Ulrike Almut Sandig, Ron Winkler (c) ocelotevent
Andrea Schmidt, Jan Kuhlbrodt, Hanna Mittelstädt (c) ocelotevent

Veranstaltungsarchiv

Buchpremiere! Julia Rothenburg liest "Koslik ist krank"

07.09.2017 20:00 Uhr - 22:00 Uhr

Preis: 5 €

Alles war in bester Ordnung, bis René Koslik, ein Mann Anfang vierzig mit geregeltem Alltag als Volkshochschullehrer in Freiburg, plötzlich wegen Verdachts auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert wird. Mit ihren labyrinth-artigen Gängen und ihrer undurchschaubaren Choreographie von Ärzten und Pflegern erscheint ihm die Klinik wie eine Parallelwelt. Die übrigen Patienten gleichen Schauspielern in einem absurden Theaterstück: Kosliks duldsamer Bettnachbar Friese, der redselige Rheinländer Bude, die esoterische Maltherapeutin Klemm - und eine Gestalt im Bademantel, die sich als Frank entpuppt, ein ehemaliger Kommilitone und ewiger Konkurrent von Koslik. Die angekündigten Untersuchungen verzögern sich, und eine diffuse Unruhe ergreift von ihm Besitz; er fühlt sich wie ein Angeklagter, der vergeblich auf sein Urteil wartet. Die treffsicheren Dialoge, die bestechend minimalistische Dramaturgie und die skalpellscharfe Beobachtungsgabe von Julia Rothenburg machen Koslik ist krank zu einem in jeder Hinsicht bemerkenswerten literarischen Debüt. Der Autorin gelingt ein verstörendes Kammerspiel, eine literarische Endoskopie eines Mannes mittleren Alters mit dem Finger auf der Reset-Taste.


Julia Rothenburg wurde 1990 in Berlin geboren. Sie studierte Soziologie und Politikwissenschaft, zuerst in Freiburg und dann in Berlin. Für ihr Romanmanuskript "Koslik ist krank" erhielt sie den Retzhof-Preis für junge Literatur. Die Autorin war Stipendiatin der Schreibwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung. Koslik ist krank ist ihr Debütroman.

Moderation: Anne Michaelis, Frankfurter Verlagsanstalt

Eintritt 5€

Buchpremiere! Julia Rothenburg liest "Koslik ist krank"

Der zweite ocelot, Lesekreis!

21.08.2017 20:30 Uhr - 22:00 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Endlich! Der zweite ocelot, Lesekreis findet statt!
Doch was bedeutet das eigentlich? Sitzen wir da alle im Kreis und lesen uns was vor? Nein, weder Kreis noch vorlesen. Bei unserer täglichen Arbeit im ocelot geraten wir immer wieder in Situationen, in denen aus Beratungen längere Diskussionen über einzelne Bücher entstehen. Das sind meist Bücher, in denen brisante Themen der Gegenwart verhandelt werden oder die durch ihren Stil herausstechen.
Im Lesekreis möchten wir Euch und uns Raum und Zeit geben, über ausgewählte Lektüren zu diskutieren. Ohne Hierarchien, ohne Vorgaben. Einzig das in der letzten Sitzung ausgewählte Buch sollte vorher gelesen werden.
Der Lesekreis findet einmal im Quartal statt. Zu jeder Sitzung wählen wir gemeinsam das Buch für die nächste Sitzung aus. (Meist sind das Bücher mit einer bestimmten "Welthaltigkeit", das heißt, sie behandeln in literarischer Form wichtige aktuelle Diskurse.)
Jede/r ist zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Wer sich unsicher ist, ob er/sie direkt mitdiskutieren möchte oder das Buch noch nicht gelesen hat, darf auch gern als Zuhörer/in kommen.
Wir freuen uns auf kontroverse, gut argumentierte Kritiken, auf Perspektivenvielfalt und ungewöhnliche Lesarten. Auch wenn jede/r den gleichen Text vor sich hat, liest jede/r ein anderes Buch!

Für den Lesekreis im August lesen wir:

Saleem Haddad: Guapa (Albino Verlag 2017)

und

Theresia Enzensberger: Blaupause (Hanser 2017).

Wir freuen uns auf Euch!

Der zweite ocelot, Lesekreis!

Buchpremiere! Simon Strauß liest "Sieben Nächte"

13.07.2017 20:30 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Schließt die Augen und zerbrecht das Glas

Es ist Nacht, ein junger Mann sitzt am Tisch und schreibt. Er hat Angst. Davor, sich entscheiden zu müssen. Für eine Frau, einen Freundeskreis, einen Urlaubsort im Jahr. Er hat Angst, dass ihm das Gefühl abhandenkommt. Dass er erwachsen wird. Doch ein Bekannter hat ihm ein Angebot gemacht: Sieben Mal um sieben Uhr soll er einer der sieben Todsünden begegnen. Er muss gierig, hochmütig und wollüstig sein, sich von einem Hochhaus stürzen, den Glauben und jedes Maß verlieren. Sieben Nächte ist ein Streifzug durch die Stadt, eine Reifeprüfung, die vor zu viel Reife schützen soll, ein letztes Aufbäumen im Windschatten der Jugend.
Simon Strauß erzählt von einem jungen Mann an der Schwelle, der alles aufbringt, um sich Gewohnheit und Tristesse zu verwehren. Er muss gierig, hochmütig und faul sein, neiden und wüten, Völlerei und Wollust treiben. Sich dem Leben preisgeben, um sich die Empfindung zu erhalten. Im Schutze der Nacht entwickelt er aus der Erfahrung der sieben Todsünden die Konturen einer besseren Welt, eines intensiveren Lebens.

