collage, Illustration und Themen der Selbst- und Communityfürsorge vereinen. Im Oktober 2025 erschien Judiths erstes Kurzgeschichtenbuch "Wie wir zaubern lernen" im Unrast Verlag. Mehr Infos unter judith-baumgaertner.de.

Arin Zumkley @aritastudios

 

Pop up XMAS PING mit der parasitenpresse 2025

12.12.2025 16:00 Uhr - 13.12.2025 21:00 Uhr

Pop up XMAS PING mit der parasitenpresse 2025
Veranstaltungsort: Buchladen Kalker Hauptstraße
Vorverkauf: -
Preis: -

Das fast schon traditionelle Pop up XMAS PING begehen wir in diesem Jahr im Buchladen Kalker Hauptstraße in Köln-Kalk. Wie immer erwartet euch eine große Auswahl an Büchern der parasitenpresse. Dazu gibt es Lesungen und Getränke. Und natürlich steht euch auch das große Buchsortiment der Buchhandlung zur Verfügung.

Programm
Freitag, 12.12.2025
16 Uhr: Kaffee-Empfang mit Kuchen
19:30 Uhr: Lesung Lisa James und Tobias Schulenberg

Samstag, 13.12.25
15 Uhr: Kaffee-Empfang mit Kuchen
17:00 Uhr: Lesung mit Tomas Empl und Friedrich Stockmeier

Wir freuen uns auf Euch!


 

Nora Schramm: Hohle Räume

05.12.2025 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchladen Kalker Hauptstraße
Vorverkauf: 0,00

Zum Buch:

"Als Helene ihre Eltern kurz vor Weihnachten besucht, wirken die Räume des vertrauten Hauses seltsam hohl, als ließen sie sich trotz aller Bemühungen nicht mit Leben füllen. Der Anlass für ihren Besuch ist die Scheidung der Eltern. Irritiert beobachtet die Tochter jede ihrer Regungen, seziert sie voller Sprachwitz und zerlegt sie in ihre Einzelteile, die sich zu einem Familienbild bürgerlicher Prägung zusammensetzen. Helene selbst ist erfolgreiche bildende Künstlerin - jetzt soll sie dabei helfen, den Besitzstand genauso wie den emotionalen Ballast der vierzig Ehejahre zu sortieren. Doch dann stürzt die Mutter die Treppe hinunter, bricht sich die Hüfte und plötzlich taucht auch die verschwunden geglaubte Kindheitsfreundin Molly wieder auf.
Humorvoll und in starken Bildern erzählt Hohle Räume von der Familie nicht mehr als einem Ort psychologischer Abgründe, sondern als kleinstmöglicher sozialer Einheit, in der die Aufstiegsgeschichte der Babyboomer genauso zu erkennen ist wie der Klassenumstieg ihrer Kinder – und wo Sofas, Töpfe und Fensterläden nicht bloß Alltagsgegenstände sind, sondern subtil über Werte, Überzeugungen und Sicherheiten Auskunft geben."

Zu Nora Schramm:

Nora Schramm, 1993 in der Südpfalz geboren, studierte Fremdsprachen und Kulturwissenschaften in Gießen sowie Theorien und Praktiken professionellen Schreibens in Köln. Ihre Arbeit wurde mehrfach gefördert, u.a. durch das Spaltmaße–Stipendium der Jürgen Ponto–Stiftung, ein Stipendium des Berliner Senats, sowie ein Mentoring des Literaturhauses Düsseldorf. Für ihre Lyrik erhielt sie 2022 den Preis des Textstreich–Wettbewerbs für neue Lyrik. Ihr Debütroman Hohle Räume erschien im März 2024 bei Matthes und Seitz Berlin und wurde mit dem Kranichsteiner Literaturförderpreis sowie dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet.
Nora Schramm schreibt Lyrik und Prosa. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Mara-Cassens-Preis für den Roman Hohle Räume. Sie lebt und arbeitet in Köln.

Nora Schramm ( copyright: Stefanie Kulisch)