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Die Goldquelle entfaltet die Suche nach Reichtum als moralisches und historisches Experiment: Eine verheißene Quelle des Goldes wird zum Prüfstein menschlicher Begierde, politischer Berechnung und sozialer Ordnung. Alfred Neumann gestaltet den Stoff in der ihm eigenen Verbindung aus spannungsreicher Erzählkunst, psychologischer Verdichtung und historischer Reflexion. Nicht das Abenteuer allein steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie Macht entsteht, wie sie legitimiert wird und wie sie den Charakter der Handelnden verändert. Alfred Neumann, einer der bedeutenden deutschsprachigen Erzähler des historischen Romans im 20. Jahrhundert, war besonders an den verborgenen Mechanismen von Herrschaft, Verrat und Gewissenskonflikt interessiert. Seine Erfahrungen in einer Epoche politischer Erschütterungen, Exil und ideologischer Gewalt schärften seinen Blick für Figuren, die zwischen persönlichem Ehrgeiz und geschichtlichem Zwang stehen. Die Goldquelle fügt sich in dieses Werk als Studie über Verführung und Verantwortung ein. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die historische Prosa nicht bloß als Rekonstruktion vergangener Zeiten verstehen, sondern als Erkenntnisform. Neumanns Roman bietet erzählerische Spannung, gedankliche Präzision und eine zeitlose Analyse der zerstörerischen Faszination des Besitzes.
lfred Neumann (1895 - 1952) war ein deutscher Autor historischer und zeitgeschichtlicher Romane. Die frühe Novelle Lehrer Taussig ist noch dem Expressionismus verpflichtet, aber bald reizte es ihn, stilistisch die bildliche Raumempfindung des Barock ins Sprachkünstlerische umzusetzen. Das historische Thema, dem er sich vorwiegend zuwandte, war ihm stets nur Anlass, die Tiefen der menschlichen Seele auszuloten. Der Schelmenroman Narrenspiegel handelt von dem abenteuerlichen Leben des ewig bankrotten Liegnitzer Herzogs Heinrich, der einmal im Hugenottenheer kommandierte und fast König von Polen geworden wäre.