Hier finden Sie unsere persönlichen Buchempfehlungen. Lassen Sie sich davon inspirieren und sprechen Sie uns auch gerne in unserer Buchhandlung in Bad Kreuznach darauf an.
Es braucht ein ganzes Dorf ...
In Vera Zischkes neuem Roman hält die alleinerziehende Mutter eines erwachsenen, autistischen Sohnes lange ohne jede Hilfe von außen durch, ignoriert beharrlich ihre intensiver werdenden Bauchschmerzen, bis sie eines Tages auf der Straße zusammenbricht und notoperiert werden muss. Während Pina im künstlichen Koma auf der Intensivstation liegt, wundert sich ihr Sohn Leo, der vorübergehend bei der 86jährigen Nachbarin Inge untergebracht ist, wo seine „Mutsch“ bleibt und wird immer unruhiger. Die besorgte Inge weiß nicht, was mit Pina geschehen ist, aber sie weiß, dass sie Leo weder allein lassen noch sich selbst um ihn kümmern kann. Umsichtig und lebenserfahren wie sie ist, gelingt es ihr, zwei andere Nachbarn im Mehrfamilienhaus zu aktivieren, die absolut nicht gewohnt sind, Verantwortung zu übernehmen.
Die beiden jungen Leute sind nicht begeistert davon, sich um Leo kümmern zu müssen, entwickeln aber nach und nach Verantwortungsbewusstsein und Zuneigung für Leo. Zusammen mit Inge, die plötzlich wieder laufen und ihre Wohnung verlassen kann, schaffen es die drei „schrägen Vögel“, Leos Alltag und seine komplizierten Bedürfnisse zu managen.
Neben diesen unfreiwilligen Helfern in der Not tauchen im Lauf des Romans noch weitere Personen auf, von denen unerwartet Hilfe kommt. Denn Leo hat noch einen Opa, Pinas Vater, der bislang nicht so recht wusste, wie er seine Tochter unterstützen und Zugang zu Leo finden kann und der sich nun einbringt. Und auch Sam, Pinas empathischer Krankenpfleger, der schon mal Regeln bricht, wenn es seinen Patienten dient, ist an Pinas Seite. Als sie aus dem Koma erwacht, hilft er ihr in einfühlsamen Gesprächen, Abstand zu ihrer übergroßen Verantwortung zu gewinnen und sich langsam im Alltag wieder zurechtzufinden. Allein seine Anwesenheit macht Pinas Leben nicht perfekt, aber leichter, und vielleicht entwickelt sich daraus eine zarte Liebesgeschichte ...
Es sind chaotische, aber liebenswerte Charaktere, die Vera Zischke in „Pina fällt aus“ eindringlich beschreibt. Nach ihrem erfolgreichen Debütraum „Alva liebt noch“ ist Vera Zischke hier wiederum eine gut und spannend erzählte, berührende Geschichte gelungen - sehr lesenswert!
zum Produkt € 21,99*
Frankie ist zurück. Und Goldt. Und Anna. Und der Professor. Und... obwohl, Goldt eigentlich nicht.
Der sitzt immer noch in der Klapse, wo er sich gegen und wegen der "Abmurkserei" behandeln lässt. Wenn er da nicht gerade redet oder atmet, malt er merkwürdige Bilder - im Ernst, Anna behauptet, das solle Frankie sein, völliger Schwachsinn, das ist doch logisch 'ne Giraffe ohne Hals ...
Und damit fing das ganze Elend an. Frankie hat nämlich die große Vermissung, und dann geht er verloren. Der Versuch nach Hause zurückzufinden erweist sich schwerer als geahnt, denn - wer hätte es wissen können - Zuhause ist gar kein Ort, sondern Ansichtssache, und jeder, den Frankie fragt, hat eine andere Antwort. Wieder so ein menschengemachter Mist, genau wie die Nummer mit dem Lebenssinn. Menschengemachter Mist ist auch die "Kanackensammelstelle", sowas wie ein Tierheim für Menschen, aus dem Shattab abgehauen ist. Frankie war auch schon mal im Heim und die beiden sind sich einig, dass sie da nie wieder hin zurück gehen. Also tun sie sich zusammen und sind kurz darauf auf der Flucht vor dem Sheriff.
