Ulrike Almut Sandig, Ron Winkler (c) ocelotevent
Andrea Schmidt, Jan Kuhlbrodt, Hanna Mittelstädt (c) ocelotevent

Veranstaltungen

Buchpräsentation: Marina Perezagua "Hiroshima"

21.06.2018 20:00 Uhr - 21.07.2018 22:00 Uhr

Preis: 8 / 6 €

Wir sind die mit der Bombe in uns. »Hiroshima« ist das Zeugnis einer Frau, die von der Atombombe körperlich wie seelisch gebrandmarkt wurde. Doch statt sich entmündigen zu lassen, führt H. einen lebenslangen Kampf für das Recht auf Weiblichkeit und das Recht auf Leben.

Als H. in New York auf den Kriegsveteran Jim trifft, haben beide die Hölle auf Erden bereits durchschritten. Während H. von der Atombombe in Hiroshima entstellt wurde, ist Jim gezeichnet von den Traumata, die ihm in der japanischen Kriegsgefangenschaft zugefügt wurden. Zwei versehrte Liebende, die sich am anderen Ende der Welt zu einer Einheit verbinden. Doch trotz ihrer Erfahrungen kann sie nichts auf das vorbereiten, was ihnen noch bevorsteht. Um Jims Adoptivtochter zu finden, begeben sich H. und Jim auf eine Suche rund um den Globus, die ihnen die Abgründe menschlicher Gewalt mit jeder Station deutlicher vor Augen führt. Bis dann, eines Tages, aus der Finsternis ein Lebenszeichen der verlorenen Tochter zu ihnen dringt. In »Hiroshima« gelingt Marina Perezagua die unglaubliche Verschmelzung von fundamentaler Weiblichkeit und den Schrecken des Krieges. Bilder vollkommener Schönheit fließen mit grausamen Realitäten zusammen und erschaffen eine eigentümliche, eine andere Perspektive auf die Welt.

Marina Perazagua wurde 1978 in Sevilla in geboren. Ihre Romane wurden von Kritikern wie Lesern gleichermaßen begeistert aufgenommen. Kurzgeschichten von ihr wurden in mehreren Magazinen und Anthologien veröffentlicht. Seit 2001 lebt sie in New York, wo sie unter anderem an der New York University lehrt. »Hiroshima« ist ihr erster Roman.

Lesung der deutschen Übersetzung: Maren Eggert (Deutsches Theater Berlin, Tatort Kiel)

Moderation: Stefanie Lohaus (Missy Magazine)

Foto Marina Perezagua (c) Lisbeth Salas

Buchpräsentation: Marina Perezagua "Hiroshima"

Buchpremiere! Julia von Lucadou "Die Hochhausspringern"

26.07.2018 20:00 Uhr

Preis: 5 €

Willkommen in der Zukunft. In einer Welt, in der innere Ausgeglichenheit obligatorisch ist, Anpassung begehrenswert und die Transparenz total. Eine Welt, fast wie unsere.
Riva ist eine berühmte Hochhausspringerin – ein perfekter Körper, ein gläserner Star mit Millionen Fans. Dann geschieht das Unbegreifliche: Sie weigert sich zu trainieren und verlässt ihre Wohnung nicht mehr. Kameras sind allgegenwärtig in ihrer Welt, doch sie weiß nicht, dass sie gezielt beobachtet wird: Hitomi, eine andere junge Frau, die irgendwo in einem Büroturm vor einem Bildschirm sitzt, soll Riva wieder gefügig machen. Doch während sie versucht zu verstehen, warum Riva ihr Leben einfach hinwirft, droht Hitomis eigene Existenz aus den Fugen zu geraten. Wenn sie ihren Auftrag nicht erfüllt, droht das Undenkbare: die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, sich selbst überlassen, ohne Möglichkeit, der Gesellschaft zu dienen. Was macht den Menschen menschlich, wenn er perfekt funktioniert? Die Hochhausspringerin führt in eine brillante neue Welt, die so plausibel ist wie bitterkalt. Julia von Lucadou erzählt von ihr mit der Meisterschaft der großen Erzählungen über unsere Zukunft.

Julia von Lucadou wurde 1982 in Heidelberg geboren und ist promovierte Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Regieassistentin, Redakteurin beim Fernsehen und als Simulationspatientin; sie lebt in Biel, New York und Köln. Die Hochhauspringerin ist ihr erster Roman.

Moderation: Maria-Christina Piwowarski (Leiterin des ocelots, aber noch nie von einem Hochhaus gesprungen.)

Foto Julia von Lucadou (c) Christian Werner

Buchpremiere! Julia von Lucadou "Die Hochhausspringern"

Robin Coste Lewis „Die Reise der Schwarzen Venus“ - Lesung, Gespräch über Poesie in Übersetzung zum #womenintranslationmonth

08.08.2018 20:00 Uhr

Preis: 5 €

Der Literaturkritiker Martin Zähringer und die Schriftstellerin und Übersetzerin Odile Kennel stellen das vielgepriesene Debüt der afroamerikanischen Dichterin Robin Coste Lewis in seiner deutschen Übersetzung vor. Robin Coste Lewis setzt sich mit den Zuschreibungen von "Rasse" und "Geschlecht" in Kunst und Geschichte auseinander, mit Kolonialismus, Sklaverei und den herrschenden gesellschaftlichen Macht- und Unterdrückungsstrukturen. Wie übersetzt man diese Auseinandersetzung von der einen Sprache in die andere? Wie übersetzt man Lyrik? Um diese und ähnliche Fragen wird es an diesem Abend gehen.

Robin Coste Lewis, geboren 1964 in Compton, Kalifornien, wollte immer Romanschriftstellerin werden. Alles änderte sich, nachdem sie bei einem Autounfall ein Hirntrauma erlitt, zwei Jahre lang ans Bett gefesselt war und nur einen Satz pro Tag schreiben durfte. Sie begann zu dichten. Ihr Debüt Die Reise der Schwarzen Venus gewann nach seinem Erscheinen 2015 den National Book Award. Lewis hat an den Universitäten New York und Harvard studiert und schließt derzeit ihre Doktorarbeit an der Universität von Südkalifornien ab.

Odile Kennel übersetzt Lyrik aus dem Französischen, Portugiesischen, Spanischen, Englischen. 2000 veröffentlichte sie die Erzählung Wimpernflug, 2011 ihren ersten Roman Was Ida sagt und 2013 den Gedichtband oder wie heißt diese interplanetare Luft. 2017 erschien ihr Roman Mit Blick auf See, der für den Alfred-Döblin-Preis nominiert war. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Moderation: Martin Zähringer.

Foto Odile Kennel (c) Dirk Skiba.

Robin Coste Lewis „Die Reise der Schwarzen Venus“ - Lesung, Gespräch über Poesie in Übersetzung zum #womenintranslationmonth

Endlich! Der achte ocelot, Lesekreis!

16.08.2018 20:30 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Der ocelot, Lesekreis geht in die nächste Runde!

Zu unserem nächsten Treffen lesen wir:

den mit dem Internationalen Literaturpreises des HKW ausgezeichneten "Liebesroman" von Ivana Sajko in der Übersetzung von Alida Bremer

und

"Das weibliche Prinzip" von Meg Wolitzer in der Übersetzung von Henning Ahrens.

Wir sind gespannt auf eure Leseeindrücke und wünschen anregende Lektüre!

Endlich! Der achte ocelot, Lesekreis!