Ulrike Almut Sandig, Ron Winkler (c) ocelotevent
Andrea Schmidt, Jan Kuhlbrodt, Hanna Mittelstädt (c) ocelotevent

Veranstaltungsarchiv

Buchpräsentation: Marina Perezagua "Hiroshima"

21.06.2018 20:00 Uhr - 21.07.2018 22:00 Uhr

Preis: 8 / 6 €

Wir sind die mit der Bombe in uns. »Hiroshima« ist das Zeugnis einer Frau, die von der Atombombe körperlich wie seelisch gebrandmarkt wurde. Doch statt sich entmündigen zu lassen, führt H. einen lebenslangen Kampf für das Recht auf Weiblichkeit und das Recht auf Leben.

Als H. in New York auf den Kriegsveteran Jim trifft, haben beide die Hölle auf Erden bereits durchschritten. Während H. von der Atombombe in Hiroshima entstellt wurde, ist Jim gezeichnet von den Traumata, die ihm in der japanischen Kriegsgefangenschaft zugefügt wurden. Zwei versehrte Liebende, die sich am anderen Ende der Welt zu einer Einheit verbinden. Doch trotz ihrer Erfahrungen kann sie nichts auf das vorbereiten, was ihnen noch bevorsteht. Um Jims Adoptivtochter zu finden, begeben sich H. und Jim auf eine Suche rund um den Globus, die ihnen die Abgründe menschlicher Gewalt mit jeder Station deutlicher vor Augen führt. Bis dann, eines Tages, aus der Finsternis ein Lebenszeichen der verlorenen Tochter zu ihnen dringt. In »Hiroshima« gelingt Marina Perezagua die unglaubliche Verschmelzung von fundamentaler Weiblichkeit und den Schrecken des Krieges. Bilder vollkommener Schönheit fließen mit grausamen Realitäten zusammen und erschaffen eine eigentümliche, eine andere Perspektive auf die Welt.

Marina Perazagua wurde 1978 in Sevilla in geboren. Ihre Romane wurden von Kritikern wie Lesern gleichermaßen begeistert aufgenommen. Kurzgeschichten von ihr wurden in mehreren Magazinen und Anthologien veröffentlicht. Seit 2001 lebt sie in New York, wo sie unter anderem an der New York University lehrt. »Hiroshima« ist ihr erster Roman.

Lesung der deutschen Übersetzung: Maren Eggert (Deutsches Theater Berlin, Tatort Kiel)

Moderation: Stefanie Lohaus (Missy Magazine)

Foto Marina Perezagua (c) Lisbeth Salas

Buchpräsentation: Marina Perezagua "Hiroshima"

Endlich! Der siebte ocelot, Lesekreis!

18.06.2018 20:30 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Endlich ist es wieder so weit! Der ocelot, Lesekreis trifft sich und diskutiert über ein Buch.

In dieser Runde besprechen wir den ersten Teil von "Das Leben des Vernon Subutex" von der französischen Autorin Virginie Despentes in der Übersetzung von Claudia Steinitz.

Der Lesekreis ist öffentlich - jede/r darf kommen! Wir freuen uns auf Eure Meinung!

Endlich! Der siebte ocelot, Lesekreis!

RELEASE-NIGHT! Die Schönsten Deutschen Bücher 2018.

11.06.2018 20:00 Uhr - 22:00 Uhr

RELEASE-NIGHT! Die Schönsten Deutschen Bücher 2018.
Preis: Der Eintritt ist frei!

Die Stiftung Buchkunst lädt zur Weltpremiere des "Förderpreis für junge Buchgestaltung" sowie der "Schönsten Deutschen Bücher" 2018! Im ocelot in Berlin werden die frisch gekürten Sieger erstmals vorgestellt. Stoßen Sie mit uns an, kommen Sie mit den Machern der Bücher ins Gespräch und blättern in Ruhe durch Deutschlands Schönste!