Sie begegnen Ruth, die 102 Jahre alt ist und vielleicht mal John Lennon fotografiert hat - oder auch nicht -, und für die es das Allerwichtigste ist "ein Mensch zu sein", Jakob dem Lügner, der das mit dem Menschsein irgendwie ähnlich sieht, und leider sehr vielen Menschen, die das Konzept gar nicht verstanden haben.
Frankies zweites Abenteuer ist ein herzzerreißender Roadtrip, eine fantastisch schräge Coming-of-age-Geschichte über zwei Huckleberry Friends. Wie bereits sein Vorgänger der Stoff für Legenden - das weiß, logisch, jeder.
zum Produkt € 23,00*
Aus der Perspektive des 14-jährigen Noah erleben wir den Alltag seiner Familie in einer Stadt, in der die Mudschaheddin, sogenannte Gotteskrieger, die Macht übernommen und ein Kalifat ausgerufen haben. Noah erzählt uns von seinem traditionellen Hobby, der Taubenzucht, die er von seinem Onkel Ali gelernt hat und die einen wichtigen Teil seines Lebens darstellt, aber auch von den kolossalen Veränderungen, die die Familie, die gesamte Stadt und letztlich auch die Tauben aufgrund der totalitären Herrschaft erleiden müssen. Noah erlebt einen Sommer voller Umbrüche: Für seinen Vater muss er Frauenkörper auf Produktfotos schwärzen, sein älterer Bruder steigt zum Leiter einer Sicherheitsbehörde auf, seine Mutter und seine Schwester dürfen nicht mehr allein aus dem Haus ‒ verlieren sämtliche Freiheiten. Auch die Männer spüren starke Auswirkungen: Schulen werden geschlossen, Tätigkeiten verboten, Kunst, Kultur, Musik dürfen nicht mehr frei gewählt werden – jeder Nachbar ein möglicher Denunziant. Die starren Regeln zerstören Familien, auch durch Noahs Familie geht ein Riss, Freundschaften werden aufgelöst, Umerziehungslager sollen den jungen Menschen die neue Ideologie einpflanzen. Die andauernde Angst, etwas Falsches zu tun, macht auch Noah im Verlauf der Geschichte immer nervöser und er traut sich kaum noch aus dem Haus. Und bald schon steht auch das Leben seiner geliebten Tauben auf dem Spiel …
Die literarische Sprache des vielfach ausgezeichneten Autors, der 2017 Mainzer Stadtschreiber war, weist immense Symbolkraft auf und wirkt beim Lesen nach. Die Tauben als Symbol für den Frieden und die Schönheit des Lebens, die Mudschaheddin als deren Zerstörer: Der letzte Sommer der Tauben erzählt vom frühen Verlust der Kindheit, dem Wunsch nach Religionsfreiheit ohne Fanatismus, und vom Aufbegehren in einer von Willkür und Gewalt bestimmten Gesellschaft. Absolut lesenswert!
zum Produkt € 24,00*
Arthur Opp ist stark übergewichtig und hat sein Haus in Brooklyn seit vielen Jahren nicht mehr verlassen. Alles was er braucht, bestellt er online oder telefonisch. Sein einziggebliebener Kontakt ist mit seiner langjährigen Brieffreundin Charlene. Sie lernten sich kennen, als Arthur noch Literaturprofessor war und Charlene seine Studentin. Danach trafen sie sich einige Male - vielleicht weil sie die eigene Einsamkeit im jeweils anderen entdeckten - schreiben sich seit Jahren aber nur noch Briefe.
Vor Kurzem rief Charlene an und bat Arthur ihrem Teenagersohn Kel bei der Vorbereitung aufs College zu helfen. Doch dafür müsste Arthur ihr gestehen, dass er über 200 Kilo wiegt, dass er nicht mehr arbeitet, dass er seine Tage alleine Zuhause verbringt...
