Ulrike Almut Sandig, Ron Winkler (c) ocelotevent
Andrea Schmidt, Jan Kuhlbrodt, Hanna Mittelstädt (c) ocelotevent

Veranstaltungen

Ein Abend mit der Friedenauer Presse

02.10.2018 20:00 Uhr

Ein Abend mit der Friedenauer Presse
Preis: Der Eintritt ist frei!

Es wird wieder gedruckt!

Die neue Verlegerin der Friedenauer Presse stellt sich vor.
Und das erste Programm.
Der Verlag Friedenauer Presse wurde 1963 gegründet, seither sind rund 200 Bücher mit dem Signet des Verlags erschienen. Romane und Erzählungen der Weltliteratur, Gedichte, Briefwechsel und Essays, literarische Entdeckungen aus der Vergangenheit und Gegenwart, übersetzt aus vielen Sprachen.

Lernen Sie den Verlag kennen: Verlegerin Friederike Jacob stellt die Verlagsgeschichte und drei Bücher aus dem aktuellen Programm in Lesung und Gespräch vor.
Unterstützt wird sie mit dem Akkordeon, mit Gesang und Zwischenfragen von ihrer Schwester, der Sängerin und Schauspielerin Pauline Jacob.
Wir laden Sie herzlich zu diesem Abend ein und freuen uns auf ein gemeinsames Glas nach der Veranstaltung.

Photocredit: Robert Jantschke

Der neunte ocelot Lesekreis

04.10.2018 20:30 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Bereits zum neunten Mal treffen wir uns, um mit Euch und Ihnen in entspannter Atmosphäre über aufregende und bewegende Lektüren zu diskutieren.

Diesmal sprechen wir über
"KANADA" von Juan Gómez Bárcena, erschienen im Secession Verlag aus dem Spanischen von Steven Uhly.

Der Eintritt ist wie immer frei.
Wir freuen uns über neue TeilnehmerInnen und bekannte Gesichter.
Eure ocelots

Und darum geht es:
"Ein Mann kehrt zurück in seine zerstörte Heimatstadt. Unfähig an die verlorene Vergangenheit vor dem Krieg anzuschließen, hofft er, auch sein Haus möge in Trümmern liegen. Doch es steht noch, und seine Wohnung darin ist alles, was ihm geblieben ist. Familie, Erinnerung, Hoffnung - alles hat sich aufgelöst. Er schließt sich ein in sein Büro, verlässt es bald gar nicht mehr - versorgt allein von seinem Nachbarn und dessen Frau, von denen kaum zu sagen ist, ob sie seine Retter oder seine Wärter sind, zieht sich immer mehr in sich zurück, in ein zeit- und raumloses Vakuum, in dem die Außenwelt kaum mehr als ein Rauschen ist. Und doch sind ihre Bedrohungen real: der Hunger, die Scham, die Gewalt in den Straßen und immer wieder das Lager - das Lager, das der Mann überlebt hat, das Lager, das ihn beherrscht, das ihn wie ein schwarzes Loch zu verschlucken droht und in das er dennoch zurückkehren muss, um den Trümmern seiner haltlosen Identität wieder eine Ordnung zu geben. Nach seinem gefeierten Romandebüt »Der Himmel von Lima« beweist Juan Gómez Bárcena ein weiteres Mal, dass er zu den hoffnungsvollsten Stimmen der spanischsprachigen Literatur gehört: Kanada ist ein faszinierender und gewaltiger Roman, der sich nicht scheut, in die tiefsten Abgründe menschlicher Scham und Schuld vorzudringen. Bárcena findet für das Grauen so verstörende wie brillante Bilder, die man nicht mehr vergessen wird.

JUAN GÓMEZ BÁRCENA wurde 1984 in Santander geboren. Er hat Geschichte und Literaturwissenschaften an der Universidad Complutense in Madrid sowie Philosophie an der Nationalen Fernuniversität (UNED) studiert. Sein Band mit Erzählungen »Los que duermen« (Die, die schlafen) wurde 2012 von der spanischen Zeitschrift »El Cultural« als eines der besten Debüts des Jahres ausgezeichnet. Sein erster Roman »Der Himmel von Lima« wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in etliche Sprachen übersetzt. Sein zweiter Roman »Kanada« wurde 2017 von spanischen Buchhändlern zu einem der drei wichtigsten Büchern des Jahres gewählt. Er lebt als Schriftsteller und Dozent für Kreatives Schreiben in Madrid."

