Großartig und nervtötend, liebevoll und erdrückend, aufopfernd, aber auch übergriffig – Michel Bergmann liebt seine Mutter Charlotte und hält sie manchmal nicht aus. Er erzählt in diesem Buch, in dem er nichts und niemanden schont, die Geschichte dieser eigenwilligen, starken Frau: ihre Vertreibung aus Deutschland, der Verlust fast der gesamten Familie, das Glück, ihren künftigen Ehemann wiederzufinden, und dennoch ein Schicksal, bei dem sie allzu oft ganz auf sich allein gestellt ist.
»Das schlechte Gewissen ist eine jüdische Erfindung« heißt es, und auch Michel Bergmann scheint es in die Wiege gelegt – er liebt seine Mutter wie jeder gute Sohn, findet sie aber manchmal einfach unerträglich. Zwischen Liebe und Freiheitsdrang, Eigenständigkeit und Verpflichtung schwankend erzählt er vom Verhältnis zu seiner Mame, vor allem aber von ihrem Schicksal als Jüdin in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Ein fremdbestimmtes Leben, das alles andere als leicht war, eine Geschichte des gestohlenen Glücks, und zugleich ein Stück europäischer Zeitgeschichte, authentisch, mit Humor und voller Menschlichkeit erzählt.
Foto: © Bogenberger Autorenfotos
Starten Sie mit uns musikalisch ins neue Jahr!
Die Sopranistin Sabina vom Dorff präsentiert mit
Reinhard Kiauka am Klavier einen liebevollen
Melodienstrauß mit Opern- und Operettenarien
sowie Highlights aus bekannten Musicals.
Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie, mit
einem Glas Wein, eine musikalische Reise von
Wien bis an den Broadway!
In weihnachtlicher Atmosphäre möchten wir Ihnen unsere aktuellen Lieblingsbücher vorstellen. Machen Sie es sich bei uns gemütlich und lassen Sie sich bei einem Glas Wein inspirieren!
Berlin, 1925. Hulda Gold ist in der Frauenklinik in Berlin-Mitte zur leitenden Hebamme aufgestiegen. Auch die zarten Bande zu dem jungen Arzt Johann Wenckow werden fester geknüpft. Doch Johanns wohlhabende Frohnauer Eltern sind nicht begeistert von der Verbindung ihres vielversprechenden Sohnes mit der unabhängigen, starrsinnigen Hebamme. Hulda selbst fühlt sich zwischen den Welten zerrissen: dem quirligen Viertel in Schöneberg, wo sie immer noch "Fräulein Hulda" ist, und der reichen Villenkolonie in Frohnau. Bei einem Ball im Dunstkreis der Wenckows stößt Hulda auf einen Skandal um ein schwangeres Dienstmädchen, hinter dem sich ein streng gehütetes Familiengeheimnis auftut. Ihre Nachforschungen führen sie in die Berliner Kunstwelt...
Anne Stern wurde in Berlin geboren, wo sie auch heute mit ihrer Familie lebt. Sie ist promovierte Germanistin und arbeitete als Lehrerin und in der Lehrerbildung.
Bei schönem Wetter findet die Lesung im Garten statt!
Foto: © Max Zerrahn
Die Sopranistin Sabina vom Dorff präsentiert mit Reinhard Kiauka am Klavier einen liebevollen Melodienstrauß mit Kunstliedern, Opernarien und Musicalsongs. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie, mit einem Glas Wein, eine musikalische Reise durch verschiedene Stilepochen der Gesangsliteratur!
Das Dach der Kongresshalle im West-Berliner Tiergarten stürzt ein. Ein Unfall? Baumängel? Oder hat doch jemand nachgeholfen? Dann wird vor den Trümmern eine abgeschlagene Hand gefunden. Kommissar Peter Kappe nimmt mit Kriminalmeister Wolf Landsberger die Ermittlungen auf. Bald ist klar: Die Spur führt in die USA. Der Kommandant des Amerikanischen Sektors will den Fall an sich reißen. Ein Glück, dass sein Sonderermittler US-Major Bukowski nicht nur den Blues liebt, sondern auch Kappes neue Kollegin Roswitha Habedank. Aber genügt das, um den Fall zu lösen und die deutsch-amerikanische Freundschaft zu retten?Bettina Kerwien ist Geschäftsführerin eines Stahlbauunternehmens und erdenkt sich in jeder freien Minute neue spannende Geschichten. Für die Serie "Es geschah in Berlin" schrieb sie bereits die erfolgreichen Bände "Au revoir, Tegel" (2019) und "Tot im Teufelssee" (2020).
Bei schönem Wetter findet die Lesung in unserem Garten statt!
Foto: © FixFoto / Quelle: Autor
Boston, 1910. Der elfjährige William James Sidis wird von der amerikanischen Presse als »Wunderjunge von Harvard« gefeiert. Sein Vater Boris, ein bekannter Psychologe mit dem brennenden Ehrgeiz, die Welt durch Bildung zu verbessern, triumphiert. Er hat William von Geburt an mit einem speziellen Lernprogramm trainiert. Durch Anwendung der Sidis-Methode könnten alle Kinder die gleichen Fähigkeiten entwickeln wie sein Sohn, behauptet er. Doch als William erwachsen wird, bricht er mit seinen Eltern und seiner Vergangenheit. Er weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird. Stattdessen versucht er, sein Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten - mit aller Konsequenz.
Bei schönem Wetter findet die Lesung in unserem Garten statt!
Foto: Steffi Roßdeutscher/ © Diogenes Verlag
Aufgrund der aktuellen Situation fällt das Konzert leider aus!
Es wird zu einem späteren Zeitpuinkt nachgeholt.
Tante Martl ist scheinbar unscheinbar, in Wahrheit aber ganz besonders. Der Leser spürt es gleich an der Art, wie sie ihre Telefonanrufe eröffnet: mit einem Stöhnen, dem ein unerwarteter Satz folgt. Geboren als dritte Tochter eines Vaters, der nur Söhne wollte, ist Martl die ungeliebte Jüngste, die keinen Mann findet, dafür aber einen Beruf als Volksschullehrerin. Nie verlässt sie die westpfälzische Kleinstadt, in der sie geboren wurde, ja nicht einmal ihr Elternhaus. Und obwohl sie ihren Vater jahrelang pflegt, während ihre Schwestern Familien gründen, bewahrt sie ihre Selbstständigkeit. Wie Tante Martl das schafft und in hohem Alter noch einen großen Fernsehauftritt bekommt, erzählt Ursula März mit staunender Empathie und widerständigem Humor.
Ursula März, geboren 1957 in Herzogenaurach, studierte Literaturwissenschaften und Philosophie in Köln und Berlin. Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitete sie als Literaturkritikerin und Feuilletonistin unter anderem für die Kulturzeitschrift Kursbuch, für die Frankfurter Rundschau und für die Wochenzeitung DIE ZEIT. Sie erhielt 1991 den Preis der Casinos Austria für Publizistik und 2005 der Berliner Preis für Literaturkritik. Bei Hanser erschienen Fast schon kriminell: Geschichten aus dem Alltag (2011) und Für eine Nacht oder fürs ganze Leben: Fünf Dates (2015). Tante Martl ist ihr erster Roman.
Foto: © Jennifer Endom / Piper Verlag