Veranstaltungsarchiv

Kerstin Ehmer & Beate Hindermann lesen aus »Die Schule der Trunkenheit«

06.11.2019 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Chaiselongue
Vorverkauf: ab sofort in der Buchhandlung
Preis: 8,00 €

­Welche Spirituose kurvte im Glas von Willy Brandt und was trug diese zur Entspannung zwischen Ost und West bei? Was brachte Ernest Hemingway zum US-Geheimdienst und Bacardi vor Gericht? Jede Machtverschiebung, jeder Krieg, jede technische Neuerung prägte Aussehen und Geschmack der Brände. Neue Absatzmärkte wurden geschaffen, alte brachen ein, exotische Zutaten wurden entdeckt, Weinberge und Industrien gingen in Flammen auf und entstanden neu, Alkoholsteuern machten manchen Krieg erst möglich, finanzierten aber auch Schulen und Eisenbahnen. »Die Schule der Trunkenheit« folgt den verschlungenen Pfaden der Spirituosen durch die Wirren der letzten Jahrhunderte. Heimat und Wiege der »Schule der Trunkenheit« ist die mehrfach ausgezeichnete Victoria Bar (u. a. auf der Independent-Liste der 50 besten Bars der Welt). 2001 eröffnete sie in der Potsdamer Straße und bietet seither einen Hort für Trinkkultur und -sitte.

Die Autorinnen werden uns an diesem Abend eine Kostprobe ihrer Kunst mixen. Wir dürfen gespannt sein!

Kerstin Ehmer, geboren in Hamm, studierte Theater- und Filmwissenschaften, Amerikanistik und Philosophie in Berlin und machte eine Ausbildung zur Fotografin am Lette-Verein Berlin. Sie war als Reportage-Journalistin und Lifestyle-Fotografin tätig. 2017 erschien ihr erster Kriminalroman »Der weiße Affe«.
Beate Hindermann, in Köln geboren, studierte Journalistik und Geschichte in Berlin. 2001 eröffnete sie gemeinsam mit Kerstin Ehmer die Victoria Bar. Sie publiziert im Mixology Barmagazin und fungiert als Jurorin diverser Bar- und Keeper-Competitions.

Autorinnen-Foto: Frank Eidel

Kerstin Ehmer & Beate Hindermann lesen aus »Die Schule der Trunkenheit«

Woche der unabhängigen Buchhandlungen: Der Wagenbach Verlag stellt sich vor

02.11.2019 11:00 Uhr - 14:00 Uhr

Woche der unabhängigen Buchhandlungen: Der Wagenbach Verlag stellt sich vor
Veranstaltungsort: Buchhandlung Chaiselongue
Preis: Eintritt frei

Jörg Englbrecht von Wagenbach - dem unabhängigen Verlag für wilde Leser – ist zu Gast, um das vielfältige Programm vorzustellen und Fragen zu beantworten. Der Verlag wurde 1964 von Klaus Wagenbach gegründet und wird seit 2002 von Susanne Schüssler fortgeführt. "Wir veröffentlichen Bücher aus Überzeugung und Vergnügen, mit Sorgfalt und Ernsthaftigkeit. Wir wollen unbekannte Autoren entdecken, an Klassiker der Moderne erinnern und unabhängigen Köpfen Raum für neue Gedanken geben. Es erscheinen Literatur, Geschichte, Kunst- und Kulturgeschichte, Politik aus den uns geläufigen Sprachen: Italienisch, Spanisch, Englisch, Französisch und natürlich Deutsch. Und unsere Bücher sollen schön sein, aus Zuneigung zum Leser und zum Autor und als Zeichen gegen die Wegwerfmentalität." Der Verlag ist unabhängig und macht davon Gebrauch. Er ist nicht groß, aber erkennbar.