Eine Kooperation mit der Stiftung Buchkunst:

Als eine Institution für Kulturvermittlung verfolgt die Stiftung Buchkunst einen gesellschaftlichen Auftrag: Sie fördert das vorbildlich gestaltete Buch. Mit zwei Wettbewerben macht sie schöne Bücher sichtbar: "Die Schönsten Deutschen Bücher" und dem "Förderpreis für junge Buchgestaltung".
Schöne Bücher sind geprägt von guter Lesetypografie. Von gelungenen Ausstattungsmerkmalen, sorgfältig ausgewählten Papieren, die im Zusammenklang in Farbe und Haptik zum Inhalt passen. Von mutigen Layouts. Und von höchster Qualität in der Verarbeitung. Die Jurys aus Gestaltern, Verlagsprofis und Buchbindern sind unabhängig und jährlich neu besetzt. Sie diskutieren über die gestalterische Konzeption, die Schriftwahl, Schriftgröße – also ihre Lesbarkeit – ebenso wie über die Qualität der Fotografien oder Illustrationen, die Gestaltung der Doppelseite oder die Covergestaltung. Die Gesamtwirkung eines Buches steht im Mittelpunkt der Juryarbeit. Und so setzen die jährlich "schönsten Bücher" Orientierungspunkte in einer sich rasant ändernden Buchlandschaft.

www.stiftung-buchkunst.de

Berliner Bücherinseln: Meet & Greet the Artists + Vernissage

31.05.2018 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Berliner Bücherinseln: Meet & Greet the Artists + Vernissage
Preis: Der Eintritt ist frei

Die Buchhandlung "ocelot" und kulturkind e.V. laden zum Meet & Greet mit den georgischen Illustrator*innen der Berliner Bücherinseln ein. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird eine Ausstellung von 15 Illustrator*innen über zeitgenössische georgische Bilderbuchillustration und die dazugehörigen Bilderbücher eröffnet.
Arbeiten von: Tako Bakradze, Ruslan Beridze, Elene Chichashvili, Khatia Chitorelidze, Eliso Chubinishvili, Ana Chubinidze, Sonia Eliashvili, Eto Grzirishvili, Gio Jincharadze, Sophia Kirtadze, Levan Kvaratskhelia, Natia Kvaratskhelia, Zura Mchedlishvili, Tatia Nadareishvili, Eka Tabliashvili.

Weitere Infos:
http://www.kulturkind-berlin.de/
http://www.berliner-buecherinseln.de/programm-3/

Buchpremiere! Annika Scheffel "Hier ist es schön"

08.05.2018 20:00 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

An einem Tag im August beschließt Irma, die Erde zu verlassen, ihren Eltern und Freunden für immer den Rücken zu kehren und eine Heldin zu werden. Gemeinsam mit dem rätselhaften Sam wird sie in einer spektakulären Fernsehshow dafür ausgewählt, einen neuen Planeten zu besiedeln. Doch dann entscheidet sich Sam plötzlich anders. Er, der abgeschirmt von der Welt aufwuchs, ergreift die Flucht. Er will endlich Antworten auf die Fragen nach seiner Herkunft, nach seiner Geschichte. Und so begeben sich Sam und Irma auf eine Reise – nicht ins All, sondern durch abgestorbene Wälder, lebensfeindliche Städte, entlang leerer Straßen. Sie entdecken eine kaputte Welt von surrealer Schönheit, verfolgt – oder doch gelenkt? – von Mächten, die Puppenspielern gleich im Hintergrund die Fäden ziehen.

Hier ist es schön ist ein so phantastischer wie gegenwärtiger Roman über den Größenwahn der Menschen, die Ausbeutung der Natur, die totale Überwachung, den Zynismus von Reality-Shows – vor allem aber ist es ein Roman über das Wünschen und das Träumen, ein zärtliches Porträt zweier junger Menschen und ihres Kampfes um Freiheit und Selbstbestimmung.

Annika Scheffel, 1983 in Hannover geboren, ist Prosa- und Drehbuchautorin. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar 2013 und dem Robert Gernhardt Preis 2015. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Moderation: Wiebke Porombka.

Foto Annika Scheffel (c) Heike Steinweg

Buchpremiere! Annika Scheffel "Hier ist es schön"

Endlich! Der sechste ocelot, - Lesekreis!

02.05.2018 20:30 Uhr - 22:30 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Wir wollen uns wieder mit Euch treffen und über Bücher diskutieren! Für die nächste Runde lesen wir:

Madame Nielsen "Der endlose Sommer" Verlag Kiepenheuer & Witsch

und

James Baldwin: "Von dieser Welt" DTV.