»Simon Strauß erzählt von einem, der auszog, um die ewige Jugend zu suchen – und schreibt ein Buch, das so klug und berührend ist, dass man ihm auf der Stelle folgen will.« Theresia Enzensberger

Simon Strauß, geboren 1988 in Berlin, studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Hospitanzen und eine Gastdramaturgie am Theater. Mitorganisator des Jungen Salons in Berlin. 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer althistorischen Arbeit über »Konzeptionen römischer Gesellschaft bei Theodor Mommsen und Matthias Gelzer«. Er lebt in Frankfurt, ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Moderation: Ijoma Mangold!

Foto Simon Strauß (c) Martin Walz

Buchpremiere! Simon Strauß liest "Sieben Nächte"

Jugendliche im Gespräch zu aktuellen Jugendbuch-Nominierungen des Deutschen Jugendliteraturpreises

03.07.2017 19:00 Uhr - 20:00 Uhr

Jugendliche im Gespräch zu aktuellen Jugendbuch-Nominierungen des Deutschen Jugendliteraturpreises
Preis: Der Eintritt ist frei!

Jugendliche der LIN - Literaturinitiative Berlin diskutieren mit prominenten Gästen die aktuellen Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Moderation: Knut Elstermann

Buchpräsentation: Barbara Schaeffer-Hegel liest "Erfolgreich aus dem Nichts"

29.06.2017 18:30 Uhr - 20:00 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei!

Die Berliner Professorin Barbara Schaeffer-Hegel gründete Anfang der Neunzigerjahre die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft, die EAF. Die pragmatische Rebellin und Außenseiterin der Frauenbewegung setzte sich mit ihrer Europäischen Akademie das Ziel, jungen Frauen mit Führungspotenzial den Aufstieg im beruflichen Leben zu erleichtern und ihnen dabei zu helfen, eine passende »work/ life balance" zwischen Familie und Beruf zu finden. Die EAF richtet sich an die Frauen, die zwischen konservativem Rollendiktat und feministischer Männerfeindlichkeit bisher keinen Ort und keine Zustimmung finden konnten. »Erfolgreich aus dem Nichts« berichtet hautnah und beispielhaft darüber, wie durch die Entschlossenheit Einzelner namhafte Nicht-Regierung-Organisationen ins Leben gerufen und zur Entwicklung einer lebenswerten Gesellschaft beitragen können. Obwohl ein Sachbuch, ist Schaeffer-Hegels Bericht eine spannende Lektüre. Ihre Sprache ist anschaulich, ihre Bilder sind packend, immer wieder werden Spannungsbögen aufgebaut und immer wieder unterbrechen überraschende Anekdoten die Schilderung von thematischen Zusammenhängen. Die Gründungsgeschichte der EAF und der Femtec, von Barbara Schaeffer-Hegel meisterhaft erzählt, ist auch insofern von besonderer Bedeutung, als der Gründerin kein Gründungskapital, kein Gründungsponsor, und keine institutionelle Förderung zur Verfügung standen. »Aus dem Nichts« heraus haben die Autorin und ihr Team zwei Organisationen aufgebaut, die bis heute im beruflichen Bildungsbereich fest etabliert sind.

Barbara Schaeffer-Hegel studierte Politikwissenschaften, Geschichte, Philosophie und Romanistik. Sie lehrte an Hochschulen in Bonn, Münster, Wien, Innsbruck, Berlin und San Diego. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Fragen der politischen Bildung und zur feministischen Grundlagenforschung sowie ein Band mit Kurzgeschichten. In Berlin gründete sie die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) und zusammen mit dem Präsidenten der Technischen Universität Berlin die Femtec GmbH. 2002 erhielt Barbara Schaeffer-Hegel das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse; 2011 wurde ihr vom Land Berlin die Luise Schroeder Medaille verliehen. Barbara Schaeffer-Hegel ist verheiratet und hat 4 Kinder.

Als Gäste diskutieren mit: Die Rechtsanwältin Dana Peić-Thiel und der Ministerialdirigent Hartmut Grübel.

Foto Barbara Schaeffer-Hegel (c) Bernd Hartung

Buchpräsentation: Barbara Schaeffer-Hegel liest "Erfolgreich aus dem Nichts"

Berlin Heartbeats - Vernissage

01.06.2017 20:00 Uhr

Preis: Der Eintritt ist frei.

FOTOKUNST IM OCELOT!