Gusel Jachina liest aus "Wolgakinder"

25.10.2019 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Chaiselongue
Vorverkauf: ab September, Reservierung ab sofort
Preis: 7,50 €

Nach ihrem erfolgreichen Debüt "Suleika öffnet die Augen" ist Gusel Jachina nun mit ihrem zweiten Roman bei uns zu Gast:

In der Weite der Steppe am Unterlauf der Wolga siedeln seit dem achtzehnten Jahrhundert Deutsche.1916 führt Jakob Bach in dem kleinen Dorf Gnadental ein einfaches Leben als Schulmeister, das geprägt ist von den Rhythmen der Natur. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er sich in Klara verliebt, eine Bauerntochter vom anderen Ufer der Wolga. Doch ihre Liebe kann sich den Ereignissen nicht entziehen, die die Revolution und die Gründung der Deutschen Republik an der Wolga mit sich bringen.

Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Ihr erster Roman "Suleika öffnet die Augen" wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit "Wolgakinder", bisher in 14 Sprachen übersetzt, legt die international erfolgreiche Autorin ihren zweiten Roman vor. Gusel Jachina lebt mit ihrer Familie in Moskau.

Autorin-Foto: Basso Cannarsa_elkost.com

Gusel Jachina liest aus "Wolgakinder"

Mit 80 Viechern um die Welt

12.09.2019 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Chaiselongue
Vorverkauf: ab Juli
Preis: 7,50 €

Der Sommer neigt sich dem Ende. Aber Markus Huth nimmt uns noch einmal mit auf seine Reise "Mit 80 Viechern um die Welt". Überall auf der Erde suchen Menschen Tiersitter, die auf ihre Häuser und Haustiere aufpassen, während sie selbst in den Urlaub fahren. Andere brauchen Freiwillige, die sich gegen Kost und Logis auf Farmen um Tiere kümmern. Bald striegelt Markus Huth Westernpferde auf einer bulgarischen Ranch, füttert halbzahme Kängurus auf einer australischen Insel und kümmert sich auf einer Finca auf La Gomera um die launischste Katze der Welt. Am Ende seiner Reise ist sein Leben längst nicht mehr so, wie es einmal war.
Markus Huth war als Tiersitter auf fünf Kontinenten unterwegs und erzählt uns davon in seinem neuen Buch oder auch persönlich in unserer Buchhandlung. Dazu zeigt er seine eindrücklichsten Bilder.

Mit 80 Viechern um die Welt

Anke Stelling liest aus "Schäfchen im Trockenen"

04.06.2019 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Chaiselongue
Vorverkauf: ab sofort in der Buchhandlung
Preis: 10,00€

Gerade hat Anke Stelling den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik geworden, im Juni wird sie ihr Buch bei uns vorstellen. Grandios!!

Und darum geht es in "Schäfchen im Trockenen":
"Resi hätte wissen können, dass ein Untermietverhältnis unter Freunden nicht die sicherste Wohnform darstellt, denn: Was ist Freundschaft? Die hört bekanntlich beim Geld auf. Die ist im Fall von Resis alter Clique mit den Jahren so brüchig geworden, dass Frank Lust bekommen hat, auszusortieren, alte Mietverträge inklusive.
Resi hätte wissen können, dass spätestens mit der Familiengründung der erbfähige Teil der Clique abbiegt Richtung Eigenheim und Abschottung und sie als Aufsteigerkind zusehen muss, wie sie da mithält.
Aber Resi wusste’s nicht. Noch in den Achtzigern hieß es, alle Menschen wären gleich und würden durch Tüchtigkeit und Einsicht demnächst auch gerecht zusammenleben. Das Scheitern der Eltern in dieser Hinsicht musste verschleiert werden, also gab’s nur drei Geschichten aus dem Leben ihrer Mutter, steht nicht mehr als ein Satz in deren Tagebuch.
Darüber ist Resi reichlich wütend. Und entschlossen, ihre Kinder aufzuklären, ob sie’s wollen oder nicht. Sie erzählt von sich, von früher, von der Verheißung eines alternativen Lebens und der Ankunft im ehelichen und elterlichen Alltag. Und auch davon, wie es ist, Erzählerin zu sein, gegen innere Scham und äußere Anklage zur Protagonistin der eigenen Geschichte zu werden." (Verlagstext)

Anke Stelling, 1971 in Ulm geboren, absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie stand mit ihrem im Verbrecher Verlag erschienenen Roman "Bodentiefe Fenster" (2015) auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2015.

