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Martin Warnkes im Sommersemester 1997 an der Hamburger Universität gehaltene Vorlesung zu Albrecht Dürer behandelt dessen Werk unter einem sehr aktuellen Gesichtspunkt - dem der Mediengeschichte.
Was kann man zu einer der Hauptfiguren der deutschen Kunst, zu Albrecht Dürer, noch Neues sagen? Martin Warnkes 1997 in Hamburg gehaltene Vorlesung gibt zunächst einen "klassischen" Überblick über 'Leben und Werk' des Künstlers. Sie vermittelt Einblicke in die Historizität wissenschaftlichen Arbeitens und in jüngere Denkschulen wie die der Mentalitätsgeschichte. Im Zentrum aber steht ein anderes Interesse: die Betrachtung von Dürer unter mediengeschichtlichen Gesichtspunkten. Dürer war ein erfolgreicher Unternehmer, der es sowohl in der Grafik als auch in der Malerei und der Kunsttheorie zu hoher Meisterschaft brachte. Warnke kann zeigen, dass der Schlüssel zu Dürers Werk gerade im gezielten Umgang mit den unterschiedlichen Medien liegt: Zeichnungen sind Privatsache, die Druckgrafik kann in alle Welt versendet werden. Mit der Frage, durch welche künstlerischen Mittel man ein jeweils spezifisches Publikum erreicht, stellt Warnke das Œuvre Dürers in einen aktuellen, kommunikationstheoretischen Kontext. Der entspannte Vorlesungston macht den Einstieg in das Thema zu einem Vergnügen: Immer wieder lockert Warnke das dichte Gewebe seines Textes durch kurze Exkursionen ins Zeitgenössische auf. Daneben aber führt er - mit Detailanalysen von höchster Konzentration - in die 'Kunst des Sehens' ein. Letzte Instanz bleibt das Auge.
Martin Warnke (1937-2019) lehrte Kunstgeschichte in Marburg und Hamburg, wo er das Aby Warburg Haus neu begründete. Am bekanntesten sind seine Werke 'Der Hofkünstler', 'Rubens' und 'Velázquez'. Zuletzt erschien 'Künstlerlegenden' (2019), 'Schütteln Sie den Vasari ... Kunsthistorische Profile' (2017) und 'Zeitgenossenschaft' (2014).