Ausstellungseröffnung und Buchpräsentation mit Videoauszügen aus den Interviews, Fotosequenzen und Live-Musik

Der im Suhrkamp Verlag erscheinende Bildband »Berlin Heartbeats« erzählt in intensiven Fotoessays und exklusiven Gesprächen die wegweisenden und die weniger bekannten, dafür umso erstaunlicheren Storys aus der jüngeren Geschichte der Stadt.

In den Filmen und Texten kommen zu Wort: Klaus Biesenbach, Frank Castorf, Flake, Dimitri Hegemann, Judith Hermann, Robert Lippok, Sven Marquardt, Christiane Rösinger, OL und Sasha Waltz.

Mit Bildern von Ben de Biel, Harald Hauswald, Ute Mahler, Hendrik Rauch, Philipp von Recklinghausen, Markus Werner und Rolf Zöllner.

Foto (c) Hendrik Rauch

Berlin Heartbeats - Vernissage

Endlich! Der 1. ocelot, Lesekreis findet statt!

09.05.2017 20:00 Uhr

Preis: Eintritt ist frei!

Wer kennt sie nicht, diese Bücher, die einen nicht loslassen? Die man liest, und die dann lang nachhallen, einen beschäftigen, verstören oder auch ärgern. Was kratzt uns da auf in den Geschichten? Was ist das Besondere an der Form? Wo liegen die Grenzen zwischen fiktiver Figur und realer Biographie? Oft lesen wir Romane, die ein Nachfragen benötigen, ein Einordnen, einen Austausch mit anderen LeserInnen. Das radikale Aufdecken des eigenen Lebens in den Büchern Karl Ove Knausgårds wäre so ein Fall oder die bis an die Grenze des Erträglichen getriebene Prosa von Hanya Yanagihara. Diese Lektüren fordern Folgegespräche.
Wir möchten mit einem neuen Veranstaltungsformat jenen Büchern Raum geben. Einen physischen Raum in unserem Laden. Und einen Gesprächsraum. Mit Euch. Einmal im Quartal wählen wir ein Buch, das wir lesen und dann gemeinsam diskutieren möchten. Jeder kann kommen. Einzige Bedingung ist die vorhergehende Lektüre des zu besprechenden Buches.
Den Auftakt bildet "Ein Gott ein Tier", das neue Buch des französischen Prix Goncourt Preisträgers Jérôme Ferrari. Wer seine "Predigt auf den Untergang Roms" kennt, weiß, dass dieser Autor zu den interessantesten und sprachmächtigsten Autoren der europäischen Gegenwartsliteratur zählt. "Ein Gott ein Tier" ist die Geschichte eines Mannes, der scheitert, weil er seinem Leben keinen Sinn zu geben vermag. Ob dieses Scheitern universal ist und auch uns betrifft, wäre eine Frage, die wir mit Euch diskutieren könnten.

Wir sind gespannt auf Eure Perspektiven!
Eure ocelots,

Endlich! Der 1. ocelot, Lesekreis findet statt!

Buchpräsentation: Antanas Škėma "Das weiße Leintuch"

19.04.2017 20:30 Uhr

Antanas Škėma (1910 – 1961) hinterließ einen Roman, der bis heute bedeutenden Einfluss auf die litauische Literatur ausübt: »Das weiße Leintuch«. Geschrieben zwischen 1952 und 1954, wurde er noch nie zuvor ins Deutsche übersetzt. Der Protagonist Antanas Garšva, ein litauischer Exilschriftsteller, arbeitet als Liftboy in einem vielstöckigen New Yorker Hotel. Antanas Garšva, Alter Ego von Antanas Škėma, ist vor den Sowjets aus Litauen geflohen, hadert aber mit der bigotten litauischen Leitkultur und der Trivialität der amerikanischen Konsumgesellschaft. In Rückblenden und Reflexionen versucht er seinen dramatischen Lebensweg zu verarbeiten und ihm einen Sinn zu geben, in der New Yorker Gegenwart findet er sich verstrickt in ein Dreiecksverhältnis mit seiner Geliebten Elena und ihrem Ehemann.

Aus den aufwühlenden Episoden ergibt sich ein Puzzle des 20. Jahrhunderts, das Škėma mit kraftvollem sprachlichem Reichtum schildert – ein Wirbel an Wahrnehmungen und Erinnerungen, die über Garšva hereinbrechen, um deren Bewältigung er mit immer neuen literarischen Anläufen ringt. Eindrücke von den Straßen New Yorks, Liedverse und Reminiszenzen an Litauen drängen assoziativ in den Text hinein, treiben den Protagonisten voran, bedrängen ihn. »Das weiße Leintuch« erzählt aber auch von der Verantwortung des Schriftstellers in einer unsicheren Welt, von Formen der Anpassung und Möglichkeiten des Widerstands. In der alle Register ausschöpfenden Übersetzung von Claudia Sinnig ist der Roman nun auf Deutsch zu entdecken, in dunkler Schönheit und mit all seinen bis heute nicht beantworteten existenziellen Fragen.

