Liebe Lesende,
hier finden Sie alle Bücher, die wir bereits mit unseren Buchclubs gelesen haben, sowie unsere Empfehlungen für spezielle Events und unsere allgemeinen Rezensionen in den verschiedensten Genre - geschrieben von unseren lieben Kolleginnen.
Gerne können Sie die Bücher über den Shop hier oder bei uns im Laden bestellen. Wenn Sie weitere Lesetipps brauchen oder ein wirklich gutes Buch verschenken möchten, stehen wir auf allen Kanälen für eine Beratung zur Verfügung.
Ihr Team von Schwarz auf Weiß
Das Buch in einem Satz: Yumi und Maler leben in zwei verschiedenen Welten, doch plötzlich finden sie sich aus unerklärlichen Gründen im Leben des jeweils anderen wieder während ihre Welten um sie herum langsam in sich zusammenfallen.
Lesenswert, weil das Buch von wunderschönen Illustrationen begleitet wird, was dem zugrundeliegenden Kunstthema noch mehr Bedeutung schenkt.
Für alle, die gerne einen gemütlichen und dennoch spannenden Fantasyroman lesen möchten, der vom alten Korea und dem modernen Japan inspiriert wurde.
Yumi stammt aus einem Land der Gärten, Meditation und Geister, während Maler in einer Welt der Dunkelheit, Technologie und Albträume lebt. Als sich ihre Leben plötzlich auf seltsame Weise miteinander verflechten, stellt sich eine Frage: Können sie ihre Differenzen beiseitelegen und zusammenarbeiten, um die Geheimnisse ihrer Situation aufzudecken und um die Gemeinschaften des jeweils anderen vor einer sicheren Katastrophe zu retten?
Die Geschichte könnte man beinahe als cozy bezeichnen, wären da nicht die Albträume. Die Kombination des Mysteriums über ihr Zusammentreffen und die sich daraus langsam entwickelnde Romanze sorgt für eine spannende und doch gemütliche Stimmung. Dabei entwickelt sich die Romanze zwischen Yumi und Maler eher im Hintergrund und man lernt beim Lesen stattdessen mehr und mehr zwei Welten kennen, die stark vom alten Korea und dem modernen Japan inspiriert sind.
Der Schreibstil sorgt für einen angenehmen Lesefluss und hat mich einige Male zum Lachen gebracht. Mein Highlight des Buches sind aber die Illustrationen im Buch, die ich zunächst gar nicht erwartet hatte, aber thematisch durchaus Sinn ergeben. Sie haben die Geschichte zusätzlich auf eine wirklich schöne Weise „untermalt“… ????
Für mich ist dieses Buch eine klare Empfehlung an alle Fantasy-Fans, aber auch für Lesende, die mit Fantasy mal ein neues Genre ausprobieren möchten, da der Weltenbau nicht überwältigend wirkt und die Geschichte kein großartig kompliziertes Magiesystem beinhaltet.
Danke an @netgalleyde und @droemerknaur für das LEX.
Eure Karo
zum Produkt € 26,00*
Das Buch in einem Satz: Zehn geladene Gäste werden in einem abgeschiedenen Haus mit ihrem grenzüberschreitenden Verhalten in den ‚sozialen‘ Medien konfrontiert.
Lesenswert, weil es spannende Debatten um mögliche Grenzen und bestimmte Verhaltensweisen im Netz, die als Straftatbestand gewertet werden sollten.
Für alle, die gern ab und an mal Trash-TV schauen – wobei der Kontext sehr ernst und brandaktuell ist.