Anke Stelling liest aus "Schäfchen im Trockenen"

Der Verbrecher Verlag stellt sich vor

14.05.2019 20:00 Uhr

Der Verbrecher Verlag stellt sich vor
Veranstaltungsort: Buchhandlung Chaiselongue
Preis: Eintritt frei

»Verbrecher Verlag – gute Bücher!«
Jörg Sundermeier und Kristine Listau sind die Gesichter, aber auch Herz und Seele des kleinen feinen Verbrecher Verlags in Berlin. An diesem Abend stellen Sie den Verlag, seine Geschichte und die Autor*nnen vor. Der Verbrecher Verlag ist ein unabhängiger Verlag und wurde 1995 gegründet. Das Programm ist breit gefächert, der Schwerpunkt liegt auf der Belletristik, zudem veröffentlicht der Verbrecher Verlag Sach- und Kunstbücher sowie eine Stadtbuch- und eine Filmliteratur-Reihe.
Wir freuen uns riesig und sind sehr gespannt!

Lesung mit Jochen Schmidt: "Ein Auftrag für Otto Kwant"

09.04.2019 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Chaiselongue
Vorverkauf: ab sofort
Preis: 9 Euro / Abendkasse 10 Euro

Otto Kwant studiert Architektur und findet sich zu seiner großen Überraschung an der Seite des Stararchitekten Löb in Urfustan wieder, einem postsowjetischen, zentralasiati-schen Staat mit seltsamen Gebräuchen, merkwürdigen Regeln und einem autoritären Staatschef. Löb scheint verschwunden zu sein, und Otto Kwant soll plötzlich selbst das neue Gebäude der Deutschen Botschaft und den "Palast der Demokratie" bauen. Aber bizarre Begegnungen und verwirrende Sanktionen häufen sich, und Otto Kwant möchte bald nur noch weg aus Urfustan. Auf seiner Flucht stößt Otto Kwant auf Dörfer der deutschen Minderheit in Urfustan, kapert einen Reisebus mit deutschen Rentnern und gerät in fast ausweglose Situationen. Jochen Schmidts neuer Roman erzählt die komisch-melancholische und abenteuerliche Flucht Otto Kwants, der die Welt mit seinen Bauten eigentlich nur ein wenig schöner machen will und dabei in einer ihrer undurchschaubarsten Ecken landet.

Jochen Schmidt wurde 1970 in Ostberlin geboren und lebt dort. Er ist Journalist, Autor und Übersetzer. Er war Mitbegründer der Berliner Lesebühne Chaussee der Enthusiasten. Schmidts Ro-mane sind oft autobiografisch inspiriert ("Schneckenmühle", "Zuckersand"). Zusammen mit David Wagner veröffentlichte er "Drüben und drüben. Zwei deutsche Kindheiten". Für Piper schrieb er die "Gebrauchsanweisung für Ostdeutschland".

Lesung mit Jochen Schmidt: "Ein Auftrag für Otto Kwant"

Jewgeni Wodolaskin liest aus "Luftgänger"

21.03.2019 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Chaiselongue
Vorverkauf: ab sofort
Preis: 8 Euro

Ein Mann erwacht in einem Krankenzimmer und kann sich an nichts erinnern Sein Arzt verrät ihm nur seinen Namen: Innokenti Platonow. Als die Erinnerung langsam zurückkommt, formt sich das Bild eines bewegten Lebens: Eine behütete Kindheit im Russland der Zarenzeit, der Sturm der Revolution, roter Terror und der Verlust einer ersten großen Liebe. Bald treibt ihn vor allem eine Frage um: Wie kann er sich an den Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts erinnern, wenn die Tabletten auf seinem Nachttisch aus dem Jahr 1999 stammen?
In der Tradition großer russischer Autoren wie Michail Bulgakow und Fjodor Dostojewski entfaltet Jewgeni Wodolaskin am Schicksal eines Einzelnen ein faszinierendes Panorama Russlands.
Jewgeni Wodolaskin, geboren 1964 in Kiew, arbeitet und lebt mit seiner Familie in St. Petersburg. Sein Roman "Laurus", ein internationaler Bestseller, wurde in 20 Sprachen übersetzt. "Luftgänger" wurde bisher in 14 Sprachen übersetzt und stand auf der Shortlist für den russischen Booker Prize.

