Veranstaltungen

Léon Poliakov: St.Petersburg - Paris - Berlin. Mémoiren eines Davongekommenen

14.02.2020 19:30 Uhr - 21:30 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Volkert
Vorverkauf: bei uns
Preis: 7,00

Buchvorstellung mit Alex Carstiuc, Janina Reichmann und Jonas Empen

Poliakov musste als Kind mit seinen Eltern vor der Oktoberevolution fliehen und gelangte über Berlin nach Paris, wo sein Vater das Pariser Tagblatt ins Leben rief und zum populären Sprachrohr von Schriftstellern wie Heinrich Mann und Oskar Maria Graf machte. 1940 geriet Léon Poliakov in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Flucht schloss er sich der Résistance an und beteiligte sich an der Rettung von Juden. Noch während der Befreiung Frankreichs begann Poliakov mit der Sammlung von Täterdokumenten und war Mitglied der französischen Delegation bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. Schon 1951 entstand auf Anregung von Alexandre Kojève und Raymond Aron seine Studie »Le Bréviaire de la haine«, der erste systematische Versuch, den Massenmord an den Juden zu dokumentieren. Poliakov betonte im Gegensatz zu deutschen Historikern schon sehr früh die zentrale Rolle des eliminatorischen Antisemitismus. Aber die um die Deutungshoheit der Shoa ringenden deutschen Geschichtswissenschaftler haben den Résistanceaktivisten und Autodidakten im akademischen Betrieb bis heute ignoriert.

„Der große Schlaf“ - Musikalische Lesung mit Frank Heibert & Leif Wiesmeth

30.04.2020 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Literaturhaus Oberpfalz
Vorverkauf: bei uns
Preis: 12,00

1939, vor 80 Jahren, veröffentlichte der kalifornische Autor Raymond Chandler im Alter von 51 Jahren seinen ersten Roman, der gleich zu einem Bestseller wurde und der mit dem Privatdetektiven Philip Marlowe eine Helden-Ikone in Szene setzte: "The Big Sleep – Der große Schlaf".

General Sternwood ist steinalt, steinreich und hat zwei schöne, wilde Töchter. Die aufreizende Carmen wird erpresst, und Privatdetektiv Philip Marlowe soll die Sache aus der Welt schaffen. Der erste Großstadtdetektiv überhaupt findet sich wieder zwischen Banditen und Blondinen. Alle haben ihre Waffen: Kurven, Kugeln – und Marlowe seine Cleverness.

Im Literaturhaus Oberpfalz stellt der Übersetzer Frank Heibert, der schon einige wichtige Werke der amerikanischen und französischen Literatur in Deutsche brachte, seine Neuübersetzung des BIG SLEEP vor. Frank Heibert liest, erzählt und singt zwischendurch eine Handvoll atmosphärisch passende Jazzsongs. Begleitet wird er dabei von Leif Wiesmeth am Piano.

„Der große Schlaf“ - Musikalische Lesung mit Frank Heibert & Leif Wiesmeth

Im Namen der Lüge - Lesung mit Horst Eckert

12.05.2020 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: CAPITOL - Foyerlesung
Vorverkauf: bei uns
Preis: 9,00

Macht lädt zum Missbrauch ein. Geheime Macht erst recht.

Melia Khalid arbeitet in Düsseldorf für den Inlandsgeheimdienst. Als ihr aus Antifa-Kreisen ein brisantes Geheimpapier zugespielt wird, glaubt ihre Behörde an das Erwachen einer neuen RAF. Doch Melia stößt auf Indizien, die sie an ihrer Quelle zweifeln lassen. Versucht jemand, den Geheimdienst zu manipulieren?
Hauptkommissar Vincent Veihs jüngster Mordfall scheint rasch geklärt zu sein. Die Staatsanwaltschaft bewertet ihn als Beziehungstat und erklärt die Ermittlungen für abgeschlossen. Doch das Opfer war ein Journalist, der undercover in der rechten Szene recherchiert hatte. Worauf ist er gestoßen? Warum musste er wirklich sterben? Bei ihren Nachforschungen kreuzen sich die Wege von Vincent und Melia, und gemeinsam kommen sie einer rechten Verschwörung auf die Spur, deren Verbindungen bis in die Regierung reichen.

Horst Eckert, 1959 in Weiden geboren, lebt als hauptberuflicher Autor in Düs­seldorf. Wie kaum ein zweiter versteht er es, Spannung mit Tiefgang zu erzeugen und erweist sich in seinem neuen Thriller erneut als schonungsloser Chronist unserer Zeit.

Im Namen der Lüge - Lesung mit Horst Eckert

Ein Schuss ins Blaue - Lesung mit Franz Dobler

19.06.2020 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Volkert - Kulturstadl
Vorverkauf: bei uns
Preis: 9,00

Fallner ist zurück! Der bärbeißige Ex-Polizist, der bereits in "Ein Bulle im Zug" und "Ein Schlag ins Gesicht" ermittelte, bekommt es diesmal mit einem islamistischen Attentäter zu tun, auf den ein Kopfgeld von zwei Millionen Euro ausgesetzt ist. Angeblich hält sich der Gesuchte in München auf. Aber woher kommt der Hinweis eigentlich? Und wird die Sicherheitsfirma, für die Fallner arbeitet, vielleicht nur für ein schmutziges Spiel missbraucht? Zu allem Überfluss muss sich Fallner auch noch um ein vierzehnjähriges Mädchen kümmern, das bei ihm und seiner Frau Jaqueline untergeschlüpft ist …

"Dobler schreibt Kriminalromane wie kein Zweiter in Deutschland" – diesem Urteil von Spiegel Online können wir uns nur anschließen. Poetisch, derb und spannend sind Doblers Fallner-Geschichten. Dass bereits der erste Roman der Reihe, "Ein Bulle im Zug", mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, ist da nur konsequent.

Franz Dobler, geboren 1959, lebt in Augsburg und hat seit 1988 neben Romanen und Gedichtbänden, für die er u.a. mit dem Bayerischen Literaturförderpreis ausgezeichnet wurde, auch Erzählungen und Musikbücher veröffentlicht.

Ein Schuss ins Blaue - Lesung mit Franz Dobler