Zehn völlig verschiedene Menschen, die augenscheinlich überhaupt nichts miteinander zu tun haben, folgen einer Einladung der Internetplattform Haimlik in ein abgeschiedenes Haus. Eine exklusive Veranstaltung? Ein Event nur für die erfolgreichsten Influencer? Darunter sind ein sich selbst vermarktendes Paar, eine Mom-Fluenzerin, die ihre Kinder postet, und verschiedene andere Akteure, die mit ihren Posts im Internet für eine gewisse Aufmerksamkeit gesorgt haben. Möglich ist ihre Teilnahme nur, indem sie Haimlik ein schwerwiegendes Geheimnis offenbart haben. Doch es ist niemand sonst im Haus, kein Begrüßungskomitee erwartet sie, lediglich ein paar schriftliche Instruktionen mit der Ansage, dass niemand das Haus freiwillig verlassen kann.
Erzählt wird immer abwechselnd aus der Sicht einer der Teilnehmer:innen. Nach und nach offenbart sich uns, was genau die Influencer:innen online gemacht haben; das sind nämlich alles Dinge, für die man zwar nicht bestraft werden kann, die aber haarscharf am Rande der Legalität vorbei schrammen. Die Teilnehmer:innen konfrontieren sich gegenseitig mit ihren Taten und Geheimnissen und als Leserin musste ich dabei mehrfach schlucken, denn unbekannt ist uns das alles nicht.
Elina Penner verarbeitet in diesem Roman so viele brandaktuelle Themen in so rascher Abfolge, dass man beinahe ein Schleudertrauma bekommt: Feminismus, Stalking, Hass im Internet, Frauenhasser (Incels), Gewalt etc. Die geführten Gespräche haben mich mitgerissen. Ich gestehe, dass meine innere Rachegöttin die Konfrontationen durchaus genossen hat. Ein wichtiges Buch über die Sichtbarkeit von Taten im anonymen Internet. Lasst Euch packen! Vielen Dank an @aufbau_verlage für das Lex.
Eure Anja
zum Produkt € 22,00*
Das Buch in einem Satz: In Prag 1910 erschüttert eine Mordserie die angespannte Prager Gesellschaft und mittendrin ermitteln ein Journalist und eine Medizinerin.
Lesenswert, weil man sich mit diesem Krimi durch die wunderschöne Prager Altstadt lesen kann.
Für alle, die dem Vorbild des Rasenden Reportes, Egon Erwin Kisch, auf Schritt & Tritt in Spelunken, geheime Gassen und an Tatorte folgen möchten.
Gute Textstelle: „Wie er den Müttern das Lächeln entlockte, das sich Damen in ihrem Alter für Männer wie ihn aufhoben. Er würde diesen Brodesser in Grund und Boden charmieren.“ S.175
Für die Medizinstudentin Lenka geht es 1910 vom modernen, pulsierenden Leben in Berlin zurück in die alte, kaiserliche Stadt Prag. Statt weiter zu studieren und die Nächte durchzutanzen, muss sie sich nun um ihre demente Mutter kümmern. Dabei kommt ihr ihr alter Freund Egon Erwin Kisch zu Hilfe. Dieser ist der berühmt-berüchtigte rasende Reporter, der sich auf alle Mordfälle der Stadt stürzt und Beziehungen nach ganz oben und ganz unten pflegt.
In der ohnehin aufgeheizten Stimmung in Prag zwischen Deutschen, tschechischen Nationalen und Juden droht auch noch der Weltuntergang durch den Halley’schen Kometen, der damals in aller Munde war und täglich beobachtet wurde. Nicht beruhigend wirken da mehrere Morde, deren Ermittlungen Kisch sofort aufnimmt. Dabei schreckt er nicht davor zurück, sämtliche Beziehungen spielen zu lassen. Auch seine Versetzung an den Schreibtisch hält ihn nicht auf.
Es ist herrlich zu lesen, wie Egon Erwin Kisch auf der Suche nach der nächsten Story durch Prag zieht, hier in eine Kneipe einkehrt und dort jemand Bekanntes ausfragt. Man schleicht mit ihm durch die engen Gassen und die Durchhäuser Prags und lernt ihn und seine Welt mehr und mehr kennen. Natürlich tritt auch Franz Kafka auf – überraschend locker und entspannt.