Wir sind sehr gespannt auf Eure Meinung zu diesen außergewöhnlichen Werken!

Endlich! Der sechste ocelot, - Lesekreis!

Buchpremiere: Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen

12.04.2018 20:00 Uhr - 22:15 Uhr

Preis: 5 €

Eine Studentin beginnt eine Affäre mit ihrem verheirateten Professor, und schon bald muss sie die Grundlagen der Astrophysik am eigenen Leib erfahren. Bertolt Brecht schreibt sein Stück Leben des Galilei im amerikanischen Exil neu und gerät vor das Komitee für unamerikanische Umtriebe. Auf einer einsamen Polarstation am Südpol trifft ein an Liebeskummer leidender Forscher auf seinen Rivalen. Albert Einstein versucht, mit dem Verlust seines ersten Kindes zurechtzukommen. Ein sprachgesteuerter Lift nimmt eine Anweisung etwas zu genau …

Goldschmidts geistreiche und berührende Erzählungen bieten faszinierende Einsichten in die menschliche Natur. Sie erzählt von der Rolle der Frauen in der Forschung, von Wendepunkten im Leben berühmter Wissenschaftler und Künstler, vom jüdischen Überleben nach dem Zweiten Weltkrieg, von Liebe und Sex und der immer aktuellen Suche nach Erkenntnis. Von der surrealen Miniatur bis zur epischen realistischen Erzählung, von historisch bis utopisch zeigt sich Pippa Goldschmidt als versierte, unterhaltsame Autorin, der es gelingt, mit jeder Geschichte neu zu überraschen und zu faszinieren.

Pippa Goldschmidt wuchs in London auf und lebt heute in Edinburgh. Sie absolvierte an der University of Glasgow ein Masterstudium in Creative Writing. 2012 gewann die promovierte Astronomin den angesehenen Scottish Book Trust/Creative Scotland New Writers Award. Ihre Erzählungen, Gedichte und Essays sind in vielen internationalen Publikationen, etwa der New York Times, erschienen. Ihr erster Roman »Weiter als der Himmel« war nominiert für den Dundee International Book Prize, und »Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen« stand auf der Longlist des Frank O’Connor International Short Story Award.

Indiebook-Special: Culturbooks Verlegerin Zoë Beck wird den Abend mit einer kurzen Verlagspräsentation beginnen!

Buchpremiere: Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen

Der Indiebookday im ocelot,!

24.03.2018 14:00 Uhr - 23:45 Uhr

Der Indiebookday im ocelot,!
Preis: Der Eintritt ist frei!

Endlich ist es wieder so weit!
Am 24. März findet der hohe Feiertag der unabhängigen Verlage statt. Auch wir feiern den INDIEBOOKDAY gebührend. Denn wir lieben Bücher aus unabhängigen Verlagen, die schön gestalteten, die Wiederentdeckungen, die mutigen Editionen und die Menschen dahinter. Ohne die unabhängigen Verlage wäre unsere Literatur grau, arm und trist. Darum lassen wir die Korken knallen und die bibliophilen Blüten sprießen zum INDIEBOOKDAY im ocelot.

In diesem Jahr mit dabei sind:

Edition Fototapeta
Weidle
Verbrecher
Verlagshaus Berlin
Secession Verlag für Literatur
mairisch
Edition Nautilus
Friedenauer Presse
Kookbooks
Frohmann
Culturbooks
Open House
Topalian & Milani Verlag
Matthes und Seitz Berlin
Edition Atelier

+ ocelot Spezial-Performance

Der Indiebookday ist eine Initiative des Mairisch Verlages. Mehr Informationen gibt es hier:
https://www.indiebookday.de

Endlich! Der fünfte ocelot, Lesekreis!

21.03.2018 20:30 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Wir wollen uns wieder mit Euch treffen und gemeinsam über Lektüren diskutieren.

Für die fünfte Runde unseres Lesekreises lesen wir zwei deutschsprachige Debütantinnen:

Anne Reinecke: Leinsee (aus dem Diogenes Verlag)
und
Mareike Fallwickl: Dunkelgrün fast schwarz (von der Frankfurter Verlagsanstalt)

Der Eintritt ist frei. Jede/r darf kommen und zuhören oder sich an der Diskussion beteiligen. Wir sind wie immer gespannt!

