Veranstaltungen

Poetisiert euch! 4x Frühjahrspremiere mit dem Verlagshaus Berlin

29.02.2020 20:00 Uhr - 23:00 Uhr

Preis: 5 €

Das Verlagshaus Berlin präsentiert drei neue Bücher in der Edition Belletristik. Mit »Teilchenland« legt Caca Savic ihr Debut vor, außerdem erscheinen Jan Kuhlbrodts neuer Gedichtband, der einen überraschenden Blick auf die Wende wirft und Lea Schneiders neues Buch mit lyrischen Essays, die alle in China entstanden sind. Mit Anna Giannissis Pasolini-Übersetzung entdecken wir in der Edition Revers nicht nur einen Autoren wieder, sondern gleich ein ganzes Genre: Den lyrischen Essayfilm.
Im ocelot, eröffnen wir verlegerische Perspektiven auf die neuen Bücher, lassen die Autor*innen und Übersetzer*innen zu Wort kommen und aus ihren Gedichten lesen — und wir feiern mit Euch unser Frühjahrsprogramm zum 15. Jubiläum des Verlags !!

»Teilchenland« ist ein Blick durchs Endoskop, Mikroskop, durchs Stethoskop, durchs Kaleidoskop. Der Blick dringt ins Mark, Sprachpartikel und Körper werden sichtbar, Familienaufstellungen und Traditionen. Aus ihren Brüchen und Fragmenten erschreibt sich Caca Savic ein Ich, das kein
unteilbares Ganzes ist — Savic erschreibt sich ein »Teilchenland«. Mit Illustrationen von Nina Kaun.

»made in china« ist made in China. Lea Schneider bewegt sich durch sechs chinesische Metropolen, durch die chinesische Sprache, durch die chinesische Geschichte. Nanjing, Shanghai, Hong Kong, Taipei, Chengdu, Beijing — die Gedichte sind in den Städten entstanden, aber keines behauptet, sie zu kennen oder erklären zu wollen. Stattdessen sind sie ein zärtliches Sammeln und Suchen. Mit Illustrationen von Yimeng Wu.

Kindheit in Karl-Marx-Stadt, konforme Jugend in der DDR, Zusammenbruch des Sozialismus — zuletzt: was von ihm übrig bleibt. Jan Kuhlbrodt erschreibt sich diese Rückkehr. Anhand von Büchern, die immer neu sortiert sein wollen, dem Blick ins Internet und aus dem Fenster entsteht ein Gedicht — eine Geschichte, die Geschichte, die immer auch unsere Geschichte ist. Zeichnungen von Klaus Walter.

1963 erschien der Film »La Rabbia — Der Zorn« von Pier Paolo Pasolini, dem bedeutendsten italienischen Film-Regisseur des 20. Jahrhunderts. Mit diesem Werk erfand er ein neues Genre: Film als ideologisch-poetischen Essay. »La Rabbia — Der Zorn« besteht aus Material internationaler Nachrichten, die das politische Weltgeschehen der Zeit dokumentieren. Bild und Text ergänzen sich zu einer radikalen politischen Positionierung Pasolinis. In einer Übersetzung von Anna Giannissi und mit Illustrationen von Guglielmo Manenti.

Moderation: Andrea Schmidt, Tillmann Severin, Dominik Ziller und Jo Frank

Poetisiert euch! 4x Frühjahrspremiere mit dem Verlagshaus Berlin

Buchpremiere! Frank Berzbach liest "Die Schönheit der Begegnung"

05.03.2020 20:00 Uhr

Preis: Der Eintritt kostet 5 €

Der namenlose Ich-Erzähler und Linh lieben einander. Als Linh ihren Lebensgefährten bittet, den Anfang ihrer Geschichte aufzuschreiben, lässt der sich eine gute Story nicht durch Fakten verderben und beginnt, Variationen zu erfinden. Aus einem Anfang werden viele. Der Erzähler fühlt sich frei im Verändern der Schauplätze, Situationen und Ereignisse. Die Geschichten springen in Ort und Zeit, changieren zwischen Humor und Nachdenklichkeit, Realismus und Magie, Philosophie und Romantik. Aber jede enthält einen Funken Wahrheit. 32 Mal begegnen sie einander, 32 verschiedene Anfänge sind es, doch der Schluss ist (fast) immer der gleiche: Alle zusammengenommen lassen die Variationen das Bild einer leidenschaftlichen Liebe entstehen.

FRANK BERZBACH, Jahrgang 1971, unterrichtet Literaturpädagogik und Philosophie an der Technischen Hochschule Köln. Nach einer Ausbildung zum Technischen Zeichner studierte er Erziehungswissenschaft, Philosophie und Literaturwissenschaft. Über Wasser hielt er sich als Bildungsforscher, Wissenschaftsjournalist, Fahrradkurier, Buchhändler und Autor. Er hat eine Vorliebe für Bücher, Schallplatten, Fahrräder, Tee, Klöster und analoge Schreibgeräte. Er lebt in Köln und auf St. Pauli.

