Veranstaltungsarchiv

 

52. Lesekreis im Ocelot

11.05.2026 20:30 Uhr

Der nächste Lesekreis findet am 11. Mai um 20:30 statt.

Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt ohne Voranmeldung. Dieses Mal gehen wir zur traditionellen Form zurück und werden zwei Bücher besprechen. Ob ausgelesen oder kurz (r)eingelesen, alle sind willkommen um mitzureden und diskutieren.

Die Bücher :

Die Bergvögel - Zofia Nałkowska, aus dem Polnischen übersetzt von Marta Kijowska
In einem Sanatorium in den Alpen begegnen sich in den Jahren zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg Wohlhabende und Exzentrikerinnen aus ganz Europa. Die Erzählerin, eine Polin, trifft dort etwa auf die sprachbegeisterte Engländerin Miss Tharp, mehrere Geflüchtete aus Armenien, ein geheimnisvolles französisches Paar und nicht zuletzt die skeptischen Einwohnerinnen des Bergdorfs, in dem all diese Gäste untergebracht sind. Man plaudert miteinander, pflegt seine Gesundheit und versucht, die majestätischen Bergvögel anzulocken. Über all dem thront die erhabene Welt der Alpen, deren ganz besonderen Zauber dieser modernistische Roman virtuos beschreibt. Ein erstmals ins Deutsche übersetzter Literaturklassiker, der die Welt von vor hundert Jahren fast wie einen Traum heraufbeschwört.

Ich, die ich Männer nicht kannte - Jaqueline Harpmann, aus dem Französischen übersetzt von Luca Homburg
'Ein wahres Wunder' New York Times Der internationale Sensationserfolg Tief unter der Erde werden neununddreißig Frauen gefangen gehalten. Während das elektrische Licht Tag und Nacht verschwimmen lässt, sitzt ein junges Mädchen - die vierzigste Gefangene - allein und ausgestoßen in der Ecke. 'Ich, die ich Männer nicht kannte' ist so feministisch wie 'Der Report der Magd' und so existentiell wie 'Die Wand': Ein moderner Klassiker, internationaler Verkaufserfolg und BookTok-Hit in neuer deutscher Übersetzung. In einem unterirdischen Gefängnis sitzen neununddreißig Frauen. Was übertage geschehen ist, wissen sie nicht: Wurde die Welt verlassen, von einem Virus verwüstet? Die Frauen können sich nicht erinnern, wie sie in den Käfig gelangt sind, haben jegliches Zeitgefühl verloren und nur eine vage Ahnung von ihrem alten Leben. Ihre Aufseher, sechs schweigsame Männer in Uniform, sprechen nicht mit ihnen und berühren sie nur, um sicherzustellen, dass keine von ihnen versucht, sich das Leben zu nehmen. Eines Tages ertönt ein Alarm, und die Wachen verschwinden; die Tür steht offen. Als erste wagt jene vierzigste Gefangene den ersten Schritt, die nichts als das Gefängnis kannte. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draußen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden.

Ich, die ich Männer nicht kannte

 

Lesung "Sprechen" von Daniela Dröscher

07.05.2026 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: ocelot
Vorverkauf: Reservierung und Abendkasse im Laden, Online VVK bei eventim(+VVK Gebühr)
Preis: 12€; Ermäßigt: 8€

Daniela Dröscher stellt uns ihr neues Buch "Sprechen" vor, moderiert wird der Abend von Tobi Schiller.

Über das Buch:
Daniela Dröschers sehr persönliche Geschichte der Selbstermächtigung – von einer schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau. Und die Frage, wie wir sprechen sollten, um einander wirklich zu verstehen.

Ein harmloses Mittel der Verständigung war Sprechen für die Schriftstellerin Daniela Dröscher nie. Als Kind einer Zugezogenen im Hunsrück zwischen Hochdeutsch und breitem Pfälzer Dialekt erwies sich Sprechen als ein so zweischneidiger Akt der Anpassung, dass sie lieber verstummte. Außerhalb des Privaten fehlte ihr auch später lange der Mut zum Einstehen für das eigene Wort, zu groß war die Angst davor, als Aufsteigerin erkannt oder missverstanden zu werden. Mit radikaler Offenheit erzählt sie von ihrer Emanzipation von einer schamhaft schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau. Dabei denkt sie darüber nach, ob nicht gerade die Bereitschaft zum Missverstehen die eigentliche Voraussetzung für wahres Verständnis und einen produktiven Gesellschaftsdialog sein könnte.