Endlich! Der fünfte ocelot, Lesekreis!

Buchpremiere: Mareike Fallwickl "Dunkelgrün fast schwarz"

06.03.2018 20:00 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Raffael, der Selbstbewusste mit dem entwaffnenden Lächeln, und Moritz, der Bumerang in Raffaels Hand: Seit ihrer ersten Begegnung als Kinder sind sie unzertrennlich, Raffael geht voran, Moritz folgt. Moritz und seine Mutter Marie sind Zugezogene in dem einsamen Bergdorf, über die Freundschaft der beiden sollte Marie sich eigentlich freuen. Doch sie erkennt das Zerstörerische, das hinter Raffaels stahlblauen Augen lauert. Als Moritz eines Tages aufgeregt von der Neuen in der Schule berichtet, passiert es: Johanna weitet das Band zwischen Moritz und Raffael zu einem fatalen Dreieck, dessen scharfe Kanten keinen unverwundet lassen. Sechzehn Jahre später hat die Vergangenheit die drei plötzlich wieder im Griff, und alles, was so lange ungesagt war, bricht sich Bahn – mit unberechenbarer Wucht. Mareike Fallwickl erzählt von Schatten und Licht, Verzweiflung und Sehnsucht, Verrat und Vergebung. Ihr packendes Debüt bringt alle Facetten der Freundschaft zum Leuchten, die Leidenschaft, die Sanftheit – und die Liebe, in ihrer heilsamen, aber auch funkelnd grausamen Pracht.

Mareike Fallwickl, 1983 in Hallein bei Salzburg geboren, arbeitet als freie Texterin und Lektorin, schreibt für eine Salzburger Zeitung eine wöchentliche Kolumne und betreibt seit 2009 einen Literaturblog.
Für ihr literarisches Debüt »Dunkelgrün fast schwarz« erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Bundeskanzleramts Österreich. Mareike Fallwickl lebt im Salzburger Land.

Moderation: Maria-Christina Piwowarski (ocelot).

Diese Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Frankfurter Verlagsanstalt.

Foto Mareike Fallwickl (c) Gyoengyi Tasi.

Buchpremiere: Mareike Fallwickl "Dunkelgrün fast schwarz"

Was ist jetzt? - 4 x Buchpremiere mit dem Verlagshaus Berlin

02.03.2018 20:00 Uhr - 23:00 Uhr

Preis: 5 €

Das Verlagshaus Berlin ist zurück aus der BlackBox und legt mit einem fulminanten Programm wieder los!

Was ist jetzt?, fragt das Verlagshaus Berlin mit seinem Frühjahrsprogramm und wir möchten Euch einladen, bei der Beantwortung der Frage dabei zu sein!

Am 2. März stellt das Verlagshaus Berlin sein Frühjahrsprogramm vor – mit Mikael Vogel, Crauss, Martin Piekar und Tobias Roth.

__

Mikael Vogel spürt in seinen Gedichten Fallgeschichten und Singularitäten nach, legt mit seiner Sprache vergessene Wissensbestände frei. Nach Morphine und Massenhaft Tiere widmet er sich in Dodos auf der Flucht ausgestorbenen Arten: Ein Requiem für ein verlorenes Bestiarium.

Crauss geht in DIE HARTE SEITE DES HIMMELS den Nullpunkten im Alltag nach: Sie werden von einer arabeskenhaften Sprache des Begehrens, des Träumens und der Lust gefüllt. Fließende Rhythmen und barockes Sprachmaterial verleihen seinen Gedichten etwas Schwebendes.

Martin Piekar spricht in Amok PerVers eine radikal subjektive Sprache, die sich ihrer prägenden Strukturen in jedem Moment bewusst ist. Seien sie sprachlich oder gesellschaftlich: Er stellt sie aus, schlachtet sie aus, schreibt gegen sie an und bewegt sich so zwischen Privatem und Politischem.

