Wie wäre das Leben verlaufen, hätte man die eine entscheidende Abzweigung nicht genommen? Eines Morgens erwacht Toni nicht wie gewohnt neben ihrem langjährigen Freund in ihrer kleinen Altbauwohnung, weil die Dielen knarren und die Nachbarn viel zu laut sind. Nein. Zu ihrer Verwunderung befindet sie sich in einer großzügig geschnittenen Wohnung. Alles hell, ordentlich, teuer eingerichtet. Und der Blick aus dem Fenster? Seltsam vertraut. Antonia versteht: Sie ist wieder in dem Dorf ihrer Kindheit. Nach und nach erfährt sie, dass sie hier ein beschauliches Leben führt, bürgerlich geordnet, mit Auto vor der Tür, Schwiegermutter nebenan und Kind auf dem Schoß. Kind auf dem Schoß? Antonia kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ist das etwa ihr Baby? Und der Vater dazu? Offenbar ihre erste große Liebe - ein Mann, den sie nie ganz vergessen konnte. Anne Sauer erzählt davon, wie das eigene Leben verlaufen könnte, hätte man die eine entscheidende Abzweigung nicht genommen. -Im Leben nebenan- spiegelt zwei Lebensszenarien einer jungen Frau, erzählt im Wechsel von zwei Versionen eines Lebens und nimmt dabei mit gebotenem Humor, Gefühl und Leichtigkeit den Horror von gewollter und ungewollter Mutterschaft in den Blick: das große Glück mit Kind, aber auch: ohne Kind zu leben. 'Anne Sauer kann amüsant, witzig, berührend und mit unerwarteter Melancholie davon erzählen, was im Leben so alles schiefläuft' Christine Westermann 'Anne Sauer zu lesen ist wie Serie schauen: mitreißend und süchtig machend!'Ruth-Maria Thomas 'Mit beeindruckender Konsequenz, Einfallsreichtum und Verve verwebt Anne Sauer beklemmend und präzise, abgründig und soghaft ein Frauenleben mit und ohne Kind. Dieses Buch erzählt berührend und sehr überraschend von Sehnsucht, Freiheit und Zumutung.'Maria-Christina Piwowarski
zum Produkt € 23,00*
Ich wurde 1927 auf einer Tanzfläche in Buenos Aires gezeugt ... So beginnt Litas wundersame Reise mit ihrer schönen Mutter Fabiola, die neben Schuhen vor allem Tango liebt und so manches Chaos anzieht. Als die beiden dank dieser Eigenschaft gezwungen sind, ihre Heimat Hals über Kopf zu verlassen, landen sie unplanmäßig auf einer windgepeitschten Insel vor der Küste Neufundlands. Unterschlupf finden sie in einem Seemannsheim, das von einer Vielzahl schrulliger Charaktere bewohnt wird. Lita freundet sich schnell mit der gehörlosen Tochter der Gastgeber an, der einzigartigen Oona McGregor. Als sie den auf der Insel lang herbeigesehnten Mr. Saito das erste Mal begegnet, der mit seinem Wanderkino Nachrichten aus aller Welt zu ihnen bringt, ahnt Lita nicht, dass er ihr Leben für immer verändern wird. Mr. Saitos reisendes Kino ist eine unvergleichliche Odyssee über das Finden von Familie an unerwarteten Orten, einen Fischerjungen mit bernsteinfarbenen Augen, Herzklopfen, entlaufene Tangoschuhe und die Liebe in all ihren Formen. 'Das Beste, was ich seit sehr, sehr langer Zeit gelesen habe.'Jussi Adler Olsen 'Ein Hauch John Irvingund eine Prise Isabel Allende.'Magasinet Liv 'Allerfeinste Erzählkunst über unerwartete Rettungen und die Spielarten der Liebe.' Für Sie 'Mit Mr. Saitos reisendes Kino hat Annette Bjergfeldt einen bezaubernden Roman über Liebe, Freundschaft und das Ankommen geschrieben.' Die Presse
zum Produkt € 24,00*
Jedes Jahr im Dezember kam für die Kinder Tolkiens ein Umschlag mit einer Briefmarke vom Nordpol an. Darin war jeweils ein Brief in seltsam krakeliger Handschrift und eine wunderschöne farbige Zeichnung. Die Briefe vom Weihnachtsmann erzählen phantastische Geschichten vom Leben am Nordpol: Wie es dazu kam, dass alle Rentiere ausbrachen und die Weihnachtsgeschenke rundum verstreuten; - wie der Polarbär, der alte Unglücksrabe, den Nordpol erklomm und durch das Dach mitten ins Esszimmer des Weihnachtsmannes stürzte; - wie er den Mond in vier Stücke zerbrach und wie deshalb der Mann im Mond in den Garten hinterm Haus fiel; - wie man sich mit der lästigen Koboldhorde bekriegen musste, die in den Gewölben unter dem Haus lebte. Von der ersten Nachricht an Tolkiens ältesten Sohn im Jahr 1920 bis zum letzten rührenden Brief von 1943 an seine Tochter enthält dieses bezaubernde Buch alle Briefe und Zeichnungen.