Der Krimi ist mit einer geheimnisvollen Femme Fatale, korrupten Beamten und allerlei charmanten Eigenbrötlern gespickt, sodass man das Gefühl hat, man liest sich in eine ganz andere Zeit.
Danke für das Leseexemplar an den @kanonverlag
Eure Anja
zum Produkt € 18,00*
Das Buch in einem Satz: Eine wunderschöne Kirche soll aus Norwegen nach Dresden ziehen und dabei ringen Astrid, der Architekt und der Pfarrer mit sich und ihrem Schicksal.
Lesenswert, weil dieser Roman die Stille und Schönheit Norwegens widerspiegelt.
Für alle, die „Bergleuchten“ gern gelesen haben und mal eben kurz nach Norwegen lesen möchten.
Gute Textstelle: „Der verharschte Schnee knirschte“ (S. 157)
Im Buchladen geben wir gerne Buchtipps und oft bekommen wir auch gute Buchtipps zurück. Dieses Buch ist so ein guter Tipp, denn der Roman ist von 2020, also mal nicht nigelnagelneu.
Für den deutschen Studenten Gerhard geht es in ein norwegisches Dorf im Jahr 1880. Dort soll er die alte Stabkirche dokumentieren und für den Ab- und späteren Wiederaufbau skizzieren, denn die Kirche kommt nach Dresden. Dort angekommen lernt er die Norwegerin Astrid kennen und verliebt sich in sie. Für Astrid ist es ungeheuerlich, dass diese Kirche mit den berühmten Schwesterglocken ihr Dorf verlassen soll. Der junge Pfarrer Kai, dessen Idee das überhaupt erst war, sieht darin eine Chance, sich einen Namen und gleichzeitig auch Karriere zu machen. Doch dabei hat er nicht an Astrid gedacht, in die er sich ebenfalls verliebt.
Ein historischer Roman, der mich mit der Legende um die beiden Glocken sofort fesselte. Der harte Alltag in einem so abgelegenen Dorf und mit wenig Möglichkeiten gerade für Frauen ist hier das Thema. Gleichzeitig lernen wir mit Astrids Geschichte den harten Alltag und die wenigen Möglichkeiten für Frauen in so einem abgelegenen Dorf kennen. Ihre Sehnsucht und Wut sind es, die die Handlung vorantreiben. Zum Romanende war ich dann echt gepackt und musste auch ein Tränchen verdrücken. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Teile dieser Trilogie, wenn ich mich wieder nach Norwegen lese.
Eure Anja
zum Produkt € 15,00*
Das Buch in einem Satz: Verschiedenste Personen treffen in diesen Kurzgeschichten verschiedenste Entscheidungen, um der Frage „Was wäre, wenn..“ nachzuspüren.
Lesenswert, weil man sich mit den Figuren hervorragend identifizieren kann.
Für alle, die die eine oder andere amüsante Geschichte mit Tiefgang lesen möchten.
Endlich ist das Buch mit diesem coolen Titel als Taschenbuch erschienen. Normalerweise werde ich ja bei schönen Covern schwach, aber dieses Mal, war es eindeutig der Titel, der mich neugierig gemacht hat.
Es gibt ein Inhaltsverzeichnis, denn in diesem Band sind mehrere Kurzgeschichten enthalten, die aber eines gemeinsam haben: Jede Figur trifft eine Entscheidung. Sei es die Entscheidung, im Spiel mit dem Kind zu betrügen, um endlich auch mal bei Memory zu gewinnen, oder von einem Urlaub zu erzählen, der gar nicht stattgefunden hat oder eben die titelgebende Gießkanne mit dem Ausguss nach vorn aufs Grab zu stellen, um dem Witwendasein zu entkommen. Verbunden sind die Geschichten entweder durch wiederkehrende Figuren oder ein Thema, das aus mehreren Perspektiven beleuchtet wird.