Antanas Škėma (1910 – 1961) wird im damals zum Russischen Reich gehörenden polnischen Łódź geboren, wohin sein Vater, ein litauischer Lehrer, versetzt worden war. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs flieht die Familie ins russische Hinterland, Škėma durchlebt eine traumatische Kindheit, zunächst in Woronesch und dann während der russischen Revolution in der Ukraine. 1921 kehrt die Familie in das nun unabhängige Litauen zurück. 1929 beginnt Škėma in Kaunas Medizin, später Jura zu studieren. Ab 1935 widmet er sich zunehmend dem Theater, er arbeitet als Schauspieler, später auch als Regisseur am Staatstheater Vilnius. 1944 flieht er vor der sowjetischen Besatzung nach Deutschland, wo er, wie Zehntausende seiner Landsleute, mehrere Jahre in Displaced Persons Camps lebt. 1947 veröffentlicht Škėma einen Kurzgeschichtenband und verfasst erste Dramen, 1949 siedelt er in die USA über, wo er seinen Lebensunterhalt als Fabrikarbeiter und Liftboy verdient. In litauischen Exilkreisen engagiert er sich im Theater, verfasst zahlreiche Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften der Emigrantenpresse und publiziert zwei weitere Novellenbände, Essays und Gedichte. Wegen seiner existenziellen Themen wird Škėma als »litauischer Camus« bezeichnet. 1961 stirbt er bei einem Autounfall in Pennsylvania.

Lesung: Claudia Sinnig
Claudia Sinnig, 1965 geboren, aufgewachsen in Gotha. Sie studierte Russisch und Englisch in Leipzig sowie Litauisch in Vilnius. 1989 war sie Mitbegründerin des Lithuanian Review, der ersten unzensierten englischen Zeitung Litauens, 1990 Mitarbeiterin für das erste frei gewählte litauische Parlament. Seit 1992 ist sie freie Autorin und Übersetzerin. Sie übersetzte u. a. Tomas Venclova, Jonas Mekas, Eugenijus Ališanka und Sigitas Parulskis. Claudia Sinnig lebt in Wuhden im Oderbruch.

Moderation: Sebastian Guggolz.

Die Veranstaltung wird vom Lithuanian Culture Institue gefördert.

Der Eintritt ist frei.

Buchpräsentation: Antanas Škėma "Das weiße Leintuch"

ACHTUNG! LEIDER ABGESAGT: Lesung: Tomas Espedal und Hinrich Schmidt-Henkel "Biografie, Tagebuch, Briefe"

18.04.2017 20:30 Uhr - 22:00 Uhr

Preis: 5 €

Edit 17. April: Leider müssen wir diese Veranstaltung bis auf Weiteres verschieben. Aus gesundheitlichen Gründen kann Tomas Espedal vorerst nicht nach Berlin kommen. All unsere guten Wünsche sind bei ihm. Wenn sich ein neuer Termin abzeichnen lässt, melden wir uns.

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Ein Buch wie ein Vermächtnis. Tomas Espedal schreibt in seinem bislang intimsten Buch über die Orte, an denen er lebte, die Frauen, die er begehrte, die Gesichter derer, die er als junger Boxer zertrümmerte, die Bücher, die er las, und über die Liebe zu seiner sterbenden Mutter. Espedal lotet die Grenzen von fiktionalem und autobiografischem Schreiben aus : In jedem der in sich eigenständigen Texte »Biografie«, »Tagebuch« und »Briefe« gibt er schmerzvoll preis, wie er wurde, was er ist, bis am Ende der Schriftsteller über die Privatperson siegt.

Tomas Espedal, geboren 1961 in Bergen, gab sein literarisches Debut 1988 mit dem Roman »En vill flukt av parfymer« (Eine wilde Flucht vor dem Parfüm). Seither veröffentlichte er zahlreiche in Norwegen preisgekrönte Romane und gilt neben seinem Freund Karl Ove Knausgård als einer der wichtigsten Schriftsteller Norwegens.

Moderation und Übersetzung: Hinrich Schmidt-Henkel

Hinrich Schmidt-Henkel geboren 1959 in Berlin. Als einer der renommiertesten deutschen Übersetzer übertrug er zahlreiche namhafte literarische Werke aus dem Französischen, Norwegischen und Italienischen, u.~a. von Louis-Ferdinand Céline, Yasmina Reza, Michel Houellebecq, Jean Echenoz, Marie Darrieussecq, Jon Fosse, Camus, Ibsen und Diderot. Zudem ist er Vorsitzender des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke. Er wurde u.a. mit dem Jane-Scatcherd-Preis und dem Paul-Celan-Preis geehrt. Schmidt-Henkel lebt in Berlin.