Tobias Roths poetische Arbeit ist eine sammelnde und grabende. Was sich hervortut: Fundstückeeuropäischer Tradition, aufgearbeitet und für Roths Poetik produktiv gemacht. Grabungsplan ist eine Route durch Schichten und Geschichten europäischer Kulturtradition. Sie führt von italienischen Schauplätzen entlang der Verbindungslinie Alpen bis ins Baltikum. Entlang der Route finden Ausgrabung, Aufbau, Ausbau und erneute Verschüttung statt.

Was ist jetzt? - 4 x Buchpremiere mit dem Verlagshaus Berlin

AMPERSAND INTERART »Diorama / Zeichnungen« – Vernissage

24.02.2018 19:00 Uhr

AMPERSAND INTERART »Diorama / Zeichnungen« – Vernissage
Preis: Der Eintritt ist frei!

In dem Projekt AMPERSAND INTERART inszeniert Andrea Schmidt ihre Zeichnungen in Form von Licht- und Bewegtbild für intermediale Musik- und Literaturprojekte. In der Ausstellung »DIORAMA« zeigt sie Zeichnungen zu den Bänden »Stempelkissenbuch« (SuKuLTuR, 2017), »RUNEN« (SIC-Literaturverlag, 2015) und »Die Erbärmlichkeit des Krieges« (Verlagshaus Berlin, 2014).

Sie experimentiert mit naturhaften und geschaffenen Strukturen, die immer für bestimmte Ordnungssysteme stehen. Diese durchdringen sich, bilden Synthesen oder zerstören sich. Strukturen, die es ermöglichen, sich in einer komplexen Welt zu
verorten und Vereinbarungen zu treffen, werden aufgebrochen und in neue Kontexte gesetzt. Ordnungen und damit verbundene Vorstellungen, Klischees und Stereotype transformieren sich und erzeugen so neue Interpretationsmöglichkeiten durch die Visualisierung von Geschichte, Erinnerung und Identität.

Anna Hetzer liest Gedichte aus ihrem aktuellen Band »Stempelkissenbuch«.

Andrea Schmidt lebt und arbeitet als Verlegerin und Designerin in Berlin. Seit 2005 führt sie zusammen mit Jo Frank und Dominik Ziller das Verlagshaus Berlin. Außerdem trägt sie gern schwarz und glaubt an Schrift.

Anna Hetzer, lebt in Berlin und glaubt an das gedruckte Wort. Sie studierte Medizin, Philosophie und Literatur in Berlin, Paris und London. 2016 erschien ihr Lyrikdebut »zwischen den prasselnden punkten« im Verlagshaus Berlin.

www.ampersand-interart.de

Buchpremiere: Jörg Magenau "Bestseller"

14.02.2018 20:00 Uhr - 22:30 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Für Bestseller gibt es keine Zauberformel,
aber viele gute Gründe!

Bestseller sind mehr als erfolgreiche Bücher. Sie sind Spiegel ihrer Zeit. Jörg Magenau fahndet in den Bestsellerregalen von 1945 bis heute danach, was die Bücher über uns als Gesellschaft und unsere Stimmungen erzählen.

Jeder Leser weiß es: Ein Platz auf der Bestsellerliste ist kein Qualitätsmerkmal. Und doch gibt es Gründe und Bedingungen dafür, dass Tausende Leser zur selben Lektüre greifen. Denn Bücher sind nicht nur ein Teil unseres Lebens, auch wir Leser sind in ihnen enthalten. Zwischen den Seiten finden wir unsere Ängste, Hoffnungen und Wünsche, wir befriedigen unsere Neugier und Sensationslust.
Jörg Magenau hat Bücherregale und Bestsellerlisten gesichtet, um diese Hintergrundgeschichte der Bestseller zu erzählen. Warum traten bestimmte Bücher zu ihrer Zeit eine Debatte los oder lösten einen Hype aus? Warum wurden bestimmte Themen so mächtig? Eine Geschichte des Lesens – eine Geschichte unseres Landes.

Jörg Magenau studierte in Berlin Philosophie und Germanistik. Er gehörte zu den Gründern der Wochenzeitung Freitag, deren Literaturredakteur er bis 1996 war. Er arbeitete für die taz, die FAZ und ist seit 2002 freier Autor, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und Deutschlandfunk Kultur. Nach umfassenden Biographien über Christa Wolf, Martin Walser und über Ernst und Friedrich Georg Jünger erschienen von ihm zuletzt Princeton 66. Die abenteuerliche Reise der Gruppe 47 und bei Hoffmann und Campe Schmidt–Lenz. Geschichte einer Freundschaft (2014).

