Die Wechseljahre beginnen oft früher als erwartet und können das Leben gehörig auf den Kopf stellen. Im Alltagswahnsinn kann die Hormonumstellung das Fass zum Überlaufen bringen. Klug, kurzweilig und informativ erzählt Rinah Lang von dieser Lebensphase mit all ihren Herausforderungen. Mit Leidenschaft macht sie sich die auf die Suche nach Zusammenhängen, besucht Expertinnen und steht im regen Austausch mit Freundinnen. Am Ende steht eine neue Klarheit, die Lust macht, sich den eigenen Fragen zu stellen.
Authentisch und nahbar: Eine persönliche Geschichte, die das komplexe Thema greifbar macht.
Wissenschaftlich fundiert: Kombiniert die eigenen Erfahrungen mit medizinischem Wissen.
DIESE VERANSTALTUNG IST BEREITS AUSVERKAUFT!
Restkarten eventuell an der Abendkasse
Bier ist nicht nur ein Getränk. Bier ist ein Kulturgut, das uns seit Jahrhunderten verbindet. Der Bestsellerautor Jaroslav Rudiš, der aus dem Bierparadies Böhmen stammt und in dessen Geburtsstadt sogar ein Bier nach ihm benannt ist, setzt dem goldenen Gerstensaft, einem unserer absoluten Lieblingsgetränke, ein Denkmal.
Autorenfoto: Vojtěch Veškrna
Selbstregulierung des Herzens entfaltet ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wieder vereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen Georg, der anfangs noch hofft, seinen Staat mithilfe von ersten Computern und Kybernetik vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona. Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen.
Mit stiller Wucht schreibt Peggy Mädler über das Flirren zwischen Halt und Auflösung – über Nähe und Entfremdung, Anpassung und Resilienz.
LONNY NEUMANN stellt ihren Roman - Bruchstücke eines Romans - vor.
"Das letzte Kapitel" heißt er und eines ist gewiss:
Es gibt viele letzte Kapitel.
Und viele davon wurden noch nicht geschrieben.
Lonny Neumann tastet sich durch die Zeiten und an verschiedene Orte.
"Aber was denn? So viel Ungewissheit im Erzählen und Erinnern und Leben?
- Aber genau so, kein bisschen glatter oder einfacher ist doch unser aller Leben - also los!"
SOPHIE SUMBURANE stellt ihr neuestes Buch vor:
"Keine besonderen Auffälligkeiten"
Oktober 1989, ein Dorf in Brandenburg. Eine Frau wird in einer Kleingartenanlage getötet, der Mörder kann entkommen. In den nächsten Monaten bringt er vier weitere Frauen und ein Baby um. Angst und Verdächtigungen erschüttern die Dorfgemeinschaft, während fünfzig Kilometer weiter östlich die Mauer fällt. Die Polizei ist überfordert, dezimiert durch Abwanderung nach Westen und aufgeflogene Stasimitarbeiter. Die Sensationspresse scheint im wiedervereinten
Deutschland ausloten zu wollen, wie weit man mit dem Leben von Menschen gehen kann, bevor die Berichterstattung selbst zum Verbrechen wird.
Im Dorf leben auch die beiden Freundinnen Hedi und Gabi. Während Hedis Verlobter sie zu Hause isoliert, nimmt Gabi die Sache selbst in die Hand: Sie bewirbt sich als Reporterin bei der Bild-Zeitung und erhält so Einblick in die Ermittlungen …
»Blaue Romanze«: eine große Liebesgeschichte zwischen französischer Leichtigkeit und deutschem Ernst
Als Julian Myriam das erste Mal in einer Karaokebar in Marseille sieht, kann er nicht mehr wegschauen. Ein Gespräch, ein Duett und einen illegalen Ausflug auf ein Baugerüst später ist das immer noch so. Auch Myriam fühlt: Das hier ist anders als sonst. Beide sind jung, belesen, kritisch und über allem liegen der Zauber und die Leichtigkeit von Marseille. Und doch bricht der Kontakt ab, als beide in ihre Leben zurückkehren, Myriam nach Paris, Julian nach Berlin. Als Myriam für ihre Promotion nach Berlin kommt, begegnen sie sich wieder. Doch nach dem 7. Oktober teilt sich ihr Umfeld in zwei Seiten – und sie stehen auf der jeweils anderen. Konsequent und listig erzählt Nora Haddada in »Blaue Romanze« von Liebe, politischem Diskurs und von der Tragik unserer Gegenwart.
