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Private arbitral tribunals constitute an important alternative to state courts, particularly in disputes arising out of international commercial contracts. Lower costs, faster proceedings, flexibility, confidentiality, and procedural autonomy are frequently cited as advantages. An economic perspective, however, takes a different approach: it examines the benefits parties expect from including an arbitration clause and the costs they weigh against those benefits.
Gerhard Wagner does not develop a formal mathematical model but rather a qualitative economic framework, which he tests against existing empirical studies. He adopts a comprehensive view of the international dispute resolution landscape. In addition to Germany, he conducts a comparative analysis of France, England, and Switzerland, assessing their competitive positions.
Demand for arbitration is driven less by cost advantages than by expected benefits. Parties seek the most accurate possible enforcement of contractual rights and obligations in order to maximize the joint value of their contract. This objective is balanced against financial and temporal costs, as well as potential effects of disclosing confidential information.
On the supply side, arbitrators, arbitral institutions, legislators, and state courts play a role. These actors are not neutral but pursue their own interests and respond to party preferences. Common assumptions about party-appointed arbitrators or a tendency toward "split-the-difference" awards do not withstand scrutiny. In the competition among arbitral seats, England is widely regarded as leading, while France, Switzerland, and Germany each offer distinct profiles. The study concludes by examining the relationship between arbitration and mediation and by discussing the broader effects of confidential dispute resolution.
Born 1962; PhD in 1989 (Göttingen); habilitation in 19997 (Göttingen); holds the Chair for Private Law, Business Law and Law and Economics at Humboldt University of Berlin.
I. Einleitung
II. Einseitige Wahl des Gerichts: forum shopping
1. Prozessrisikoanalyse des Anspruchstellers
2. Die erwarteten Prozesskosten
3. Vergleich mehrerer Gerichte: forum shopping
4. Die Angebotsseite
5. Bewertung
III. Einverständliche Wahl des Forums
1. Gerichtsstands- und Schiedsvereinbarungen
2. Keine Optimierung der Siegchancen
3. Maximierung des Vertragsnutzens
4. Beeinflussung der Entscheidung über Erfüllung oder Vertragsbruch
5. Vorbehalt: Effizienz des materiell-rechtlichen Vertrags
6. Kosten
7. Einschränkungen in der realen Welt
8. Agenturkosten
9. Die Reaktion der Marktgegenseite: Gesetzgeber und Gerichte
10. Bewertung
IV. Die Nachfrage nach Schiedsgerichtsbarkeit
1. Vereinbarungen ex ante und ex post
2. Anwendung des Maximierungskalküls auf die Schiedsgerichtsbarkeit
3. Der Nutzen der Schiedsgerichtsbarkeit bei Binnenstreitigkeiten
4. Grenzüberschreitende Streitigkeiten
5. Kosten
6. Verfahrensdauer
7. Institutionelle vs. Ad-hoc-Schiedsgerichtsbarkeit
8. Entscheidungsheuristiken der Parteien
9. Agenturkosten
V. Was maximieren Schiedsrichter? - Anreizdynamiken im Schiedsgericht
1. Wettbewerb auf dem Markt für schiedsrichterliche Streitbeilegung
2. Keine wirtschaftlichen Anreize für Richter staatlicher Gerichte
3. Schiedsrichter als kommerzielle Dienstleister
4. Neutralität der Vorsitzenden und Einzelschiedsrichter
5. Parteibenannte Schiedsrichter in der Zwickmühle
6. Tendieren Schiedsgerichte zu faulen Kompromissen?
VI. Gesetzgeber und Schiedsinstitutionen
1. Die erweiterte Angebotsseite
2. Schiedsinstitutionen
3. Wettbewerb der Schiedsrechtsordnungen
VII. Tiefenstruktur und "Philosophie" der Schiedsverfahrensrechte
1. Wettbewerbsstrategien europäischer Schiedsplätze
2. Das französische Modell: Internationale Schiedsgerichtsbarkeit als autonomes transnationales Rechtssystem
3. Gegenmodell England: Symbiose von staatlicher Justiz und privater Schiedsgerichtsbarkeit
4. Das schweizerische Modell: Neutralität und Pragmatismus
5. Deutschland
6. Fazit: Gerichte und Wissenschaft als Akteure des Wettbewerbs
VIII. Empirie: Das Ranking der Schiedsplätze
1. Empirische Daten
2. Interpretation der Befunde
3. Die Position Deutschlands im Wettbewerb der Schiedsstandorte
IX. Alternative Streitbeilegung als Alternative
1. Die Schiedsgerichtsbarkeit im Menü der ADR-Mechanismen
2. Kostenvorteile der Mediation und anderer ADR-Mechanismen
3. Der (geringere) Nutzen von Mediation und ADR
4. Empirische Evidenz
5. Versteckte Kosten und Risiken von Mediationsklauseln
X. Externalitäten der Schiedsgerichtsbarkeit
1. Konkretisierungs- und Rechtsfortbildungsfunktion der Zivilgerichte
2. Kein Beitrag der Schiedsgerichte
3. Gewichtung der Externalitäten
XI. Die Zukunft der Schiedsgerichtsbarkeit
1. Kritik an der Schiedsgerichtsbarkeit
2. Legitime Parteiinteressen an schiedsrichterlicher Streitbeilegung
3. Verfassungsrechtliche Gewährleistung der Schiedsgerichtsbarkeit
4. Geheimjustiz?
5. Unionsrechtliche Einschnürung der Schiedsgerichtsbarkeit
6. Bilanz: Ökonomischer Nutzen und rechtlicher Status der Schiedsgerichtsbarkeit