zum Produkt € 14,00*
Krieg dem Kriege und ein Leben für den Frieden
Ernst Friedrich (1894-1967) führte ein Leben, in dem sich die die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts spiegelt. Vom Kleinbürger, der sich als Arbeiterkind ausgab, zum Anarchopazifisten, vom Schauspieler zum Gründer des ersten Antikriegsmuseums: Friedrichs Weg führte ihn durch die Grauen des Ersten Weltkriegs und die Wirren der Weimarer Republik, der Nazizeit und ins Exil. Agnes Imhof schildert seine Biografie so fesselnd wie eindrücklich und beleuchtet seinen unermüdlichen Kampf für Frieden und Freiheit, den er mit politischem Engagement und einzigartigem Lebensmut verband.
- Die erste umfassende Biografie über Ernst Friedrich, einen Wegbereiter des Pazifismus
- Ein faszinierendes Kaleidoskop der Weimarer Republik und der Friedensbewegung
zum Produkt € 28,00*
Hingucken statt wegsehen! Der alltägliche Rassismus und seine tiefe Verwurzelung in unserer Gesellschaft zeigt sich nicht nur in Wahlergebnissen, 'Ausländer raus'-Gesängen oder Hakenkreuz-Schmierereien im Straßenbild. Menschen mit internationaler Familiengeschichte müssen Übergriffe fürchten und bangen um ihre Sicherheit. Wie erleben Betroffene konkret diesen Hass, und welche Auswirkungen hat er auf ihr alltägliches Leben? Waslat Hasrat-Nazimi beleuchtet, wie das Leben in Deutschland - ein Land, das lange als Land der Möglichkeiten galt - zunehmend von Angst, Ausgrenzung und einer allgemeinen Entfremdung geprägt wird. Sie sucht nach Wegen, der zunehmenden Polarisierung und Hetze entgegenzuwirken und plädiert für eine Gesellschaft, die für Vielfalt und gegenseitigen Respekt steht. Dafür spricht sie mit Expert:innen und Aktivist:innen wie u. a. Enissa Amani, Tupoka Ogette, Aileen Puhlmann, Lamya Kaddor, Kübra Gümü-ay, Karim Fereidooni, Sawsan Chebli und Emilia Roig.
zum Produkt € 14,00*
Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Wer ist man, wenn man niemand ist? Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn Hardy nennt und schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen. Klug, einfühlsam und berührend erzählt Susanne Abel in ihrem neuen Roman von der lebenslangen Liebe zweier Heimkinder. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend. Eindringlich und aufrüttelnd. Ein bewegender Familienroman über den Einfluss unserer Vergangenheit auf unsere Nachkommen. Die kleine Emily leidet unter dem hartnäckigen Schweigen ihrer Urgroßeltern Margret und Hardy, bei denen sie wegen des unsteten Lebenswandels ihrer Mutter aufwächst. Als Jugendliche beginnt sie schließlich, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Wird es ihr gelingen, das Erbe der unverarbeiteten Traumata ihrer Familie endlich aufzubrechen? 'Susanne Abel schreibt unterhaltsame, sogar humorvolle Romane aus dem Elend, in das wir alle hineingeboren werden, ohne es uns aussuchen zu können. Chapeau!' stern
'Seit Tagen wechselten sich Schnee und Regen ab, und es war glatt. Deshalb musste jedes größere Kind ein kleineres an die Hand nehmen. Und so marschierten die Heimkinder in Zweierreihen im Dunkeln hinunter nach Drolshagen. Der Zug wurde angeführt von zwei größeren Jungs, die mit Marschtrommeln den Rhythmus vorgaben. Dahinter schritt die Oberin, gefolgt von den übrigen Nonnen. Anders als sonst nahm es an diesem 24. Dezember 1947 niemand mit dem üblichen Redeverbot so genau. Doch mit wem hätte Margret sprechen sollen? Der kleine Kerl neben ihr, von dem sie nur die Nummer und nicht den Namen kannte, war dafür zu dumm. Er rutschte aus und Margret konnte nur durch beherztes Zugreifen verhindern, dass er stürzte und am Ende auch noch sie zu Fall brachte. -Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104-, ermahnte sie ihn. Der Kleine gab keine Antwort und setzte tapfer einen Fuß vor den anderen.'
