Veranstaltungen

Autorenlesung "Goldbecks Wenden" mit Thomas Steinke

24.04.2020 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: bei uns im Laden
Vorverkauf: per Telefon oder im Laden
Preis: 10 Euro

Wenn die Geschichte wie eine Axt durch ein Leben fährt, kann sie es zerstören. Oder halbieren. Hendrik Richard Goldbeck ergeht es so. Er hat, wie so viele Ostdeutsche, zwei Leben gelebt. Der Arbeiterjunge wäre fast der jüngste Professor für Marxismus-Leninismus in der DDR geworden. Nach 1989 geht er wie Millionen andere Ostdeutsche durch eine Wüste des absoluten Nichtgebrauchtwerdens. Aber er hat, was man gemeinhin Glück nennt, und wird vom ebenso mächtigen wie unsichtbaren Theo Otto Bringsheim als menschliches Strandgut auf dem WC einer Autobahnraststätte aufgelesen. Zwei Einsame aus unterschiedlichen Galaxien, die ein menschlicher Zwang zusammenführt. So beginnen Märchen. Oder Albträume.
In Bringsheims weltweitem Handelsimperium geht die Sonne nicht unter. Hier werden Milliarden verdient. Goldbeck steigt zu Bringsheims Kronprinz auf und wird somit selbst ein mächtiger Mann. Er ist ein Gewinner. Irgendwann aber fängt etwas in ihm an, diesen Erfolg zu hassen. Bei einem Klassentreffen trifft Goldbeck seine große Jugendliebe Karen wieder. Durch Karen wird ihm klar, was er geahnt und verdrängt hat: Er ist ein Verräter an seinen Idealen.
Er kündigt bei Bringsheim, steht wieder vor dem Nichts und landet schließlich als Untermieter auf der Klappcouch seines alten Doktorvaters. Was aber soll Goldbeck nun noch mit seinem Leben anfangen? Zwei hatte er schon. Wird es ein drittes geben? Gerade als er sich mit dieser Frage quält, ruft ihn Bringsheim noch einmal zu sich …
Ein Wendegewinner muss sich entscheiden: Aufstieg oder Ausstieg?

Thomas B. Steinke, 1958 geboren, arbeitete nach dem Studium der Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin beim Fernsehen und ist seit über zwanzig Jahren freischaffender Autor. Er schreibt vor allem Drehbücher und Theaterstücke und legt nach Bronskis Treiben (Dittrich Verlag, 2008) mit Goldbecks Wenden seinen zweiten Roman vor. Ab und zu treffen Sie ihn auch bei einer literarischen Pause auf unserer Buchhandlungscouch an, gerne auch beim gegenseitigen Vorlesen von besonderen literarischen Ergüssen mit der Inhaberin. Immer wieder ein Spaß :-)

Autorenlesung  "Goldbecks Wenden" mit Thomas Steinke

Autorenlesung "Unter Druck" mit Jana Simon

15.05.2020 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: bei uns im Laden
Vorverkauf: per Telefon oder im Laden
Preis: 12 Euro

Die deutsche Wirtschaft wächst, die Welt bewundert Deutschland für seine Kraft, Stabilität und Weltoffenheit. Zugleich schrumpft die Mittelschicht, der Reichtum ist ungleicher verteilt als noch vor zwei Jahrzehnten. Jeder sechste Deutsche ist armutsgefährdet, die sozialen Aufstiegschancen sind so gering wie in kaum einem anderen westlichen Land. Die rechtspopulistische AfD erzielt bei Wahlen zweistellige Ergebnisse und sitzt nun im Bundestag. Ein großer Teil der Deutschen steht unter erheblichem Druck. Was bedeutet das für das Leben Einzelner und für das ganze Land? Anhand verschiedener Lebensgeschichten zeichnet die Journalistin Jana Simon ein differenziertes Bild Deutschlands, das die politische, soziale und wirtschaftliche Wucht der Veränderungen eindrücklich wiedergibt.

Einige Protagonisten sind: der frühere EZB-Direktor Jörg Asmussen, der heute Investmentbanker ist; ein Polizist aus Thüringen; eine alleinerziehende Krankenschwester; eine »Influencerin« und der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland.

Jana Simons Buch »Sei dennoch unverzagt. Gespräche mit meinen Großeltern Christa und Gerhard Wolf« (2013) war ein Bestseller. Sie schreibt für »Die Zeit« über IS-Rückkehrer, die AfD, globale Friedensvermittler und hat den Fall Dieter Wedel, dem mehrere Frauen sexuelle Belästigung vorwerfen, mit aufgedeckt. Bekannt ist sie für ihre einfühlsamen Porträts und Reportagen, die durch ihre Intensität beeindrucken. Von 1998 bis 2004 war sie Reporterin beim »Tagesspiegel«. Seit 2004 ist Simon Autorin bei der »Zeit« in Berlin. Für ihre Reportagen erhielt sie zahlreiche Preise, u.a. den Theodor-Wolff-Preis, den Axel-Springer-Preis und den Deutschen Reporterpreis. Für ihre Arbeit hat sie den Deutschen Reporterpreis 2018 gewonnen und wurde vom medium magazin in der Kategorie »Reportage« zur Journalistin des Jahres 2018 gewählt.

Autorenlesung "Unter Druck" mit Jana Simon

Autorenlesung Egon Krenz "Wir und die Russen"

12.06.2020 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: bei uns im Laden
Vorverkauf: ausverkauft
Preis: 12 Euro

AUSVERKAUFT!!!