Moderation: Ursula März

Diese Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Verlag Hoffmann und Campe.

Buchpremiere: Jörg Magenau "Bestseller"

Sachen mit Wœrtern #8 Release-Lesung

03.02.2018 20:00 Uhr - 23:30 Uhr

Sachen mit Wœrtern #8 Release-Lesung
Preis: Der Eintritt ist frei!

Schnitt, Schnapp, Schnaps: Die 8. Ausgabe von Sachen mit Wœrtern ist eben erschienen, und das will gefeiert werden! Am 3. Februar lädt das Berliner Literaturmagazin deshalb ab 20 Uhr ins Ocelot ein. Das Heft präsentiert sich in neuem Outfit und mit einer erlesenen Mischung aus junger Lyrik und Prosa, Essays und Interviews zum Titelthema SCHNITT. Von lyrischen Horrorfilmminiaturen über eine Graphic Short Story bis hin zu frisch übersetzter Literatur aus dem ungarischen Sprachraum testen die Beiträge das Themenfeld über Schnittstellen mit anderen Kunst- und Wissensbereichen aus. Ebenso abwechslungsreich geht es auch an diesem Abend zu: Sara Hauser, Kinga Tóth, Saskia Warzecha und Christopher Wasmuth lesen Texte, die zwischen Spannung und Sprachexperiment wechseln, in Klassenzimmer, Unterseeboote, das ewige Eis und das menschliche Gehirn entführen – und unter die Haut gehen. Die Schnitte, die sie vornehmen, dringen durch stabil erscheinende Oberflächen und kehren das Innerste nach außen, bringen verborgene Mechanismen zum Vorschein und die vorgegebene Ordnung durcheinander.

Über die Lesenden
Sara Hauser, geboren 1986 in Calw. Arbeitet als Literaturvermittlerin in Tübingen. Dort und in Stockholm studierte sie Jura, Philosophie, Komparatistik und Literarisches Schreiben. Auszüge ihres Abschlussprojekts am Tübinger Studio Literatur und Theater – "In den Fernrohrverkaufspausen" – erschienen 2017 in Zeitschriften und wurden in Zürich als Kurzhörstück produziert. https://www.youtube.com/watch?v=ua8fvo-6VzA

Kinga Tóth, Sprachwissenschaftlerin, Schriftstellerin, (Klang-)Poet-Illustratorin und Performerin. Darüber hinaus ist sie Songwriterin und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts sowie Vorstandsmitglied des József-Attila-Kreises für junge Schriftsteller. Zuletzt erschienen ihre Gedichtbände "Wir bauen eine Stadt" (Parasitenpresse, 2016) und "ALLMACHINE/Allmaschine" (Magvető, Akademie Schloss Solitude, 2014).

Saskia Warzecha studierte Computerlinguistik, Sprachkunst und Literarisches Schreiben in Potsdam, Wien und Leipzig. Veröffentlichungen zuletzt in der "Edit", "BELLA triste" und im "Jahrbuch der Lyrik". Sie war Finalistin beim 24. open mike 2016, gewann den Lyrikpreis München 2017, ist Herausgeberin der "Tippgemeinschaft 2016" und der Lyrik-Anthologie "Ansicht der leuchtenden Wurzeln von unten" (poetenladen, 2017) und arbeitet als Redakteurin bei "STILL" sowie als Computerlinguistin im Bereich Spracharchitektur/Roboterjournalismus in Berlin.

Christopher Wasmuth wurde 1990 in Oldenburg in Holstein geboren. Er studierte am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Spaltungen. Suizid übersetzen. Die Literaturübersetzerin Claudia Hamm und der Kulturwissenschaftler Thomas Macho diskutieren über den Selbstmord des Autors.