Foto Tomas Espedal (c) Helge Skovdin

ACHTUNG! LEIDER ABGESAGT: Lesung: Tomas Espedal und Hinrich Schmidt-Henkel "Biografie, Tagebuch, Briefe"

Buchpremiere: Ron Winkler "Karten aus Gebieten"

06.04.2017 20:30 Uhr

Preis: 5 €

Mit unserem Wahrnehmen formen und verformen wir die Orte, die wir erleben. Und sie bleiben gleichwohl vage, trotz all ihrer Präsenz – so vage wie wir uns selbst.
Ron Winkler taucht in seinen neuen Texten in jene Sphäre ein, wo sich das Vermittelbare und das Unvermittelbare wild durchdringen, gespeist von den vielen Eindrücken, die von Orten ausgehen können: flüchtig und labil, innig fasziniert, seltsam und verstörend, oft mit großer Wucht.
So unspezifisch die Geografie dieser Gedichte scheinen mag, so akut ist ihre Gegenwart aus Kulturenkonflikt und Kolonialisationsromantik, Cluburlaub und Aleppo. Ron Winkler zeigt die Brutalität des Gleichzeitigen und die seltsamen Harmonien des Disparaten.
Er schreibt Postkarten aus vertrauter Fremde, flektiert Landschaften ins Wunderbare, macht Liebe zur Sprache eines sinnlichen Taumels. »Auch Afrika / war Laub, an dem man zupfte wie schön, / wir waren uns / vollends keines Graus bewusst / im Delta / zwischen Soll und Ist.«

Ron Winkler, geboren 1973 in Jena, lebt in Berlin. Von ihm erschienen bisher vier Gedichtbände, zuletzt PRACHTVOLLE MITTERNACHT (2013). Herausgeber verschiedener Anthologien, darunter SCHNEEGEDICHTE (2011). 2005 erhielt er den Leonce-und-Lena-Preis, 2006 den Mondseer Lyrikpreis. 2012 wurde er mit dem Rainer-Malkowski-Stipendium ausgezeichnet. 2015 erhielt er den Lyrikpreis München, 2016 den Basler Lyrikpreis, 2017 das Harald-Gerlach-Stipendium des Landes Thüringen.
ttp://www.ronwinkler.de
http://ronwinkler.wordpress.com

Moderation: ULRIKE ALMUT SANDIG!

Foto Ron Winkler (c) Schall & Schnabel

Buchpremiere: Ron Winkler "Karten aus Gebieten"

INDIEBOOKDAY

18.03.2017 13:00 Uhr

INDIEBOOKDAY

Am 18. März 2017 ist Indiebookday!
Was ist der Indiebookday?

Ihr liebt schöne Bücher.
Am Indiebookday könnt Ihr das allen zeigen. Es geht ganz einfach:
Geht am 18.03.2017 in einen Buchladen Eurer Wahl (am liebsten natürlich zu uns) und kauft Euch ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet.
Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen.

Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat) oder einem Blog Eurer Wahl mit "#indiebookday". Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.

Schon der erste Indiebookday 2013 bekam in den deutschsprachigen Ländern große Aufmerksamkeit. 2014-2016 kamen dann auch Teilnehmer in UK, Italien, den Niederlanden und Portugal dazu. 2017 geht es weiter!

Facebook-Event zum Indiebookday 2017:
www.facebook.com/events/819394734865556

Hashtag bei Twitter & Instagram:
#indiebookday

Zum Hintergrund
Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen.

Anlässlich dieses fulminanten Feiertages wird es im ocelot ein kleines Indie-Festival geben. Ab dem frühen Nachmittag gibt es im Schaufenster Lesungen, Verlagspräsentationen und Performances.

Und hier ist der Stundenplan:

15.00 Uhr: Edition foto.Tapeta - Andreas Rostek liest aus "Parallele mit Hund"
15.45 Uhr: Weidle Verlag - Maria und Ludwig lesen aus Niroz Malek "Der Spaziergänger von Aleppo"
16.30 Uhr: Mairisch - Blanka Stolz präsentiert die "Philosophie des Gärtnerns"
17.15 Uhr: Voland & Quist - Ulli Hannemann liest aus "Wunschnachbar Traumfrau"
18.00 Uhr: Open House Verlag - Verleger Rainer Höltschl präsentiert "Die Bombe" von Sven Hannes und "Die Geigen des Amnon Weinstein" von James A. Grymes
18.45 Uhr: Guggolz - Sebastian Guggolz liest aus Harry Matinson "Reisen ohne Ziel"
19.30 Uhr: Verbrecher Verlag - Anke Stelling liest aus "Fürsorge"
20.15 Uhr: Verlagshaus Berlin - Lea Schneider und Andrea Schmidt präsentieren die "Chinabox"
21.00 Uhr: Matthes & Seitz Berlin - Claudia Hamm liest aus Mathias Ènard "Der Alkohol und die Wehmut"
21.45 Uhr: Secession Verlag für Literatur - Maren Kames liest aus "Halb Taube, halb Pfau"
22.30 Uhr: Edition Groschengrab - Daniel Boente liest aus der schreckliche Feuerbach"
23.15 Uhr: Parasitenpresse - Kathrin Bach liest aus "Schwämme" und Christoph Georg Rohrbach aus "O."