Moderation: Julia Eisele

Foto Frank Berzbach © Iréne Zandel

Buchpremiere! Frank Berzbach liest "Die Schönheit der Begegnung"

Buchpremiere! Pierre Jarawan liest "Ein Lied für die Vermissten"

17.03.2020 20:00 Uhr

Preis: Der Eintritt kostet 5 €

Große Freude! Nach der großartigen Lesung von "Am Ende bleiben die Zedern" wird Pierre Jarawan nun auch seinen neuen Roman bei uns im ocelot vorstellen!

Darum geht es in "Ein Lied für die Vermissten":

Als 2011 der Arabische Frühling voll entfacht ist, löst der Fund zweier Leichen auch in Beirut erste Unruhen aus. Während schon Häuser brennen, schreibt Amin seine Erinnerungen nieder: an das Jahr 1994, als er als Jugendlicher mit seiner Großmutter in den Libanon zurückkehrte – zwölf Jahre nach dem Tod seiner Eltern. An seine Freundschaft mit dem gleichaltrigen Jafar, mit dem er diese verschwiegene Nachkriegswelt durchstreifte. Und daran, wie er schmerzhaft lernen musste, dass es in diesem Land nie Gewissheit geben wird – weder über die Vergangenheit seines Freundes, noch über die Geschichte seiner Familie. – Ein neuer Jarawan wie wir ihn lieben: einfühlsam, spannend und virtuos verknüpft mit der bewegten Geschichte des Nahen Ostens.

Pierre Jarawan wurde 1985 als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Amman, Jordanien, geboren, nachdem diese vor dem Bürgerkrieg geflohen waren. Im Alter von drei Jahren kam er mit seiner Familie nach Deutschland. 2012 wurde er Internationaler Deutschsprachiger Meister im Poetry Slam. Sein Romandebüt "Am Ende bleiben die Zedern" (2016), für das er Auszeichnungen und Preise erhielt, war ein Sensationserfolg und ist heute, übersetzt in viele Sprachen, ein internationaler Bestseller. Pierre Jarawan lebt in München.

Foto Pierre Jarawan © Marvin Ruppert

Buchpremiere! Pierre Jarawan liest "Ein Lied für die Vermissten"

Indiebookday 2020 - Das Festival

21.03.2020 15:00 Uhr - 23:30 Uhr

Indiebookday 2020 - Das Festival
Preis: Der Eintritt ist frei!

Endlich ist es wieder so weit! Am 21. März findet wieder der Indiebookday statt. Der wurde 2013 vom mairisch Verlag erfunden und rückt die Arbeit der unabhängigen Verlage in den Fokus. Am Anfang war dabei die Idee, in eine Buchhandlung zu gehen, ein Buch aus einem unabhänigen Verlag zu kaufen und diesen Kauf unter #indiebookday in den sozialen Medien zu teilen.
Bei uns im ocelot, ist aus dieser Idee mit den Jahren ein kleines Festival geworden. Wir laden VerlegerInnen aus Indie-Verlagen ein, die Euch bei der Entscheidung inspirieren werden. Auf unserer Bühne im Schaufenster könnt ihr dann erleben, was es alles in der unabhängigen Verlagswelt zu entdecken gibt.

Bibliodiversität ist ein hohes Gut, dass wir unbedingt erhalten wollen. Darum feiert mit uns die vielfältigen Stimmen der unabhängigen Literatur!

+++ Das Programm veröffentlichen wir bald!+++

Endlich! Der 20. ocelot, - Lesekreis!

24.03.2020 20:30 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Endlich! Der ocelot, - Lesekreis trifft sich wieder! Und das nun schon zum 20. Mal!

Wir sind so froh darüber, dass ihr unser Angebot nutzt, in gemütlicher Atmosphäre über relevante Literatur zu sprechen. Auch die nächste Runde verspricht wieder eine interessante Diskussion zu werden.

Wir sprechen (rein zufällig) über zwei Nominierte für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung:

"Oreo" von Fran Ross in der Übersetzung von Pieke Biermann (DTV)

und

"Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau" von Clarice Lispector in der Übersetzung von Luis Ruby (Penguin).

Ihr müsst Euch nicht anmelden für den Lesekreis, kommt einfach vorbei. Wenn ihr eines oder sogar beide Bücher gelesen habt, macht euch die Diskussion wahrscheinlich mehr Spaß.

Ihr könnt die beiden Bücher natürlich auch im Original lesen.

Wir sind gespannt auf eure Meinungen!

Endlich! Der 20. ocelot, - Lesekreis!