Als Russland noch Sowjetunion hieß: Egon Krenz über das schwierige Verhältnis zweier Staaten
Lange bevor Gorbatschow von den Zuspätkommenden sprach, die das Leben strafen würde, zeigten sich Risse zwischen sowjetischer und DDR-Führung. Was lief angesichts der 89er Ereignisse hinter den Kulissen zwischen Berlin, Bonn und Moskau? Die DDR war zwar ein souveräner Staat, hier standen aber eine halbe Million Sowjetsoldaten. Sie griffen nicht ein. Warum? Die DDR-Führung hatte sie gebeten: Bleibt in den Kasernen! Erstmals berichtet das damalige DDR-Staatsoberhaupt, Egon Krenz, über die Absprachen mit Moskau. Zum 30. Jahrestag des Ereignisses rekonstruiert Egon Krenz in dem Sachbuch »Wir und die Russen« die vielfältigen Vorgänge, die damals zwischen den politischen Akteuren abliefen, korrigiert Legenden und belegt mit Fakten, wie es dazu kam, dass aus dem Kalten Krieg am Ende nicht noch ein heißer Krieg wurde. Der Mauerfall, der nunmehr 30 Jahre zurückliegt, leitete das Ende des Ostblocks ein. Aber die Grenzöffnung, die Egon Krenz mit verantwortete, hatte eine lange Vorgeschichte. Zu der gehört das spannungsreiche Verhältnis zwischen Erich Honecker und Michail Gorbatschow.
Krenz, Zeuge von Begegnungen und Gesprächen dieser beiden Politiker, des Deutschen und des Russen, berichtet exklusiv von Vorgängen und Ereignissen, die noch nie publiziert wurden und von denen es nur seine persönlichen Aufzeichnungen gibt.

Autorenlesung Egon Krenz "Wir und die Russen"

Autorenlesung "Der Canaletto vom Prenzlauer Berg" mit Knut Elstermann

26.06.2020 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: bei uns im Laden
Vorverkauf: ab jetzt im Laden
Preis: 12 Euro

Seit über sechs Jahrzehnten porträtiert der Maler Konrad Knebel auf unnachahmliche Weise Häuser und Straßenzüge in aller Welt, vor allem aber im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg.
Knut Elstermann hat den vielfach ausgezeichneten Künstler in seinem Atelier besucht und ist den Geschichten nachgegangen, die sich hinter den Werken verbergen. Entstanden ist das Porträt einer Persönlichkeit, die genauso faszinierend ist wie die von ihm geschaffene Bilderwelt, in der Fassaden, Höfe und Hauseingänge vom Schicksal der Menschen und vom Wandel der Zeiten zeugen.

Knut Elstermann, geboren 1960 in Ostberlin, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB (radioeins). Bücher sowie zahlreiche Features für Fernsehen und Hörfunk, unter anderem über das Kino in Israel und Russland und die DEFA-Geschichte. Knut Elstermann ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste.

Autorenlesung "Der Canaletto vom Prenzlauer Berg" mit Knut Elstermann

Autorenlesung "Der Empfänger" mit Ulla Lenze

31.07.2020 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: bei uns im Laden
Preis: 12 Euro

ACHTUNG: LESUNG WURDE AUF DIESES DATUM VERSCHOBEN -
DIE KARTEN BEHALTEN IHRE GÜLTIGKEIT

Ulla Lenze legt einen wirkmächtigen Roman über die Deutschen in Amerika während des Zweiten Weltkriegs vor. Die Geschichte über das Leben des rheinländischen Auswanderers Josef Klein, der in New York ins Visier der Weltmächte gerät, leuchtet die Spionagetätigkeiten des Naziregimes in den USA aus und erzählt von politischer Verstrickung fernab der Heimat.

Vor dem Kriegseintritt der Amerikaner brodelt es in den Straßen New Yorks. Antisemitische und rassistische Gruppierungen eifern um die Sympathie der Massen, deutsche Nationalisten feiern Hitler als den Mann der Stunde. Der deutsche Auswanderer Josef Klein lebt davon relativ unberührt; seine Welt sind die multikulturellen Straßen Harlems und seine große Leidenschaft das Amateurfunken. So lernt er auch Lauren, eine junge Aktivistin, kennen, die eine große Sympathie für den stillen Deutschen hegt. Doch Josefs technische Fähigkeiten im Funkerbereich erregen die Aufmerksamkeit einflussreicher Männer, und noch ehe er das Geschehen richtig deuten kann, ist Josef bereits ein kleines Rädchen im Getriebe des Spionagenetzwerks der deutschen Abwehr. Josefs verhängnisvoller Weg führt ihn später zur Familie seines Bruders nach Neuss, die den Aufstieg und Fall der Nationalsozialisten aus der Innenperspektive erfahren hat, und letztendlich nach Südamerika, wo ihn Jahre später eine Postsendung aus Neuss erreicht. Deren Inhalt: eine Sternreportage über den Einsatz des deutschen Geheimdienstes in Amerika.

Für ihre Romane erhielt Ulla Lenze zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. Für ihren neuen Roman hat sie die Lebensgeschichte ihres Großonkels fiktional verarbeitet. Ulla Lenze lebt in Berlin.

Autorenlesung "Der Empfänger" mit Ulla Lenze