25.01.2018 20:00 Uhr

Preis: 5 €

Ein Selbstmord stellt sämtliche Gewissheiten in Frage, das gilt für den, der in der Literatur inszeniert wird, wie auch für den, der ein Leben beendet. Der französische Autor Edouard Levé nahm sich 2007, wenige Tage nach der Abgabe seines Manuskripts "Selbstmord", das Leben. Welche Poesie geht einer solchen Entscheidung voraus? Wie bedingen das Schreiben über Suizid und der Suizid des Schreibenden einander? Wie nah ist ein Übersetzer dem Thema, das er/sie zu verhandeln hat? Welche Rolle spielt das für die sprachliche Gestaltung? Thomas Macho geht in seinem neuen Buch "Das Leben nehmen" in einem großen kulturwissenschaftlichen Aufriss auf solche Fragen ein. In einem gemeinsamen Gespräch nähern sich die Levé-Übersetzerin Claudia Hamm und Thomas Macho den Aufspaltungen eines Ichs, die es am Ende auslöschen.

Moderation: Ludwig Lohmann (ocelot)

Diese Veranstaltung findet statt in Kooperation mit:

Weltlesebühne e.V. Übersetzer über Bücher
Suhrkamp Verlag
Matthes & Seitz Berlin

Spaltungen. Suizid übersetzen.  Die Literaturübersetzerin Claudia Hamm und der Kulturwissenschaftler Thomas Macho diskutieren über den Selbstmord des Autors.

Kirsten Becken: "Seeing her Ghosts" - Vernissage und Lesung

04.01.2018 20:00 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

"Seeing Her Ghosts / Ihre Geister sehen" ist ein Kompendium von Fotografien, künstlerischen Arbeiten und Texten initiiert von der Fotografin Kirsten Becken. Mit Arbeiten renommierter Beitragender wie Siri Hustvedt, Andrew Solomon oder Bessel van der Kolk bietet das Buch einen spannenden Dialog über den Umgang mit Psychose in der Familie.


Die Idee zu "Seeing Her Ghosts” entstand, als ich zum ersten Mal auf die Zeichnungen meiner Mutter stieß, an denen sie bereits im Alter von 18 Jahren und später auch innerhalb psychotischen Phasen zu arbeiten begann. Mein Vater bewahrte beinahe alle dieser Aquarelle in einem Portfolio auf. Als ich sie zu Weihnachten zusammen mit meinem Sohn auslegte, um sie genauer zu betrachten hatte das Gefühl, dass diese Aquarelle eine Geschichte erzählen. Also habe ich sie in Fotografien übertragen, um diese Geschichten in meine Realität zu übersetzen und für viele sichtbar zu machen. Für mich mussten sie in einem Studio inszeniert und von Personen verkörpert werden, weil ich das starke Bedürfnis hatte, den Visionen meiner Mutter einen Raum zu geben. Mein Ziel ist es durch die im Buch versammelten visuellen Arbeiten und Texte ein neues Selbstvertrauen gegenüber psychotischen Erleben aufzubauen und eine Hilfestellung zu bieten die eigentliche Motivation einer Psychose herauszufinden. Was liegt hinter deinem Kampf? Dieser künstlerische Dialog bildet das Herzstück von "Seeing Her Ghosts" und alle Essays, Gedichte und Kunstwerke fügen sich zu einem Gespräch mit vielen Beteiligten zusammen. Die transgenerationale Weitergabe von unbearbeiteten Gefühlen, Traumata und unausgesprochenen Seelenleiden begleitet uns immer noch."Seeing Her Ghosts" soll dazu beitragen, die Hemmschwelle gegenüber seelischen Krankheiten zu verringern und mit Hilfe von Kunst einen offeneren Zugang zu finden.


//

Am 4.1. lesen Mirna Funk "Mein geliebter Tornado”, Saralisa Volm "Einer tanzt allein” und Dayna Gross "Her Episodes".

Kirsten Becken: "Seeing her Ghosts" - Vernissage und Lesung

Alle Jahre wieder! Der ocelot, Weihnachtsabend.

12.12.2017 20:00 Uhr - 22:30 Uhr

Alle Jahre wieder! Der ocelot, Weihnachtsabend.
Preis: Der Eintritt ist frei!

Jauchzet frohlocket ihr Lieben!
Wir möchten Euch wie jedes Jahr zu unserem ocelot, Weihnachtsabend einladen! Alle ocelots werden da sein und Euch ihr Lieblingsbuch des Jahres vorstellen. Dazu gibt es Glühwein und Plätzchen und überhaupt wird es an diesem Abend sehr gemütlich in Eurem Wohnzimmer der guten Literatur.