Moderation: Klara Böke
"Life is what happens to you while you're busy making other plans" sang schon John Lennon.
Die Ich-Erzählerin in Anette Selgs Roman "Das Jahr, bevor ich verschwand" plant ein Sabbatical ohne Mann und Kind.
Den Familienmitgliedern ihre Idee nahezubringen ist die eine Sache. Das Kind überblickt vielleicht noch nicht ganz die Tragweite dieses Plans, der Mann, ganz moderner Großstädter, reagiert überrascht, aber klar, gönnt er ihr diese Auszeit aus dem Lehrerinnenalltag.
Obwohl für alle erstmal alles super okay zu sein scheint, bringt der Plan doch einiges in Bewegung und an Erinnerungen hervor, die das Jahr vor dem Verschwinden eventuell interssanter machen als die eigentliche Auszeit.
Großartig geschrieben, mitreißend und intensiv.
Jede*r kennt das Gefühl der Scham - und niemand mag es. Scham ist kaum kontrollierbar und kann deshalb leicht missbraucht und instrumentalisiert werden. Das gilt heute mehr denn je: Durch die sozialen Medien ist die Scham wieder zur Waffe geworden.
MATTHIAS KREIENBRINK zeigt, wie Scham entsteht und in welchen Bereichen sie besonders häufig auftritt. Und er lässt Menschen zu Wort kommen, die von Scham geprägt wurden und zum Teil massive Beschämungen erlitten haben. Dadurch wird deutlich, wie wir dieses menschliche Urgefühl einordnen und besser mit ihm umgehen können.
Grit und Niklas Poppe erzählen die Schicksale Jugendlicher und junger Erwachsener nach, die nach der NS-Zeit, nach Kriegs- und Nachkriegserlebnissen in die Fänge des sowjetischen Geheimdienstes gerieten, verhaftet und verschleppt wurden – oft ohne dass ihre Angehörigen damals etwas von ihrem Schicksal erfuhren. Es sind die Leidensgeschichten und Hafterfahrungen Betroffener aus der SBZ und DDR, die jung und unschuldig, oft für Jahre in einem der Speziallager der Sowjets und im Gulag verbrachten, nicht wenige mussten ihr Leben lassen.
Quelle der Porträts sind vor allem Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen, die bisher unveröffentlicht sind. Im Mittelpunkt des Buches stehen dadurch die Betroffenen selbst. Ihre Erinnerungen werden so wiedergegeben, dass sie für die Leser und Leserinnen emotional nachvollziehbar sind und deutlich wird, wie schwer und nachhaltig Menschenwürde und Menschenrechte verletzt wurden.
Sommer 1992 im ehemaligen Elbe-Grenzgebiet. Pilly ist dreizehn und sehnt sich nach Zugehörigkeit. Aber auch zwei Jahre nach der Wiedervereinigung hängt ihre Familie noch immer an den Idealen von gestern. Der Vater flüchtet in die Gaststätte, die Tanten träumen vom Goldenen Westen und von Pillys Mutter fehlt nach wie vor jede Spur. Halt findet Pilly nur in der älteren Mitschülerin Katja. Ein Trugschluss. Sie ahnt nicht, dass am Ende dieses Sommers ihre Welt abermals eine andere sein wird.
Patricia Hempel, geboren 1983 in Berlin, studierte erst Ur- und Frühgeschichte, bis es sie von der Archäologie zum Studium Literarisches Schreiben/Lektorat an die Universität Hildesheim zog. Verlassene Nester wurde von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt mit dem Stipendium für deutschsprachige Literatur gefördert und für den Alfred-Döblin-Preis 2023 nominiert.