Währenddessen lebt Kel alleine mit seiner mittlerweile alkoholkranken Mutter in Yonkers. Sie konnte für ihn einen Platz an einer Schule in einer besseren Gegend bekommen. Doch Kel selbst erhofft sich für seine Zukunft kein Studium, sondern eine Karriere als Profisportler. Schließlich muss er Geld verdienen, da seine Mutter das schon seit Jahren nicht mehr kann.
Eine berührende Geschichte über zwei sehr unterschiedliche Außenseiter und die Einsamkeit, die sie, selbst mitten in der Großstadt, mitten in der Gesellschaft, isolieren kann.
zum Produkt € 26,00*
1942 ruft Churchill die Einheit "Special Operations Executive" ins Leben. Junge Leute mit exzellenten Französischkenntnissen werden angeworben um in Frankreich Sabotageakte gegen die deutschen Besatzer auszuüben und für Großbritanniens nationale Verteidigung zu kämpfen. Zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, agieren an vorderster Front. Die stille Pat und ihre draufgängerische Schwester Simone spionieren deutsche Munitionsfabriken und Telefonverbindungen aus, immer mit der Angst im Nacken, entdeckt zu werden. Eine von ihnen kehrt nicht mehr als die zurück, die sie war, und die gefährlichen Einsätze geraten nach dem Krieg in Vergessenheit.
Elisabeth Sandmann möchte in diesem Buch an die Frauen erinnern, deren besondere Leistungen in der Welt bisher wenig Beachtung fenden.
zum Produkt € 24,00*
In seinem Roman lässt der Autor den legendären Bartender Frank Meier wieder aufleben, der während der deutschen Besatzungszeit stoisch hinter seinem Tresen Getränke mixt.
In der Bar des Hotel Ritz gehen seit Juni 1940 neben den bisherigen Besuchern aus der Pariser Bohème auch Nazigrößen ein und aus. Sie unterhalten sich gerne mit Frank Meier, weil er sich als klug und umsichtig erweist. Wegen seiner Ratschläge und seiner sorgfältig zu der jeweiligen Stimmung passend zubereiteten Getränke wird Frank von den deutschen Generälen hoch geschätzt. Doch bemerken sie nichts von seiner Anspannung und der Furcht - denn Frank ist Jude.
Mit Hochspannung und Bangen verfolgen wir die Handlung bis zur Befreiung durch die Alliierten.
zum Produkt € 25,00*
Der neue Roman von Ewald Arenz überrascht mit einer kompakten Story und zahlreichen farbigen Illustrationen von Florian Bayer. Diese untermalen auf eine moderne Art sehr passend die Romanhandlung um Paula und Peter, die als Kollegen ein mehrtägiges Seminar besucht haben – und sich dort am letzten Abend nähergekommen sind. Beide sind im eher mittleren Alter, sie Ärztin, er Jurist der Klinikverwaltung. Auf der Heimfahrt streikt ab Würzburg die Bahn und sie beschließen, die geschenkte Zeit für eine Sightseeing-Tour zu nutzen, quartieren sich spontan für wenige Tage ein. Es wird geflirtet, über Gott und die Welt gesprochen, die Zeit genossen: Katzentage eben. Und dann taucht da tatsächlich immer wieder diese eine Katze auf, scheint sie regelrecht zu verfolgen und sorgt mitunter für kuriose Szenen.
Wie die Katzen leben auch Paula und Peter im Hier und Jetzt, können die Dinge in diesen Tagen so nehmen, wie sie sind. Doch können sie das wirklich? Vor allem Peter fällt es schwer, die Gedanken an das „Danach“ abzuschütteln und einfach loszulassen.
Eine kurzweilige Liebesgeschichte für einen gemütlichen Winterabend.
zum Produkt € 22,00*
Benjamin ist 18 Jahre alt, jobbt in einem Supermarkt und wohnt in einem Caravan-Park an der Ostküste Englands. Eigentlich lebt er dort zusammen mit seiner Großmutter – diese liegt allerdings schon eine Zeit lang im Krankenhaus. Benjamin liebt seine Oma, aber ein Besuch kommt für ihn nicht infrage, denn als ausgesprochener Hypochonder hat er eine ausgeprägte Angst vor Viren und Bakterien jeglicher Art – nicht verwunderlich, dass sich seine Phobie in Zeiten einer herannahenden Pandemie noch verschlimmert hat.