Jewgeni Wodolaskin liest aus "Luftgänger"

Lesung mit Steffen Mensching aus "Schermanns Augen"

01.03.2019 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Chaiselongue
Vorverkauf: Die Lesung ist ausverkauft.
Preis: 10 Euro

Eben noch war Rafael Schermann in der Wiener Caféhaus-Szene ein bunter Hund, bekannt mit Gott und der Welt von Adolf Loos, Oskar Kokoschka, Magnus Hirschfeld bis zu Else Lasker-Schüler, Herwarth Walden, Ehrenstein, Döblin, Bruckner, Eisenstein, Stanislawski, Piscator... Selbst der scharfzüngige Karl Kraus erhoffte sich von Schermanns graphologischer Begabung beim Deuten von Briefhandschriften entscheidende Hilfe in seinem Liebeswerben um Sidonie Nádherný... Und jetzt landet dieser schillernde Mann völlig abgerissen und todkrank als Gefangener am Ende der Welt, hundertfünfzig Kilometer östlich von Kotlas an der Bahntrasse nach Workuta im Lager Artek. Sofort zieht einer, der aus Handschriften Vorhersagen ableiten kann, außerordentliches Interesse auf sich, ob nun das des Lagerkommandanten (selbst der kann nicht sicher sein, ob er morgen Chef eines größeren Lagers sein oder man ihn erschießen wird) oder das seiner Mitgefangenen, »achthundert Männer, zweihundert Frauen. Eine echte sowjetische Großfamilie... jeder weiß alles vom anderen und wünscht ihm die Krätze an den Hals.« Und dann behauptet Schermann noch, kein Russisch zu können, und beansprucht einen Übersetzer. Steffen Mensching stellt ihm den jungen deutschen Kommunisten Otto Haferkorn an die Seite. Das ungleiche Paar, mal Herr und Knecht, mal Don Quijote und Sancho Pansa, kämpft ums Überleben unter brutalen, absurden Verhältnissen im mörderischen Räderwerk des zwanzigsten Jahrhunderts. Zwölf Jahre hat Steffen Mensching an seinem opus magnum gearbeitet, es ist ein großer Wurf geworden.

Lesung mit Steffen Mensching aus "Schermanns Augen"

Lesung mit Kathrin Gerlof aus "Nenn mich November"

14.02.2019 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Chaiselongue
Vorverkauf: ab sofort
Preis: 8 Euro

Marthe und David befinden sich im freien Fall und müssen Privatinsolvenz anmelden. Notgedrungen ziehen sie an den Rand eines Dorfes in ein gerade noch bewohnbares Haus, das David geerbt hat. Selbst das Internet macht einen Bogen um die Gegend. Das Dorf - umzingelt von genmanipulierten Maisfeldern für Biogasanlagen - scheint seine Seele verloren zu haben. Die Bewohner überlassen es zwei Großbauern, ihre Angelegenheiten zu regeln. Als in ehemaligen Zwangsarbeiterbaracken Flüchtlinge untergebracht werden, zieht mit ihnen Verunsicherung ins Dorf. Marthe, geduldete Außenseiterin und unablässig auf der Suche nach den schlimmsten aller Nachrichten, erlebt, wie die Lethargie weicht. David jedoch verstummt mehr und mehr, und eines Abends liegt ein Zettel auf dem Küchentisch. Ein großer Roman über den Verlust der Mitte und ein Leben am Rand. »Kathrin Gerlof erzählt mit magischer Lakonie.« Berliner Zeitung

Kathrin Gerlof, geboren 1962 in Köthen/Anhalt, lebt als Journalistin und Autorin in Berlin. 2008 debütierte sie mit "Teuermanns Schweigen". Ihr zweiter Roman "Alle Zeit" wurde euphorisch besprochen. Nach "Lokale Erschütterung" erschien "Das ist eine Geschichte" (2014), ein weiterer Roman über »Brandstellen und wunde Punkte der deutschen Historie« (Berliner Zeitung).

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