Raus aus dem Alltag, rein in den kuriosen Kosmos von El Mago Masin!
Auf ein Wort vor Ort mit der Landessprecherin Ann-Sophie Bohm und der Landessprecher Bernhard Stengeleder der Grünen in Thüringen.
COVID-19 ist mit der Erkrankung an sich für viele noch nicht vorbei. Rund 10 Prozent der Deutschen sind von Long COVID betroffen, einer tückischen Krankheit, die meist nach eher mild verlaufenden Infektionen entsteht und die Forschung vor Rätsel stellt. Wer vormals gesund, sportlich und leistungsstark war, hat langanhaltend mit Erschöpfung, Atemnot, Schmerzen, Gedächtnisproblemen und anderen Symptomen zu kämpfen. Dr. Claudia Ellert, Ärztin, Triathletin und Mutter, weiß, wovon sie spricht: 2020 erkrankte sie selbst an COVID-19 und hatte im Anschluss wegen Long COVID stark mit ihrer Rückkehr in den Alltag zu kämpfen. Seither engagiert sie sich für die Aufklärung über die "neue Volkskrankheit" und entwickelt Reha-Programme für Betroffene. In ihrem Praxisbuch vereint sie Fach- und Erfahrungswissen und gibt einen Überblick über die verschiedenen Ausprägungen von Long COVID. Sie stellt Therapien vor, die wirklich helfen, und gibt Tipps zur Selbsthilfe, die jede/r selbst begleitend umsetzen kann. Damit der Weg zurück ins Leben gelingt.
Die Autorin Grit Lemke, die schon mit ihrem Grimmepreis-nominierten Film Gundermann Revier einen tiefen Blick in das Leben ihrer Heimatstadt Hoyerswerda geworfen hatte, arbeitet nun die Biografie ihrer komplexen Generation auf. In einem dokumentarischen Roman verschränkt sie virtuos die Stimmen der Kinder von Hoy zu einer mitreißenden Oral History. In den sechziger und siebziger Jahren waren sie mit ihren Eltern nach Hoyerswerda gekommen, eine DDR-Musterstadt: aus dem Heideboden gestampft, aus Bauelementen zusammenmontiert. Morgens rollen die Eltern in Schichtbussen davon, die Kinder wachsen in einem großen Kollektiv auf. Die Erzählerin wird Teil der Kultur- und Kunstszene um Gerhard Gundermann, den Springsteen des Ostens. Eine Art proletarische Bohemè entwickelt sich: nachts im Kellerclub, morgens im Schichtbus. Doch der Wiedervereinigung folgen Massenentlassungen, und ein latent vorhandener Rassismus gegen in der Stadt lebende Vertragsarbeiter sowie eine schnell erstarkende Rechte führen zu Ausschreitungen. Die Kulturszene bleibt tatenlos, doch auch für sie wird danach nichts mehr sein, wie es war.
"Vergessen Sie das Kind, es wird nicht leben." Mit diesen Worten wird Eva Umlaufs Mutter Anfang 1945 in Auschwitz konfrontiert. Ihre Tochter, mit zwei Jahren eine der Jüngsten im Lager, ist abgemagert und todkrank. Eva Umlauf wird sich später nicht an diese Zeit erinnern können, und dennoch schlummert das Erbe ihrer Vergangenheit unter der Oberfläche und prägt ihren gesamten Lebensweg.
»Eine vielschichtige Autobiografie [...], die weit über das Einzelschicksal ihrer Familie hinausgeht.« ("Der Tagesspiegel")
»Umlauf gelingt es, ihre mehrjährige Recherche als lebendige Reportage aufzuschreiben.« ("Potsdamer Neueste Nachrichten")
»Unter all den intimen Erinnerungen aber ist stets das verdrängte Trauma des Todeslagers zu spüren. Es wird persönlich zur Sprache gebracht und trägt so wohl am besten zur Aufarbeitung bei.« ("Die Presse")
Maren Gottschalk liest aus der, zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl erschienenen Biografie. "Können wir hinter dem Heldinnenbild überhaupt noch den Menschen Sophie Scholl erkennen?" … Maren Gottschalk erzählt schnörkellos, dabei farbig und mit großem Einfühlungsvermögen von der jungen Frau, deren Lebenswelt der heutigen sehr fern ist.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung statt.