Der Indiebookday ist eine Initiative des mairisch Verlages: https://www.indiebookday.de/

Lesung Anna Basener: Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

16.03.2017 20:30 Uhr

Preis: 5 €

Die Omma ist eine Ruhrpottikone. Sie war mal Wirtschafterin im Puff, bis sie den brutalen Zuhälter nicht mehr ertragen und ihn kurzerhand mit einer Flasche Korn erschlagen hat. Als die Mitzi, ehemalige Prostituierte und enge Vertraute der Omma, plötzlich stirbt, bricht die Omma alle Zelte ab und zieht zu ihrer Enkelin Bianca. Nach Berlin-Kreuzberg. Bianca wundert sich sehr, dass die vitale Mitzi plötzlich tot sein soll und die Omma ihr geliebtes Essen verlässt. Bianca stellt immer mehr Fragen – bis sie eine Antwort erhält, die sie nicht hören wollte …

Anna Basener wurde 1983 in Essen geboren. Ihr Studium in Hildesheim hat sie mit dem Schreiben von Romanheften finanziert und war laut ZEIT die "erfolgreichste Groschenromanautorin
Deutschlands". Ihr Ratgeber Heftromane schreiben und veröffentlichen gilt, so der Deutschlandfunk, als Standardwerk.
Vom Groschenroman hat sie sich inzwischen gelöst, geblieben aber ist eine große Liebe für Eierlikör und Kitsch, Trash und Popliteratur.

Autorinnenfoto: Ecko von Schwicho

Lesung Anna Basener: Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

Buchpremiere und Vernissage Felix Bork "Oh, ein Tier!"

11.03.2017 19:00 Uhr

Felix Bork hat ein Tierbestimmungsbuch gemalt. Aber nicht irgendeins. Er hat DAS Tierbestimmungsbuch gemalt. "Oh. ein Tier!" wird die heimische Zoologie revolutionieren und ganz neue Maßstäbe setzen im Wald und auf der Heide.
Erste Testpersonen berichten, dass Spaziergänge durch die Natur nicht mehr das Selbe sind seit Felix Bork.
Bald lässt sich dieses Buch erstmals im ocelot entdecken. Dann heisst es: Ruhe bewahren. Langsam anschleichen, am Antlitz erfreuen und mitnehmen. Aber psst!

Der Eintritt ist frei.

Buchpremiere und Vernissage Felix Bork "Oh, ein Tier!"

Buchpräsentation: Anna Kim "Die große Heimkehr"

02.02.2017 20:30 Uhr

Preis: 5 €

Im Jahr 1960 in Seoul sind Johnny Kim, seine Geliebte Eve Moon und sein bester Freund aus Kindertagen Yunho Kang auf der Flucht vor der berüchtigten Nordwest-Jugend, einer antikommunistischen, paramilitärischen Schlägertruppe im Dienst der Regierung Südkoreas. Diese steht kurz vor dem Zusammenbruch, seit Wochen geht die Bevölkerung gegen den autokratischen Präsidenten Rhee auf die Straße. Gemeinsam wagen Johnny, Eve und Yunho die illegale Überfahrt nach Japan und finden Unterschlupf und Arbeit im koreanischen Viertel Osakas. Doch schon bald werden sie von ihrer Vergangenheit eingeholt: Ein Mädchen ist verschwunden, und der Verdacht fällt auf Johnny …

Das Buch erzählt von den Folgen der Teilung der koreanischen Halbinsel und den Anfängen des heutigen Nordkorea, als die Gewaltherrschaft Kim Il Sungs noch in den Kinderschuhen steckte. Spionagegeschichte, politischer und historischer Roman in einem, handelt Die große Heimkehr von Freundschaft, Loyalität und Verrat, vom unmöglichen Leben in einer Diktatur. Und es stellt sich der Frage: Wem gehört Geschichte? Den Siegern, die Archive verschließen und Dokumente schwärzen? Oder dem Einzelnen, der seine Erfahrungen von Verlust und Verlorenheit an andere weitergibt, Verlierer wie er selbst?

Anna Kim wurde 1977 in Südkorea geboren. 1979 zog die Familie nach Deutschland und schließlich weiter nach Wien, wo die Autorin seit 1984 lebt. 2012 erschien ihr Roman Anatomie einer Nacht im Suhrkamp Verlag. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, zuletzt den Literaturpreis der Europäischen Union 2012.

Eintritt: 5 €
Moderation: Paul Jandl

(Foto Anna Kim (c) Werner Geiger)

Buchpräsentation: Anna Kim "Die große Heimkehr"

Edition ReVers im Verlagshaus Berlin: Pontano "Baiae" / Kandinsky "Vergessenes Oval"

20.01.2017 20:30 Uhr

Edition ReVers im Verlagshaus Berlin: Pontano "Baiae" / Kandinsky "Vergessenes Oval"
Preis: 5 €

Wir laden euch herzlich ein, mit uns auf eine literarische Reise zu gehen! Am Freitag, den 20. Januar 2017 stellen wir in der Buchhandlung "ocelot, not just another bookstore" zwei Utopisten vor!
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»Baiae. Zwei Bücher Elfsilber« von Giovanni Gioviano Pontano
»Vergessenes Oval« Gedichte aus dem Nachlass von Wassily Kandinsky
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Mit »Baiae« schreibt Pontano, während die italienische Halbinsel im Krieg untergeht, eine Utopie: Wohlstand und Frieden, in dem Eros als treibende Kraft in ein umfassendes Wohlbefinden führt. Pontano wendet sich an Freunde, Bekannte und berühmte Persönlichkeiten, gibt Ratschläge, scherzt und lässt alles auf einen zärtlichen, erotischen Sinn hinauslaufen, der sich in einem Wort kristallisiert: Baiae.