Über Daniela Dröscher:
Daniela Dröscher, Jahrgang 1977, aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Sie schreibt Prosa, Essays und Theatertexte. Nach einem Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London promovierte sie an der Universität Potsdam zur Poetologie Yoko Tawadas. "Zeige deine Klasse" erschien 2018, "Lügen über meine Mutter" stand 2022 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschien 2025 ihr Roman "Junge Frau mit Katze".

Über Tobi Schiller:
Tobi Schiller ist Redakteur, Autor, Moderator und Literaturvermittler. Seit 2021 betreibt er mit Marlon Brand das Newsletter-Magazin »Queerer Kanon?«

Daniela Dröscher (c)Heike Bogenberger

 

Buchpremiere "Ein Haus für mich" von Christine Koschmieder

09.04.2026 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: ocelot
Vorverkauf: Reservierung und Abendkasse im Laden, Online VVK bei eventim (+VVK Gebühr)
Preis: 12€; Ermäßigt: 8€

Wir freuen uns, Christine Koschmieder wieder bei uns begrüßen zu können. Im Gepäck hat sie ihr neues Buch "Ein Haus für mich", moderiert wird der Abend von Verleger Gunnar Cynybulk aus dem Kanon Verlag.

Zum Buch:
Christine Koschmieder ist in den letzten 19 Jahren 21 Mal umgezogen. Sie hat Männer verlassen und verloren, drei Kinder zur Welt gebracht und ist zur Alkoholikerin geworden. Jetzt ist sie trocken und will ein paar Dinge anders machen. In einem Haus nur für sich. Doch ist ein Hauskauf weit ab von der Großstadt nur der nächste Schritt in die Schrulligkeit? Wessen Geschichten gilt es zu entdecken, welche Bilder zu korrigieren, und wem gehören eigentlich die Häuser? Ihr Memoir ist eine Ermutigung für alle, die gute Orte schaffen wollen.

Über Chistine Koschmieder
Christine Koschmieder kam 1993 zum Studium nach Leipzig und machte zehn Jahre lang OffTheater, bevor sie die Literaturagentur Partner + Propaganda gründete. Ihr Debüt »Schweinesystem « war 2014 für den Aspekte Literaturpreis nominiert. Ihr autofiktionaler Roman » Dry « wurde im Literarisch en Quartett einhellig gelobt. Zuletzt erschien ihr Roman »Frühjahrskollektion«. Seit 2023 lebt sie in Sachsen-Anhalt.

Christine Koschmieder (c) Ramune Pigagaite

 

Buchpremiere "Und jetzt queer!" am Indiebookday

14.03.2026 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: ocelot
Vorverkauf: Reservierung und Abendkasse im Laden, Online VVK bei eventim (+VVK Gebühr)
Preis: 12€; Ermäßigt: 8€

Und wie feiert ihr immer so den Indiebookday? Dieses Jahr doch hoffentlich doch mit uns und dem Leykam Verlag. Marlon Brand, Bianca-Maria Braunshofer und Tobi Schiller lesen aus ihrem gemeinsamen Buch (illustriert von Jasmina El Bouamraoui), moderiert wird der Abend von Georgina Fakunmoju. Kommt vorbei und feiert mit uns eine unabhängige und vielfältige Verlagslandschaft.

Zum Buch:
Dieses Buch bläst den Staub aus den Bücherregalen
Drei Autor:innen zeigen uns, wie vielfältig Literatur sein kann - jenseits des klassischen Kanons.
Lesen öffnet uns die Welt. In guten Geschichten erfahren wir etwas über uns selbst und die vielfältigen Formen des Lebens. Literatur kann eine Behausung sein, eine offene Frage, ein Möglichkeitsraum außerhalb des eigenen Alltags. Warum zeigt uns der klassische Kanon dann trotzdem nur einen kleinen Teil der Welt? Warum wird uns in Schule und Feuilleton oft eine Norm vermittelt, die es weder in der Welt noch in der Literatur gibt? Warum spiegelt sich die Vielfalt queerer Identitäten und Lebenswelten so wenig in der Wahrnehmung von Literatur?
Dieses Buch befasst sich intensiv mit queerer Literatur und zeigt, dass sie schon immer Teil der Literaturgeschichte gewesen ist. Es ist eine Einladung, die ganze Vielfalt des Lesens zu erkennen.