Mit einer musikalischen Revue in bester 20er-Jahre-Tradition lassen Gonska & Bergner
dieses Jahrzehnt der Gegensätze wieder aufleben. Wir hören viel Musik, jazzige
Vertonungen von toller Lyrik aus der Zeit zwischen dem Weltkriegen. Dazu entfalten die
beiden Akteure ein lebendiges Panorama dieser Dekade in den Berichten bekannter
Zeitgenossen wie Friedrich Hollaender, Oskar Maria Graf, George Grosz und Kurt
Tucholsky.
Wir lernen ein Deutschland kennen, das nach Weltkrieg und Revolution versucht, in den
von Hunger und Verlust gezeichneten Metropolen eine neue Kultur und Kunst zu
etablieren.
Aber nicht nur die Prominenten dieser Jahre kommen zu Wort.
Mit einem Stück seiner eigenen Familiengeschichte erzählt der Autor Bergner, wie sein
Großvater nach Kriegsdienst in der kaiserlichen Marine und dem Kieler Matrosenaufstand
mit wenig Glück versucht, in der sächsischen Provinz ein bescheidenes Stück Wohlstand
für seine Familie zu erarbeiten. Und wie seine älteste Tochter nach dem frühen Tod des
Vaters begeistert den Versprechungen der Nationalsozialisten hinterherläuft. Und so enden
die deutschen 20er Jahre turbulent, mit Hoffnungen im Kleinen und im Großen, aber auch
– wie wir heute wissen – mit einer düsteren Vorahnung.
Ein Waldstück, das wir gut kennen, eine Wiese in der Marsch, ein kristallklarer Bergsee, ein Apfelbaum, an dem wir immer wieder vorbeilaufen. Natur berührt uns, ist Teil unseres Lebens und lässt uns heimisch fühlen. Unser Land besteht zu drei Vierteln aus Feldern, Wäldern, Wiesen, aus einer Vielfalt mehr oder weniger natürlicher Lebensräume zwischen Küste und Bergen. Je besser wir die Landschaften und ihre pflanzlichen und tierischen Bewohner kennen, je deutlicher wir uns unserer Verbindung zu ihnen bewusst werden, desto besser können wir sie auch schätzen und schützen. Der Biologe und preisgekrönte Naturfilmer Jan Haft lenkt unseren Blick auf das unscheinbare Detail genauso wie auf das große Ganze der heimischen Natur und führt uns ihren Wert, ihre Schönheit und ihre Gefährdung vor Augen.
Die Mühlhäuser Stadtmauer zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Wehranlagen im deutschsprachigen Raum. Ihre ältesten Teile gehen bis in das frühe 13. Jahrhundert zurück. Sowohl der begehbare Teil, der heute von den Mühlhäuser Museen genutzt wird, als auch die übrigen Partien dieses einzigartigen Denkmals werden nun auch mittels einer handlichen Publikation in Text und Bild erlebbar. Autor der gründlich überarbeiteten Neuauflage ist der Mühlhäuser Historiker Peter Bühner, der mit versiertem Blick dem Besucher die Besonderheiten der Stadtmauer vermittelt. Die umfangreiche Ausstattung des Büchleins durch zahlreiche aktuelle sowie historische Aufnahmen und einen Lageplan geben dem Betrachter die Möglichkeit, die Anlage vor Ort kennenzulernen und zu erkunden sowie im Nachgang den Besuch entsprechend zu reflektieren. Dabei stehen neben einem Rundgang durch die erhaltenen Teile auch geschichtliche Fakten im Vordergrund sowie entsprechende Verweise auf die heute nicht mehr vorhandenen Tore und Türme, die vor allem während des 19. Jahrhunderts durch Abriss vollkommen verschwanden. Ein kleines Fachglossar und ein Literaturverzeichnis am Schluss der Broschüre geben dem interessierten Leser zudem eine weiterführende Orientierung und runden die Publikation ab.
Bestsellerautorin Margot Flügel-Anhalt hält es nach ihrem Motorradtrip um die halbe Welt nicht lange in Deutschland: Mit 65 Jahren, einem 24 Jahre alten Benz und ohne Reisepass macht sie sich auf, um 15 Länder über 18.000 Kilometern bis nach Südostasien zu bereisen. Die rüstige Rentnerin erzählt in "Einfach abgefahren" nicht nur von berührenden Begegnungen mit Fremden und atemberaubenden Landschaften, sondern auch von bedrohlichen Momenten in Kriegs- und Krisengebieten. Ihre fesselnden Geschichten von unterwegs ziehen unweigerlich in den Bann und man stürzt sich ohne Zögern mit in dieses einmalige Abenteuer.
Das beeindruckende Reisememoir einer beeindruckenden Frau, die die Freiheit in der Welt sucht und findet.