Zunächst erschien mir der Schreibstil zu umgangssprachlich, mag ich es doch eigentlich lieber verschnörkelt und verschachtelt. Aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat mich der Wortwitz begeistert, über den ich immer wieder lachen musste. Mir hat die Geschichte der Witwe am besten gefallen, wobei ich mich über Georg Horvarth am meisten amüsiert habe. Saša Stanišić ist ein cooler Erzähler. Dies ist ein Buch für alle, die sich in Geschichten wiedererkennen möchten und auch über sich selbst lachen können.
Viel Vergnügen wünscht euch
eure Anja
zum Produkt € 14,00*
Das Buch in einem Satz: Das „Museum of Broken Hearts“ soll im Loslassen helfen, doch zwischen Juna und ihrem besten Freund Link flackert die Anziehung unaufhaltsam.
Lesenswert, weil es zeigt, wie schwer es ist, Gefühle loszulassen, wenn sie längst das Herz entflammt haben.
Für alle, die nach authentischen Liebesgeschichten suchen.
Nachdem es zwischen Juna und Link diesen einen Moment gab, der über „Wir sind nur Beste Freunde“ geht, möchte Juna eine Zeichnung von ihr, die Link angefertigt hat, im „Museum of Broken Hearts“ abgeben. Sie möchte so damit abschließen, denn Link hat deutlich gemacht - das war ein Fehler und darf nicht wieder vorkommen. Im „Museum of Broken Hearts“ sind die unterschiedlichsten Dinge von den unterschiedlichsten Menschen ausgestellt, die mit anderen Personen abschließen wollen.
Ich habe die Geschichte rund um Juna und Link so geliebt. Vor allem Juna habe ich richtig doll ins Herz geschlossen. Eine wirklich greifbare, sympathische Protagonistin. Das Buch ist auch hauptsächlich aus ihrer Sicht geschrieben, zwischendurch kommen aber auch Kapitel aus Links Sicht, was für Abwechslung sorgt. So lernt man ihn und seine Gedanken besser kennen.
Der Schreibstil ist leicht und hin und wieder zur Poesie neigend. Man fliegt nur so durch die Seiten. Am Anfang eines jeden Kapitels aus Junas Sicht gibt es kleine Textpassagen zu diversen ausgestellten Gegenständen im „Museum of Broken Hearts“. Das Museumsthema ist somit die ganze Zeit präsent.
Die Spannung zwischen Juna und Link ist permanent da. Ich habe ihre Geschichte gerne gelesen. Es gibt keine künstlich geschaffenen Dramen, und ich empfinde die Geschichte als sehr realistisch. Es ist eine gefühlvolle Geschichte und behandelt sowohl wichtige als auch sensible Themen. Das Pacing stimmt auch auf allen Ebenen.
Eine superschönes Buch, was ich allen empfehle.
Eure Wiki
zum Produkt € 17,00*
Das Buch in einem Satz: Ein Blick in das Innere einer scheinbar perfekten Familie, in der Nähe und Worte längst verloren gegangen sind.
Lesenswert, weil das Buch Themen wie Care-Arbeit, beruflichen Ehrgeiz auf Kosten der Familie sowie Probleme junger Menschen behandelt.
Für alle, die ein Buch suchen, das lange in Erinnerung bleibt.
„Alle glücklich“ war für mich kein Buch, das man „einfach liest“. Es war eher eines, das man gefühlt zwischendurch weglegen muss, weil sich plötzlich Dinge zu vertraut anfühlen.
Ich hatte ständig dieses leise Unbehagen im Bauch – nicht, weil etwas Schockierendes passiert, sondern weil alles so nah am echten Leben bleibt. Dieses ständige Funktionieren, das Schweigen, das Aneinander-Vorbeileben. Genau das hat mich getroffen. Es gibt so viele Momente, in denen man merkt: Eigentlich müsste jetzt jemand reden. Aber niemand tut es.
