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In Die höchste Instanz entfaltet Paul Blumenreich ein Werk über Recht, Verantwortung und die letzte Berufungsstelle menschlichen Handelns: das Gewissen. Der Titel deutet bereits die Spannung zwischen äußerer Gerichtsbarkeit und innerer moralischer Entscheidung an. In klarer, dialogisch geschärfter Prosa verbindet der Text juristische Präzision mit psychologischer Beobachtung und steht damit im Kontext jener bürgerlichen Literatur, die gesellschaftliche Ordnung, Schuld und individuelle Freiheit kritisch befragt. Blumenreichs Interesse an institutionellen Machtformen und moralischen Grenzfällen erklärt sich aus der Nähe seines Schreibens zu juristischen, sozialen und zeitkritischen Diskursen seiner Zeit. Er erscheint als Autor, der nicht bloß erzählen, sondern prüfen will: Welche Autorität darf über den Menschen urteilen, und wo endet die Geltung positiver Normen? Gerade diese Verbindung von Rechtsdenken und literarischer Gestaltung verleiht dem Buch seine intellektuelle Spannung. Empfohlen sei Die höchste Instanz allen Lesern, die Literatur als Erkenntnisform schätzen. Das Buch bietet keine bloße Unterhaltung, sondern eine konzentrierte Auseinandersetzung mit Entscheidungsnot, Pflicht und Wahrheit. Wer an Recht, Ethik und psychologisch fundierter Erzählkunst interessiert ist, findet hier einen bemerkenswert nachwirkenden Text.
Paul Blumenreich wurde am 17. November 1849 in Berlin geboren und starb am 3. August 1907 ebendort. Zusammen mit Bernhard Sehring gründete er 1896 das Berliner "Theater des Westens" und schrieb eine Reihe volkstümlicher Bühnenstücke. Er verfaßte auch Kriminalromane.