Wassily Kandinsky gilt heute als einer der bedeutendsten Maler der Moderne. Mit »Vergessenes Oval« werden seine nachgelassenen deutsch- und russischsprachigen Gedichte zum ersten Mal einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Die hier versammelten Gedichte zeigen Kandinskys Weg zur Abstraktion auf literarischer Ebene und dokumentieren die Vielfalt und Geschwindigkeit der Moderne. Berlinpremiere im 150. Geburtsjahr von Wassily Kandinsky!

Die zweisprachigen Ausgaben sind in hochwertiger Ausstattung im Oktober 2016 in unserer Edition ReVers erschienen. Die Edition ReVers stellt vergessene, verschollene, neu zu entdeckende Lyriker_innen vor und wurde 2015 von der Stiftung Buchkunst in die Reihe der »Schönsten deutschen Bücher« aufgenommen.

Norman Ohler presents "Blitzed - Drugs in Nazi Germany"

07.01.2017 20:30 Uhr

Preis: 5 €

In this highly original book, Norman Ohler investigates the murky, chaotic world of drug use in the Third Reich. Ohler's book is the first to show how the entire Nazi regime was a perfomance society permeated with drugs - cocaine, heroin, morphine and methamphetamines, the last of these crucial to troops' resilience and partly explaining German victory in 1940.
Ohler is explicit that drugs cannot explain Third Reich ideology, but their promiscuous use impaired and confused decision-making, with drastic effects on Hitler and his entourage, who, as the war turned against Germany, took refuge in ever more poorly understood cocktails of stimulants. This chemical euphoria changes how we should think about the Nazi high command and its ability to understand the situation it found itself in by 1944-5.
Blitzed will force a wider reinterpretation of several key events during the Second World War: Germany’s invasion of France, where the German soldiers bulldozed their way through France on tanks for three days, while the French drank their rations of red wine and went to sleep every night - was it fanaticism fuelling the Nazi soldiers? No it was crystal meth; Hitler’s erratic meeting with Mussolini which didn’t give Mussolini a chance to say he wanted to leave; at Dunkirk where the German tank commanders were malfunctioning, because they were suffering from terrible comedowns; and Hitler’s meeting with all his war generals, who left the meeting thinking he had a secret weapon and maybe things were not lost.

Norman Ohler wrote the first ever ‘hyper-text’ novel in the world. He made a film with Dennis Hopper (which he is hoping to finish with Henry Hopper). One night in Berlin (where he lives) his DJ friend was talking to him about how the Nazi regime was run on drugs – Norman thought this would make a great subject for his next novel, but after seeing the archives in Washington and Germany, of the creepy Dr Morrell’s patient notes recording everything he gave Patient A (Hitler), he realised nothing could be more shocking than the facts. So he wrote his first non-fiction book. He also tried to obtain Pervetin, the Nazi drug of choice that was even sold in chocolates advertised to the housewives of the Third Reich, but his friend could only manage to get him crystal meth as a substitute, but oddly and ominously it came with the Pervetin patent logo. The title for the book used to be Totally Blitzed but Norman was at a dinner party with Michael Stipe from R.E.M who told him to call it just Blitzed and then he would write a song about it.

Weihnachtlicher Abend mit allen ocelots

17.12.2016 20:30 Uhr

Weihnachtlicher Abend mit allen ocelots
Preis: Der Eintritt ist frei!

Weihnachtseinkäufe können so entspannend sein! Glaubt ihr nicht? Dann kommt zu unserem weihnachtlichen Abend ins ocelot! Alle Mitarbeiter sind da, empfehlen ihre Lieblingsbücher des Jahres und schwärmen von Neuentdeckungen aus ihrem Spezialgebiet.
Dazu gibt es Glühwein, Plätzchen und in diesem Jahr auch Live Musik von "Lovely Ryke and the Sugar Dadies"! Jenseits von der x-ten Jingle Bells Wiederholungen hören wir dann Gesang und Gitarre von Cohen, Cash und eventuell dem ein oder anderem Nobelpreisträger.

Wir freuen uns auf Euch!

Buchpräsentation und Vernissage KAT MENSCHIK

17.11.2016 20:30 Uhr

Preis: 5 €

Unsere Lieblingsillustratorin Kat Menschik hat mit ihrem außergewöhnlichen Stil schon so manches Buch von seinen schönsten Seiten gezeigt - diverse Murakami-Bände, die nordischen Sagas (herausgegeben von Tilman Spreckelsen) oder zuletzt "Jean Batten, Pilotin" von Fiona Kidman, um nur ein paar zu nennen.
Ihr Gartenbuch "Der goldene Grubber" ist längst Kult.

Nun gestaltet Kat Menschik beim Verlag Galiani Berlin eine eigene Reihe von ausgewählten Texten, die ihr besonders am Herzen liegen. Den Anfang machen Kafkas "Ein Landarzt" und Shakespeares "Romeo und Julia".