Weihnachten kann auch sinnlich sein!

Eure ocelots

ocelot Lesekreis

16.11.2017 20:30 Uhr

Wir möchten wieder mit Euch über Literatur reden!

Diesmal wird es sehr amerikanisch. Wir lesen:

Richard Ford "Zwischen Ihnen" (Hanser Literaturverlage)
und
Colson Whitehead "Underground Railroad" (Hanser Literaturverlage).

Wir freuen uns auf eine neue Runde angenehm angewandter Literaturkritik!

Eure ocelots,

ocelot Lesekreis

Präsentation "Verlag Das kulturelle Gedächtnis"

26.10.2017 20:00 Uhr - 22:00 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Der VERLAG DAS KULTURELLE GEDÄCHTNIS hat sich zum Ziel gesetzt, notwendige Bücher der Literatur- und Kulturgeschichte neu zu verlegen – um schon gemachte Erfahrungen einzubringen, erreichte Standards des Denkens und Schreibens hochzuhalten. Wir müssen nicht einsam in der Geschichte und in der Gegenwart stehen.
Dieses Ziel verfolgen ein Kuratorium von Gesellschaftern mit heiterer Gelassenheit, Widerborstigkeit und Liebe zur Buchkunst, um den jahrhundertealten Errungenschaften der Buchkultur ein schillerndes Mosaiksteinchen hinzuzufügen.

Am 26. Oktober 2017 präsentieren die Gesellschafter Thomas Böhm, Peter Graf, Carsten Pfeiffer und Tobias Roth in der Buchhandlung Ocelot das zweite Programm des VERLAGS DAS KULTURELLE GEDÄCHTNIS: Titel von Walt Whitman, Ernst Ottwald, Erich Wulffen, Oswald Bauer und den Gebrüdern Grimm. Es geht um die Feier des multikulturellen New York, die symptomatische Rechtblindheit der deutschen Justiz, ehrbaren Handel und gut gemachte Hochstapelei – und nicht zuletzt die Schönheit der deutschen Sprache.

Präsentation "Verlag Das kulturelle Gedächtnis"

Theresia Enzensberger liest "Blaupause"

24.10.2017 20:00 Uhr - 22:00 Uhr

Preis: 5 €

***ACHTUNG: NEUES DATUM!!! *** DIE LESUNG FINDET JETZT AM 24.10 STATT!!!***

Luise Schilling ist jung, wissbegierig und voller Zukunft. Anfang der brodelnden zwanziger Jahre kommt sie an das Weimarer Bauhaus. Sie studiert bei Professoren wie Gropius oder Kandinsky und wirft sich hinein in die Träume und Ideen ihrer Epoche. Luise will viel erreichen im Leben – doch wenig davon hat zu tun mit der Huldigung großer Männer.
Zuerst verliebt sich Luise in den schillernden Kunststudenten Jakob, dann in den politisierten Grafiker Hermann. Doch das sind nur zwei Figuren einer überbordenden Zeit. Zwischen Technik und Kunst, Kommunismus und Avantgarde, Populismus und Jugendbewegung lernt Luise gesellschaftliche Utopien kennen, die uns bis heute prägen. Wie beim Blick in eine aktuelle Zeitung wird ihr immer klarer, dass der Kampf um die große Freiheit vor dem eigenen kleinen Leben nie Halt macht. Rasant und äußerst gegenwärtig erzählt Theresia Enzensberger von einer jungen Frau in den Wirren ihres Lebens: Von den brutalen Konflikten zwischen Rechts und Links bis zum Sprung eines jungen Liebespaares in einen nächtlichen Fluss, damals vor fast hundert Jahren.

Theresia Enzensberger wurde 1986 in München geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Film und Filmwissenschaft am Bard College in New York und schreibt als freie Journalistin unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, ZEIT Online, Krautreporter und Monopol. 2014 gründete sie das vielfach preisgekrönte BLOCK Magazin.

Moderation: Maria-Christina Piwowarski (ocelot)

Foto Theresia Enzensberger (c) Rosanna Graf

Theresia Enzensberger liest "Blaupause"