Marlon Brand schreibt unter @booksaregayasfuck über queere Literatur und gibt gemeinsam mit Tobi Schiller das Newsletter-Magazin »Queerer Kanon?« heraus.
Bianca-Maria Braunshofer ist Co-Gründerin der queer-feministischen Buchhandlung o*books, Sozialpädagogin und Germanistin.
Tobi Schiller ist Redakteur, Autor und Literaturvermittler. Seit 2021 betreibt er mit Marlon Brand das Newsletter-Magazin »Queerer Kanon?«.

Georgina Fakunmoju ist Journalistin und Podcasterin. In ihrem Literatur-Podcast "Readers Gonna Read" bespricht sie überwiegend Autor*innen of Color aus Deutschland, Afrika und der afrikanischen Diaspora.

Fotos der Autor:innen (c)Sellerie Studios, Jens Schiller, kajona photography

 

51. Lesekreis im Ocelot

11.03.2026 20:30 Uhr

Veranstaltungsort: ocelot

Der nächste Lesekreis steht an!

Wir lesen dieses Mal "Acht Jahreszeiten" von Kathrine Nedrejord, aus dem Norwegischen übersetzt von Stefan Pluschkat.

Die Teilnahme erfolgt kostenlos und ohne Anmeldung.

Zum Buch:
Als ihre Großmutter stirbt, reist die Samin Marie nach Jahren im Ausland erstmals wieder nach Finnmark, in ihre alte Heimat. Zurück in der einst vertrauten Umgebung, jedoch mit dem Blick der Besucherin, beginnt sie, die Biografie der Frauen ihrer Familie zu erforschen - die der Urgroßmutter mütterlicherseits, der Großmutter, Mutter und ihre eigene. Diese erweist sich rasch als eine Geschichte doppelter Diskriminierung und Marginalisierung - weil sie Frauen, aber vor allem, weil sie Saminnen sind. Ein Roman über Identität, Frauenrollen und die Unterdrückung eines der größten indigenen Völker Europas - messerscharf beobachtet, persönlich und politisch zugleich, mit Verve und Furor erzählt.


 

Buchpremiere "Kekeli" von Jessica Mawuena Lawson

12.02.2026 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: ocelot
Vorverkauf: Reservierung und Abendkasse im Laden, Online VVK bei eventim (+VVK Gebühr)
Preis: 12€; Ermäßigt: 8€

Wir freuen uns auf die Premiere von Jessica Mawuena Lawsons Debütroman "Kekeli", erschienen beim Verbrecher Verlag. Moderiert wird der Abend von Fabienne Mahwane Gretschel.

Zum Buch:
Kekeli lebt in einer Kleinstadt in Süddeutschland. Ihr Leben verläuft gleichförmig und angepasst, bis ihre undurchschaubare Cousine Afi aus Togo zu Besuch kommt und Kekeli sich plötzlich mit vielen Fragen der Zugehörigkeit konfrontiert sieht. Zudem wird sie von ihrem Mitschüler Kwame eingeladen, gemeinsam für die »Pamoja Society«, einer Gruppe von kreativen, afro-deutschen Jugendlichen, bei einem Doku-Film über das Leben Schwarzer Menschen in Deutschland mitzuarbeiten und dafür nach Berlin zu fahren.
Auf einem Roadtrip mit Afi, Kwame und dessen Bruder Kofi stößt Kekeli auf ein beklemmendes Familiengeheimnis, das sie aus der Bahn wirft. Und das während sie sich immer mehr in Kwame verliebt.
In ihrer besonderen und klaren Sprache erzählt Jessica Mawuena Lawson die Familiengeschichte ihrer aufgeweckten und sympathischen Protagonistin Kekeli und lädt ihre Leser*innen ein, sich von der Pamoja Society mitreißen und von Afrobeats und Poesie begeistern zu lassen.