Wir freuen uns darüber so sehr, dass wir dies zum Anlass nehmen, eine Werkschau dieser tollen Illustratorin zu feiern.

Kat Menschik wird aus Kafkas "Landarzt" lesen, außerdem werden gemalte Bilder, Siebdrucke und ein Holzschnitt der Künstlerin ausgestellt.

Es gibt Sekt & Selters, interessante Gespräche und erstmals werden auch wunderschöne Keramikteilchen aus der Werkstatt der Illustratorin zu bestaunen und käuflich zu erwerben sein.

Wir freuen uns sehr auf diese außergewöhnliche Künstlerin -
und auf Euch natürlich!

Buchpräsentation und Vernissage KAT MENSCHIK

Voland & Quist Literatursalon mit Matthias Hirth und Benedikt Feiten

11.11.2016 20:30 Uhr

Vorverkauf: https://voland-quist.wlec.ag/?view=list_showgroups&id=18
Preis: 8 / 6 €

Zwei Mittdreißiger in München, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Während Fleck in »Lutra lutra« alle denkbaren Grenzen überschreitet, um sich selbst zu finden, schläft der Musiker Mark einen Schneewittchenschlaf, aus dem ihn erst die drohende Gentrifizierung und eine irrwitzige Idee reißen: »Hubsi Dax« wird zum Leben erweckt. Matthias Hirth und Benedikt Feiten geben in einer Doppellesung Einblick in ihre Romane.

Matthias Hirth arbeitet als Schauspieler und Regisseur an mehreren deutschen Theatern sowie für Rundfunk und Fernsehen. Er unternahm zahlreiche Fernreisen, baute in den vergangenen Jahren einen Zukunftsthinktank für die Industrie auf und ist Mitbetreiber einer Münchner Szenebar. Seit 2000 ist er hauptsächlich als Schriftsteller tätig. 2005 erhielt er das Literaturstipendium der Stadt München. Nach mehreren Buchveröffentlichungen erschien 2007 sein von der Kritik hochgelobter Roman »Angenehm« (Blumenbar).

Benedikt Feiten wurde 1982 in Berlin geboren und lebt in München. Er ist mit dem Literaturstipendium der Stadt München ausgezeichnet worden. Nach dem Studium der Amerikanischen Literatur hat er seine Doktorarbeit über Musik in den Filmen von Jim Jarmusch geschrieben und an der Ludwig-Maximilians-Universität unterrichtet. Neben seiner Arbeit als Kulturjournalist und Redakteur ist er Trompeter und Cellist bei der Band »my boys don‘t cry«

Moderation: Ahne!

Voland & Quist Literatursalon mit Matthias Hirth und Benedikt Feiten

Fiona Kidman: "Jean Batten, Pilotin"

25.10.2016 20:30 Uhr

Preis: 5 €

Fiona Kidmans Roman erzählt die spannende Lebensgeschichte der neuseeländischen Flugpionierin Jean Batten (1909-1982). In den 1930er Jahren wurde sie als "die Garbo der Lüfte" zur Ikone der modernen Flugkunst. Bei ihrem ersten Versuch, mit einem alten Flugzeug des Prinzen von Wales nach Australien zu fliegen, scheitert sie. Doch sie gibt nicht auf. 1936 gelingt ihr der erste Soloflug überhaupt von England nach Neuseeland.
Zuvor war sie von England aus schon solo nach Indien, Australien und Brasilien geflogen.
Mit viel Detailkenntnis, dabei höchst unterhaltsam vermittelt die Autorin, wie es war, eine technische und fliegerische Pionierleistung zu vollbringen. Sie schildert die Begeisterung für das Fliegen und Abenteuer, aber auch die Gefahren und die Angst vor dem Scheitern. Wie alle großen Persönlichkeiten hielt Jean Batten unbeirrt an einem zunächst aussichtslos erscheinenden Plan fest und schrieb sich mit ihren Leistungen in die Geschichte der Luftfahrt des 20. Jahrhunderts ein. Der internationale Terminal des Flughafens von Auckland trägt heute ihren Namen. Fiona Kidmans Roman leuchtet aber auch die Schattenseiten und die Tragik dieses schwierigen Lebens aus.

Fiona Kidman (1940 in Hawera, Neuseeland geboren) ist eine der profiliertesten Autorinnen ihres Landes. Mit mehr als 25 Romanen, Gedichtbänden und Sachbüchern hat sie ein umfangreiches Werk geschaffen. Sie beschreibt häufig das kleinbürgerliche Leben der unteren Mittelklasse in der Provinz, seine Moral und seine Heucheleien. Ihre Hauptfiguren sind zumeist Frauen, oft Außenseiterinnen in einer engen, konformistischen Gesellschaft.
Ihr Roman über Jean Batten, The Infinite Air, erschien 2013. Fiona Kidman wurde für ihr schriftstellerisches Werk vielfach ausgezeichnet. Sie ist Officer of the British Empire und Dame Companion of the New Zealand Order of Merit sowie Chevalière de la Légion d'Honneur. Sie lebt in Wellington.

Fiona Kidman: "Jean Batten, Pilotin"