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AUF DER FLUCHT VOR HITLER: ALS DIE SCHRIFTSTELLER EUROPA VERLIEßEN Juni 1940: Hitlers Wehrmacht hat Frankreich besiegt. Die Gestapo fahndet nach Heinrich Mann und Franz Werfel, nach Hannah Arendt, Lion Feuchtwanger und unzähligen anderen, die seit 1933 in Frankreich Asyl gefunden haben. Derweil kommt der Amerikaner Varian Fry nach Marseille, um so viele von ihnen wie möglich zu retten. Uwe Wittstock erzählt die aufwühlende Geschichte ihrer Flucht unter tödlichen Gefahren. Es ist das dramatischste Jahr der deutschen Literaturgeschichte. In Nizza lauscht Heinrich Mann bei Bombenalarm den Nachrichten von Radio London. Anna Seghers flieht mit ihren Kindern zu Fuß aus Paris. Lion Feuchtwanger sitzt in einem französischen Internierungslager gefangen, während die SS-Einheiten näherrücken. Sie alle geraten schließlich nach Marseille, um von dort einen Weg in die Freiheit zu suchen. Hier übergibt Walter Benjamin seinen letzten Essay an Hannah Arendt, bevor er zur Flucht über die Pyrenäen aufbricht. Hier kreuzen sich die Wege zahlreicher deutscher und österreichischer Schriftsteller, Intellektueller, Künstler. Und hier riskieren Varian Fry und seine Mitstreiter Leib und Leben, um die Verfolgten außer Landes zu schmuggeln. Szenisch dicht und feinfühlig erzählt Uwe Wittstock von unfassbarem Mut und größter Verzweiflung, von trotziger Hoffnung und Mitmenschlichkeit in düsterer Zeit. "Lieber Feuchtwanger, wir brauchen Mut heute. Wie viel Prozent Hoffnung geben Sie uns?" "Wie viel Hoffnung? Fünf Prozent." - Über die Flucht von Heinrich Mann, Anna Seghers, Franz Werfel, Hannah Arendt, Lion Feuchtwanger, Walter Benjamin und vielen anderen - Eine szenisch dichte Chronik von Mut, Verzweiflung und Mitmenschlichkeit - Marseille 1940: Wo sich die Wege zahlreicher Schriftsteller und Intellektueller kreuzten - 40000 verkaufte Exemplare von «Februar 33» - Der Autor steht für Veranstaltungen zur Verfügung - Digitales Leseexemplar auf NetGalley - Leseexemplar Geplante Veranstaltungen: - 17.1. Media Campus Frankfurt - 15.2. Deutsche National bibliothek Frankfurt - 5.3. Literaturhaus München mit Axel Hacke
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Die Polizei zieht Privatermittlerin Holly Gibney zurate. Ein anonymes Schreiben hat eine Mordserie angekündigt. Das erste Opfer ist eine unbescholtene Frau, in der Hand hält sie einen Zettel. Der Name darauf verweist auf eine Geschworene, die an der Verurteilung eines Unschuldigen beteiligt war, der im Gefängnis erstochen wurde. Der verrückte Täter tötet als "Sühneakt" wahllos Ersatzopfer anstelle der Geschworenen? "Die Schuldigen am Tod des Unschuldigen sollen leiden", hieß es. Das Morden geht weiter. Während Holly fiebrig das Puzzle zusammensetzt, hat sie auch alle Hände voll damit zu tun, Anschläge auf eine Feministin abzuwehren, der sie als Personenschützerin dient. Wie zielgerichtet strebt alles auf eine einzige große Katastrophe zu.
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Nilay will los. Am liebsten noch heute Nacht, von Berlin nach Istanbul. Seit Wochen verfolgt sie mit ihren Eltern die Nachrichten vom Taksim-Platz: die Bilder der Proteste, das Rufen nach Freiheit. Selim und Hülya sind außer sich. Sie selbst waren Kinder in den Straßen Izmirs. Dann kam der Putsch, im September 1980. Es folgten Jahre der Willkür, doch sie glaubten an eine Zukunft in der Türkei. Schließlich hatten sie sich und fanden Wege des Widerstands. Dreißig Jahre später zieht es ihre Tochter in das Land, das sie hinter sich ließen, in der Hoffnung, anderswo frei zu sein.
Mit großer Dringlichkeit und Hellsicht erzählt Özge Inan die Geschichte einer Familie, die nicht aufgibt. Eine Geschichte von Freundschaft und Verrat, von Liebe und Wut.
»Özge Inan erzählt von Menschen, die tausend Gründe hätten, keinen Widerstand zu leisten - und die dennoch nicht zu brechen sind. Ein so lebendig erzählter, beeindruckender Roman.« Shida Bazyar
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Der Feminismus, die älteste Menschenrechtsbewegung der Welt, wurde über die Jahrhunderte immer wieder zurückdrängt. Mit jedem Backlash wurden Protagonistinnen und ihre Ideen vergessen. Dieses Buch erzählt von Frauen wie Marie de Gournay, Olympe de Gouges, Clara Zetkin, Hedwig Dohm, Kate Millet, Huda Sharawi, Fatima Mernissi bis hin zu zeitgenössischen Feministinnen wie Chimamanda Ngozi Adichie und Rebecca Solnit. Es stellt die Thesen ihrer wichtigsten Werke vor und steckt aktuelle Brennpunkte ab. Dabei gibt Agnes Imhof einen Überblick über eine Vielzahl von Strömungen und Positionen. Denn Feminismus war und ist divers. Agnes Imhof beleuchtet die bürgerlichen und proletarischen Bewegungen ebenso wie die antikolonialen Frauenbewegungen in Afrika und Lateinamerika und beschreibt Welle um Welle im Kontext der Zeit und porträtiert dabei außergewöhnlich mutige, kluge und leidenschaftliche Frauen, die wir feiern sollten.
zum Produkt € 26,00*