Jessica Mawuena Lawson, Jahrgang 1997, lebt in Süddeutschland, arbeitet in einer Unterkunft für Geflüchtete und studiert Literatur- und Kulturtheorie. Nach ihrem Volontariat im Arena Verlag arbeitet sie zudem als freie Sensitivity Readerin und Lektorin. »KekeIi« ist ihr Debütroman. Wie die Protagonistin darin hat auch sie einen deutsch-togoischen Background. Jessica Mawuena Lawson wünscht sich, es würde mehr Bücher aus der Perspektive Schwarzer Menschen in Deutschland geben.

Fabienne Mahwane Gretschel ist Moderatorin, Volljuristin und Beraterin für Antirassismus und Antidiskriminierung. Ihren Weg zur Moderatorin hat sie vor allem ihrer Liebe zu Büchern zu verdanken.

Foto von Jessica Mawuena Lawson, (c)Nane Diehl

 

50. Lesekreis im Oceot

19.01.2026 20:30 Uhr

Veranstaltungsort: ocelot

Am 19. Januar findet der 50. ocelot,-Lesekreis statt!

Ein wundersamer Hexensabbat, ein wildes Fest der Schwesternschaft Alle Frauen, die in dem abgelegenen Bauernhaus in den Pyrenäen jemals geboren wurden oder gestorben sind, versammeln sich am Todestag der uralten Bernadeta zu einem Fest. Auf dem Herd schmort ein Zicklein, Wölfe heulen ums Haus, der Teufel ist nicht weit. Und man erinnert sich an einen Schwur: Nie wieder wird ein Mann dieses Haus betreten. - Irene Solà übertritt alle Grenzen des Erzählens und verbindet Legenden der Pyrenäen, Szenen aus dem Bürgerkrieg und katalanische Märchen zu einem wilden und sinnlichen Totentanz.

Aus dem Katalanischen übersetzt von Petra Zickmann.


 

ocelot Weihnachtsabend

01.12.2025 19:30 Uhr

ocelot Weihnachtsabend

In gemütlicher Atmosphäre bei glühendem Wein und leckeren Keksen stellen die ocelots literarische Geschenkempfehlungen vor.

Wir freuen uns auf Euch!


 

49. Lesekreis im Ocelot

04.11.2025 20:15 Uhr

Am 4. November ist wieder Lesekreis!

Wir treffen uns um 20:15 im Laden. Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt ohne Anmeldung. Wir freuen uns auf ein gutes Gespräch!

Zum Buch:

Die Anzeichen sind nicht mehr zu übersehen: Das Mädchen Luklak verwandelt sich in ein Krokodil. Genau genommen in eine Aswang, ein mythisches Wesen der Philippinen. Fasziniert entdeckt Luklak die Kraft ihres neuen Körpers, doch ihr Vater verzweifelt. Auf der Suche nach einem Heilmittel zieht er durchs Dorf, wo die Bewohner sich fürchten vor einem drohenden Piratenangriff. Luklaks Vater möchte bei den Weisen Beistand erbitten, doch als sich ein spanischer Pater, ein Affe in einer roten Hose und ein Haufen Seelenvögel einmischen, gerät das Unterfangen außer Kontrolle. In einem rauschenden Roman erzählt Allan Derain von Geisterwesen, Mythen und Legenden, von eifrigen Priestern und Kolonialherren, von Vater und Tochter und dem erstaunlichen Weg eines mutigen Mädchens.


 

Verlagshaus Berlin Herbstpremiere

31.10.2025 19:30 Uhr

Logo des Verlagshaus Berlin, Untertitel: poetisiert euch.
Veranstaltungsort: OCELOT
Vorverkauf: Reservierung und Abendkasse im Laden
Preis: 12€; Ermäßigt: 8€

Wir freuen uns auf neue Lyrik im Herbst!

Am 31.10. um 19:30 kommen unsere Kompliz*innen vom Verlagshaus Berlin zu Besuch und präsentieren ihr neues Programm.

Es lesen:
Alexander Graeff: »Deine Revolution für Ungenauigkeit hat Zukunftswert«
Anke Bastrop: »Verborgene Landschaften«
Jo Frank (Übersetzung): »Die Erbärmlichkeit des Krieges« (Neuauflage)
Mikael Vogel: »Dodos auf der Flucht« (Neuauflage)

Durch den Abend führt das Verlagshaus Berlin Team.

Ticketreservierung und Abendkasse bei uns im Laden.
Ticketverkauf online bei eventim (+Bearbeitungsgebühr)