Ich habe mich dabei ertappt, wie ich innerlich Partei ergriffen habe, genervt war, Mitleid hatte, mich wiedererkannt habe... Manchmal alles gleichzeitig. Nina und Ben haben mich besonders beschäftigt. Nina - eine Mutter, die sich viel zu oft hintenangestellt hat und Ben - ein Junger Mann, der viel Einsamkeit in sich trägt und missverstanden wird.
Was ich mochte: Das Buch erklärt nichts, bewertet kaum und drängt einem keine Lösungen auf. Es zeigt einfach, was passiert, wenn Nähe und Kommunikation verloren gehen und jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Das fühlt sich ehrlich an, aber manchmal auch unangenehm.
Der Schluss? Der hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Aber vielleicht musste es genauso enden. Nicht rund, nicht tröstend, sondern offen. Wie vieles im echten Leben eben auch.
Eure Wiki
zum Produkt € 24,00*
Das Buch in einem Satz: Wenn den indigenen Stämmen auf den Inseln vor der Küste schon keine Schusswaffen erlaubt werden, wie werden die Kolonialmächte wohl reagieren, wenn ein indigenes Mädchen sich mit einem Drachen verbindet?!
Lesenswert, weil das Buch ein spannender erster Teil einer Own-Voice Dilogie ist, sprich von einer indigenen Autorin geschrieben wurde.
Für alle, die sich schon immer mal gefragt haben, wie die Kolonialzeit wohl mit Drachen ausgesehen hätte... (oder sich das spätestens jetzt fragen)
Auf der abgelegenen Insel Masquapaug hat man seit vielen Generationen keinen Drachen mehr gesehen. Bis die fünfzehnjährige Anequs ein Drachenei findet und sich mit dem Jungtier anfreundet. Ihr Volk ist begeistert, denn alle erinnern sich an die Geschichten aus den Tagen, als Drachen unter ihnen lebten und die Herbststürme wegtanzten, sodass die Menschen gedeihen konnten. Für sie wird Anequs als Nampeshiweisit verehrt – eine Person, die eine einzigartige Beziehung zu einem Drachen hat.
Leider haben die anglischen Eroberer ihres Landes eine andere Meinung. Sie haben eine ganz bestimmte Vorstellung davon, wie ein Drache aufgezogen werden sollte und vor allem von wem – Anequs erfüllt keine ihrer Anforderungen. Nur sehr widerwillig erlauben sie Anequs, sich an einer anglischen Drachenschule auf dem Festland einzuschreiben. Mit einem Ultimatum, wenn sie dort keine Erfolge verzeichnen kann, soll ihr Drache umgehend getötet werden.
Für ein Mädchen ohne „richtige“ Schulbildung, mit einer nicht-anglischen Erziehung und einem ganz anderen Verständnis der Geschichte ihres Landes gibt es zahlreiche Herausforderungen – sowohl in sozialer als auch in akademischer Hinsicht. Aber Anequs ist klug, zielstrebig und entschlossen, alles zu lernen, was sie braucht, um ihrem Drachen zu helfen. Alles, außer einer Sache: sie wird ganz sicher keine sanftmütige anglische Dame werden.
Doch wie werden die Eroberer wohl auf eine junge Drachenreiterin reagieren, die sich nicht ihrem „zivilisierten“ Lebensstil anpassen will…
Eure Karo
zum Produkt € 18,50*
Das Buch in einem Satz: Ermittler Fin McLeod muss zurück auf seine Heimatinsel zwischen den schottischen Hybriden, um in einem Fall zu ermitteln, der weit in seine eigene Vergangenheit reicht.
Lesenswert, weil die Inselwelt perfekt und atmosphärisch in Szene gesetzt wird.
Für alle, die literarische Krimis mögen, die an Elisabeth George erinnern.