Georgien von A bis Z - Aka Morchiladze und Zurab Karumidze feiern mit Freund*innen die georgische Literatur

17.10.2018 20:00 Uhr

Preis: 7 Euro

Die Frankfurter Buchmesse ist vorüber, und die Ehrengäste aus Georgien ziehen fröhlich weiter nach Berlin.
Gemeinsam mit dem Weidle Verlag laden wir Sie und Euch herzlich zu einem georgischen Abend ins ocelot ein.
Nichts kann uns dieses wunderbare Land so nahebringen wie seine vielfältigen literarischen Stimmen und Weine.

Wir freuen uns unter anderem auf:
Davit Gabunia, Iunona Guruli, Zaal Andronikashvili,
Salome Benidze, Nana Ekvtimishvili ... t.b.c

Die deutschen Texte liest Zoë Beck.

Für kaukasische Köstlichkeiten ist gesorgt.

In Kooperation mit:
Weidle Verlag
ქართული წიგნის ეროვნული ცენტრი Georgian National Book Center
Frankfurter Buchmesse Ehrengast
Georgische Botschaft in Berlin
Georgia Made by Characters

Georgien von A bis Z - Aka Morchiladze und Zurab Karumidze feiern mit Freund*innen die georgische Literatur

Matinée: Buchpremiere von "Nicht nur Mütter waren schwanger"

21.10.2018 11:00 Uhr

Matinée: Buchpremiere von "Nicht nur Mütter waren schwanger"
Preis: Der Eintritt ist frei!

Premierenlesung

"NICHT NUR MÜTTER WAREN SCHWANGER - UNERHÖRTE PERSPEKTIVEN AUF DIE VERMEINTLICH NATÜRLICHSTE SACHE DER WELT"
(Verlag: edition assemblage).

mit Mareice Kaiser (Autorin),
Johanna Montanari (Lektorin, Autorin) und
Alisa Tretau (Hrsg., Autorin)

Der Sammelband NICHT NUR MÜTTER WAREN SCHWANGER vereint persönlich geschilderte Erfahrungen mit Schwangerschaft, die im gesamtgesellschaftlichen Diskurs oft überhört werden:
Es geht um unerfüllte und lesbische Kinderwünsche, um trans-männliche oder alters-untypische Schwangerschaften, genauso wie um Abtreibung und Fehlgeburt, Repro-Medizin, Pränataldiagnostik und vieles mehr.

Das Buch will den einengenden und Druck ausübenden Blick, Schwangerschaft sei für die cis-Heteronorm die "natürlichste Sache der Welt", für alle anderen hingegen unmöglich, aufweichen, und dabei alternative Visionen entwickeln: Für mehr Offenheit und Selbstbestimmung im Umgang mit Kinderwünschen, Schwangerschaft und Eltern-Sein.

Nino Haratischwili liest "Die Katze und der General"

11.12.2018 20:00 Uhr

Preis: 10 €

Wir müssen Euch wahrscheinlich nicht mehr erzählen, wer Nino Haratischwili ist. Mit "Das achte Leben (Für Brilka)" hat sie nicht nur ein ganzes Land auf die Landkarte unseres Bewusstseins geschrieben, sondern auch einen der besten deutschsprachigen Romane der letzten 10 Jahre.

Darum freuen wir uns wie Kinder kurz vor Weihnachten, dass sie bei uns im ocelot aus ihrem neuen Roman "Die Katze und der General" (Frankfurter Verlagsanstalt) lesen wird. Worum geht es?

Alexander Orlow, ein russischer Oligarch und von allen »Der General« genannt, hat ein neues Leben in Berlin begonnen. Doch die Erinnerungen an seinen Einsatz im Ersten Tschetschenienkrieg lassen ihn nicht los. Die dunkelste ist jene an die grausamste aller Nächte, nach der von der jungen Tschetschenin Nura nichts blieb als eine große ungesühnte Schuld. Der Zeitpunkt der Abrechnung ist gekommen.
Nino Haratischwili spürt in ihrem neuen Roman den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreichs aufgetan haben. »Die Katze und der General« ist ein spannungsgeladener, psychologisch tiefenscharfer Schuld-und-Sühne-Roman über den Krieg in den Ländern und in den Köpfen, über die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung. Wie in einem Zauberwürfel drehen sich die Schicksale der Figuren ineinander, um eine verborgene Achse aus Liebe und Schuld. Sie alle sind Teil eines tödlichen Spiels, in dem sie mit der Wucht einer klassischen Tragödie aufeinanderprallen.

Moderation: Maria-Christina Piwowarski (ocelot)


Da wir nur eine begrenzte Anzahl Sitzplätze zur Verfügung haben, bitten wir um Reservierung der Tickets via Telefon (03097894592) oder direkt bei uns im Laden. Die reservierten Tickets können am Abend der Veranstaltung bis 19.15 Uhr eingelöst werden.

Foto (c) Danny Merz

Nino Haratischwili liest "Die Katze und der General"