Eines Tages begegnet er am Strand einem herrenlosen Windhund. Dieser folgt ihm bis nach Hause. Was zunächst unvorstellbar scheint, wird möglich: Benjamin lässt den Hund hinein und überwindet Schritt für Schritt seine Berührungsängste. Als er erfährt, dass es sich hier um die berühmte Rennkoryphäe „Der große Gary“ handelt, der seinen grausamen Besitzern entlaufen ist, beschließt er, dem armen Geschöpf zu helfen. So begeben sich die beiden auf einen abenteuerlichen Roadtrip, zusammen mit dem zwielichtigen Essenslieferanten Leonard. Doch Besitzer Alf möchte natürlich nicht auf sein gewinnbringendes Tier verzichten.
Wer Lust auf eine originelle Coming-of-Age-Story mit skurrilen Charakteren hat oder Geschichten im Stil von Nick Hornby mag, der greife zu diesem tragikomischen Debütroman.
zum Produkt € 24,00*
An einem kalten Novemberabend 1733 wird ein kleines Mädchen in der Kaserne der schwarzen Musketiere zu Paris mit einem ungewöhnlichen Anliegen vorstellig. Eine Leiche, erbittet der außerordentliche Gast, gerne Frau oder Kind, wenn es keine Umstände macht und wenn möglich mehrere als "Subskription" über den Winter. Die anwesenden Offiziere sind von der Erscheinung und ihrem umständlichen, wenngleich höflichen Auftreten bis ins Mark erschüttert.
Die Apothekerstochter muss die Kaserne unverrichteter Dinge wieder verlassen.
Dennoch wird Marie Biheron noch in diesem Winter ihre erste Leichenschau durchführen. Sie tut dies in der Enge ihrer Kammer zwischen Bett und Tür und es wird nicht die einzige bleiben.
Als die angehende Anatomin ein Jahr später der Pflanzenmalerin Madeleine Basseporte begegnet ist es der Beginn einer ebenso unkonventionellen, wie innigen Beziehung, die fast 50 Jahre dauern wird.
Biheron gibt Anatomie Kurse für Hebammen und Töchter aus reichem Hause, die Königin bestellt anatomische Modelle aus Wachs, ein herrlich neurotischer und kaffeesüchtiger Diderot redet zuviel und verlegt ständig Zirbeldrüsen.
Basseporte, mittlerweile Hauptzeichnerin im naturhistorischen Kabinett, gibt hochwohlgeborenen Töchtern Zeichenunterricht und entwirft Blumentapete für die Mätresse des Königs, während alles unaufhaltsam auf die Katastrophe zusteuert.
In ihrem neuen, historischen Roman widmet sich Christine Wunnicke dem Leben und den Leistungen zweier Pionierinnen, die viel zu lange in Vergessenheit geraten waren.
zum Produkt € 24,00*
Wir tauchen ein ins Paris zur Zeit der Belle Époque. Zwei junge Frauen, am selben Tag geboren, stehen im Vordergrund des Romans. Elise Lambert, die aus prekären Familienverhältnissen stammt, und Valérie Dumas, aus einer gut situierten Familie. Beide Frauen kämpfen darum, ihre Träume zu verwirklichen, Elise als Tänzerin, Valérie als Malerin; für die damalige Zeit kein leichtes Unterfangen.
Hauptschauplatz sind die Straßen Montmartres, damals war der Hügel noch ein unbedeutender Vorort von Paris.
Fesselnd erzählt die Autorin von historischen Ereignissen, wie der Weltausstellung 1889, dem Wandel der Kunstszene und der Situation der Frauen, denen enge Grenzen gesetzt waren, ob sie nun aus dem Armenviertel oder dem reichen Bürgertum kamen. Ein kluger, einfühlsamer Roman.
zum Produkt € 17,00*