Lewis heißt die schottische Insel zwischen den Hybriden, auf der ich Fin McLeod bei seinem ersten Fall gefolgt bin. Auf rund 400 Seiten erzählt Peter May den aktuellen Fall, der den Edinburgher Ermittler mit gemischten Gefühlen zurück auf seine Heimatinsel beordert. Wie in allen Inselgeschichten finden wir einen Menschenschlag vor, der besonders ist: wortkarg, zusammenhaltend und misstrauisch gegen Obrigkeiten, vor allem vom Festland. In Rückblenden erfahren wir mehr über Fins Aufwachsen auf Lewis, das in vielerlei Hinsicht traumatisch war.
Ein literarischer Krimi, bei dem der Fall immer wieder in den Hintergrund tritt, um zu erzählen, wie es zu den Ereignissen überhaupt kommen konnte. Der Showdown auf dem Felsen voller Gugas (Tölpel) im stürmischen schottischen Wetter bringt vieles ans Licht und Klarheit in den Fall. Ich habe viel gelernt über die Lebensweise der Inselbewohner, und ihrer Traditionen. Das ist kein Pageturner im eigentlichen Sinne, aber ein Buch voller Atmosphäre und intensiv gezeichneten Charakteren und daher eine absolute Leseempfehlung. Sicherlich auch durch die tolle Übersetzung von Anke & Eberhard Kreutzer. Band 2 ist auch gerade im Januar erschienen und wartet schon auf meinen unendlichen Stapel der ungelesenen Bücher (USUP ????), damit im Mai Teil 3 auch einziehen kann.
Vielen Dank an den @kampaverlag für das Lex.
Stürmischen Lesespaß wünscht Euch
Tanja
zum Produkt € 19,90*
Das Buch in einem Satz: Die Reichen machen, was sie wollen und alle unter ihnen müssen den Preis dafür zahlen – bis der Untergrund sich zu wehren beginnt.
Lesenswert, weil nichts in diesem Buch vorhersehbar ist.
Für alle, die Lust auf eine Mischung aus Murder-Mystery und botanischem Body Horror haben.
Lieblingsstelle: “Pain is meant to take up space or else we wouldn’t know how to scream.”
Eingesperrt in seinem Zimmer, lebt Evander wie ein Geist in den vergessenen Ecken des Hazelthorn-Anwesens. Seit er als Kind von seinem milliardenschweren Vormund Byron Lennox-Hall aufgenommen wurde – und einem Zwischenfall im Garten des Anwesens, an den sich Evander nur noch lückenhaft erinnern kann – leidet er unter wiederkehrenden Black-Outs und ist auf Medikamente angewiesen.
Als Evander seit langem mal wieder sein Zimmer verlässt, endet die Wanderung durch das Anwesen mit einem vor seinen Augen sterbenden Byron. Doch damit nicht genug, Evander, das Findelkind, erbt auch noch als Alleinerbe das riesige gotische Herrenhaus samt weitläufigem Anwesen sowie den gesamten Reichtum der Familie Lennox-Hall – natürlich sehr zum Missfallen der übrigen Familienmitglieder.
Evander ist sich sicher, dass sein Vormund vergiftet wurde und sucht Unterstützung bei Laurie, Byrons Enkel und Evanders ehemaligem besten Freund. Doch auf ihrer Suche nach dem Mörder treten mehr und mehr dunkle Geheimnisse der Familie ans Licht und über Allem schwebt eine ungeklärte Frage: Warum waren Byrons letzte Worte, dass Evander auf keinen Fall den Garten betreten solle?
Dieses Buch ist ein absoluter Fiebertraum und hat mich immer wieder vollkommen fassungslos zurückgelassen. Es gab nichts, was ich hätte vorhersehen können, und ich konnte es kaum aus der Hand legen. „Hazelthorn“ war mein erstes Buch von CG Drews, und nachdem ich es nun zu Ende gelesen habe, bin ich gespannt darauf, mehr von ihr zu lesen. Drews‘ Schreibstil ist einzigartig, fesselnd und einfach genial. Was für ein Buch!
(Ende April übrigens auch auf Deutsch erhältlich)
Eure Karo
Thanks @netgalley for the free ALC!
zum Produkt € 13,50*