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Internationaler Literaturpreis des HKW - Bekanntgabe der Shortlist

20.05.2021 19:00 Uhr - 20:15 Uhr

Internationaler Literaturpreis des HKW - Bekanntgabe der Shortlist
Veranstaltungsort: Livestream auf https://www.instagram.com/ocelotberlin/
Preis: Der Stream ist ohne Paywall!

In Krisenzeiten kommt es mehr denn je darauf an, welche Art von Geschichten wir erzählen, welchen Skripts und Plots wir folgen, welchen Stimmen wir Vertrauen schenken. Literatur kann beschreiben, wie der flüchtige Moment mit den Langzeitentwicklungen, das Große mit dem Kleinen, das Nahe mit dem Fernen zusammenhängt. In Erzählungen lassen sich Probleme artikulieren, für die Sprach- und Denkformen erst noch gefunden werden müssen. Stärker denn je sind wir dabei auf Übersetzungen angewiesen, um globale Bedingungen in ihren lokalen Ausprägungen sehen und verstehen zu können. Auch 2021 begibt sich der Internationale Literaturpreis auf die Suche nach Texten, die etwas mit der Sprache machen – gerade weil sie uns als Übersetzungen erreichen.

Zum dreizehnten Mal verleihen das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen den Internationalen Literaturpreis. Dotiert mit 35.000 Euro – 20.000 Euro für Autorin, 15.000 Euro für Übersetzerin – zeichnet er ein herausragendes Werk der internationalen Gegenwartsliteratur in deutscher Erstübersetzung aus. Er würdigt in dieser Allianz sowohl Originalwerk als auch Übersetzung. Dieser doppelte Fokus macht ihn in der deutschen Preislandschaft einzigartig.

Am 20. Mai ab 19 Uhr werden Maria-Christina Piwowarski und Ludwig Lohmann (ocelot / blauschwarzberlin) gemeinsam mit Vertreter*innen der Jury die sechs Titel der Shortlist bekanntgeben.

Der Internationale Literaturpreis versteht Literatur als soziale Praxis. Er wird daher von unterschiedlichen Medien und Veranstaltungen begleitet. Ob Videos, Podcasts oder Reading Groups: Es gibt viele Möglichkeiten, Texten zu begegnen. Auszüge aus den sechs Büchern der Shortlist werden in einem Reader versammelt, der im ocelot und in vielen weiteren Partnerbuchhandlungen erhältlich sein wird.

Finnisage zur Ausstellung: Durch den wilden Kaukasus.

26.08.2021 20:00 Uhr

Preis: tba

Kat Menschik war wieder in Georgien und hat uns traumhaft schöne Bilder von dort mitgebracht!

Durch den wilden Kaukasus - Geschichten über das georgische Traumland Swanetien von Gottfried Merzbacher, Anna Kordsaia-Samadaschwili, Abo Iaschaghaschwili

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In diese abgelegene Hochgebirgsregion kamen jahrtausendelang kaum Fremde. Völlig abgeschieden von der Welt lebten die Swanen in einer der schönsten Gegenden der Erde.
Hunderte Kilometer artenreichster Blumenteppiche ziehen an Berghängen von atemberaubender Schönheit entlang, weit über hundert Gletscher strecken ihre eisigen Zungen von den bis über 5000 Meter hohen Gipfeln des Hohen Kaukasus in die Täler. Zum Beispiel der Uschba (»der Schreckliche«), ein sagenumwobenes doppelgipfliges Bergungetüm; ihn will Gottfried Merzbacher, einer der ersten Alpinisten und Entdecker, die in den 1880igern in diese unberührten Regionen vorstoßen, besteigen. Merzbacher ist zudem einer der großartigsten frühen Nature-Writer deutscher Zunge – sein Versuch, den Berg zu besteigen, allerdings gerät zum Desaster. Die österreichische Bergsteigerin Cenzi von Ficker dagegen bekommt nach einem dramatischen Besteigungsversuch für ihren Mut vom Fürsten Dadeschkeliani kurzerhand den ganzen Berg geschenkt.
Extra für diesen Band geschriebene Geschichten der preisgekrönten Autorin Anna Kordsaia-Samadaschwili über ihre Jugend in der verwunschenen Sagenwelt Swanetiens und des ebenfalls preisgekrönten Autors Abo Iaschaghaschwili über das Leben der Swanen zwischen Archaik und Moderne beschließen den Band, der – grandios illustriert von Kat Menschik – Geschichten aus 150 Jahre Swanetien vor die geistigen Augen bringt.
Kat Menschik ist freie Illustratorin in Berlin. Ihre Reihe Lieblingsbücher gilt als eine der schönsten Buchreihen der Welt. Zahlreiche von ihr ausgestattete Bücher wurden prämiert. Durch den wilden Kaukasus ist der zehnte Band der Reihe.

Moderation: tba.

Finnisage zur Ausstellung: Durch den wilden Kaukasus.