Unsere Empfehlungen

"Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Buch kaufen."

Ein Lied für Dulce
empfohlen von:

Ursula Lewis

Ursula Lewis

Ein Lied für Dulce Sylvain Prudhomme

gebunden

Guinea Bissau, ein kleines Land in Westafrika: Französische Kolonie, Unabhängigkeit, von Portugal aus unterstützter Putsch, Heimat der legendären Musikgruppe Super Mama Djombo. Das ist der Hintergrund für Prudhommes wunderbaren Roman „Ein Lied für Dulce“.
Dulce war Coutos große Liebe, sie, die Sängerin von Super Mama Djombo, er, Gitarrist und Gründungsmitglied. Die Nachricht von ihrem Tod trifft ihn völlig unerwartet. Er macht sich auf den Weg, um die Todesnachricht den anderen Bandmitgliedern zu überbringen und der Leser begleitet ihn einen halben Tag auf diesem Weg.
Wie ein Puzzle entsteht allmählich aus Erinnerungen, Geschichten und Rückblicken Coutos und seiner Freunde ein Bild der Gruppe und ihrer Mitglieder von deren Anfängen in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts bis in unsere heutige Zeit. Gemeinsam erlebte Gefahren im Krieg, ihre Musik, die Schicksale der einzelnen Musiker. Höhen und Tiefen der Band sind eng mit der Geschichte ihres Landes verwoben, die so in den Erinnerungen Coutos für uns lebendig wird.
Viele Personen gehen auf historische Vorbilder zurück, doch Couto und Dulce sind reine Fiktion. Ich persönlich mag es besonders gern, wenn „Echtes“ und „Erfundenes“ nicht klar getrennt sind und wenn sich aus kleinen und großen Puzzleteilchen allmählich die Geschichte zusammensetzt. Wahrscheinlich regt sich da meine kindliche Leidenschaft fürs Puzzlen.
Prudhommes Roman wünsche ich jedenfalls viele Leser, denn die erwartet ein großartiges Lesevergnügen.

zum Produkt € 20,00*

Ein wenig Leben
empfohlen von:

Katja Meyer

Katja Meyer

Ein wenig Leben Hanya Yanagihara

gebunden


"Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe - ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.

zum Produkt € 28,00*

Der Fuchs und der Stern
empfohlen von:

Katharina Pischedda

Katharina Pischedda

Der Fuchs und der Stern Coralie Bickford-Smith

gebunden


»Er wusste, dass irgendwo dort oben ein Stern stand, der einst seiner gewesen war.«


Der Fuchs lebt in einem tiefen, dunklen Wald. Wenn er nachts durch das Unterholz streift, leuchtet ihm sein Freund, der Stern, den Weg. Doch eines Nachts ist der Stern nicht da. Der Fuchs verkriecht sich traurig und einsam in seinem Bau und schläft. Als er wieder bei Kräften ist, macht er sich auf die Suche nach dem Stern - denn ohne seinen Freund und dessen Licht verirrt er sich in der Dunkelheit des Waldes ...


Coralie Bickford-Smith, eine der international renommiertesten Buchgestalterinnen, schenkt uns dieses Mal ein Buch aus eigener Feder, eine märchenhafte Geschichte über Freundschaft und Verlust. Poetisch, zauberhaft und hinreißend gestaltet.

zum Produkt € 18,00*

Kind aller Länder
empfohlen von:

Ursula Lewis

Ursula Lewis

Kind aller Länder Irmgard Keun

gebunden


Erstmals 1938 erschienen: die abenteuerliche Geschichte vom Leben der zehnjährigen Kully im Exil - von ihr selbst erzählt


Irmgard Keun war schon eine Bestsellerautorin, als ihre Bücher in Deutschland verboten wurden. Sie ging ins Exil nach Ostende, traf dort Joseph Roth, begann eine leidenschaftliche Affäre mit ihm - und diesen Roman. Keun lässt die zehnjährige Kully von ihrem aufregenden Leben in der Emigration erzählen. Ihr leichtfertiger, spiel- und verschwendungssüchtiger Vater steckt als Schriftsteller ständig in Geldnöten, die liebevolle Mutter ist oft mit der Tochter allein und amüsiert sich anderweitig. Da seine Bücher in Deutschland verboten sind, lebt der Vater von Zeitungsartikeln und immer neuen Vorschüssen seiner Auslandsverlage - und ist ständig auf der Jagd nach Bargeld. Seine Beschaffungstouren führen ihn quer durch Europa, von Brüssel über Lemberg nach Prag, Paris, Nizza und sogar nach New York. Mutter und Tochter lässt er meist in Hotels zurück, wo Rechnungen zu begleichen und ständig Ausreden gefordert sind.


In einem ungekünstelten Erzählton, kindlich naiv und doch erstaunlich abgeklärt und von umwerfender Komik, nimmt Kully uns mit in ihr rast- und heimatloses, aber abenteuerliches Leben. Sie erkennt die Schwächen ihrer Eltern genau und betrachtet sie doch voller Liebe. Und sie gibt tiefe Einblicke in die Situation der Emigranten in Europa.


Gleichzeitig ist dieser Roman, erschienen in Amsterdam 1938, ein anrührendes Porträt des Paars, das Joseph Roth und Irmgard Keun einmal waren, und von dem Volker Weidermann in seinem Buch »Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft« so lebendig erzählt hat.

zum Produkt € 17,99*