Liebe Lesende,
hier finden Sie alle Bücher, die wir bereits mit unseren Buchclubs gelesen haben, sowie unsere Empfehlungen für spezielle Events und unsere allgemeinen Rezensionen in den verschiedensten Genre - geschrieben von unseren lieben Kolleginnen.
Gerne können Sie die Bücher über den Shop hier oder bei uns im Laden bestellen. Wenn Sie weitere Lesetipps brauchen oder ein wirklich gutes Buch verschenken möchten, stehen wir auf allen Kanälen für eine Beratung zur Verfügung.
Ihr Team von Schwarz auf Weiß
Romane von irischen Autorinnen und Autoren begeistern mich immer wieder durch ihre (oft erschütternden) Themen, die Natur in ihrer rauen Schönheit und der sprachlichen Qualität. So auch das neue Buch von Louise Kennedy voller Melancholie und Poesie.
Róisin und Red lernen sich in den 1980er Jahren als Teenager in einer irischen Kleinstadt kennen. Sie ist eine Außenseiterin, er schlau, vor allem aber wild. Während Róisin immer mehr von sich preisgibt, erfährt sie über Red nicht wirklich viel. Sie ahnt, dass seine Familie ein großes Geheimnis hütet. Sie verlieren sich aus den Augen, denn Red hält nichts mehr zuhause. Er geht nach London, wohin Red ihm später folgt. Doch da hat Red längst viele ungute Entscheidungen für sein Leben getroffen. Lassen kann Róisin trotz seiner selbstzerstörerischen Art nicht von ihm.
Eine große Erzählung über Freundschaft, Schweigen und zerrissene Figuren in einem zerrissenen Land, wunderbar übersetzt von Hans-Christian Oeser und Claudia Glenewinkel.
Vielen Dank an @ullsteinbuchverlage und @claassenverlag für das Rezensionsexemplar ????.
Eure Tanja
zum Produkt € 24,00*
Das Buch in einem Satz: Kalter Krieg, Ballett und zwei Zwillingsschwestern, deren engste Verbindung sie zugleich zu Rivalinnen macht.
Lesenswert, weil der Roman ein eindrucksvolles Bild der Sowjetunion und der Welt des Balletts zeichnet.
Für alle, die Geschichten mögen, die vor allem durch ihre Figuren und feinen emotionalen Zwischentöne leben.
Maja & Natascha sind unzertrennlich. Doch dann werden aus Verbündeten Rivalinnen, nicht unbedingt nur aus eigenem Antrieb, sondern auch weil das System sie dazu zwingt.
Besonders gelungen fand ich, wie ruhig und einfühlsam die Autorin ihre Geschichte erzählt. Statt auf spektakuläre Wendungen zu setzen, entwickelt sich der Roman über seine Figuren.
Die Dynamik zwischen den Schwestern ist überzeugend dargestellt. Schon lange bevor die politische Situation sie gegeneinander ausspielt, werden sie ständig miteinander verglichen. Natasha ist laut und gilt als die talentiertere, charismatischere und vielversprechendere Tänzerin, während Maja oft im Hintergrund bleibt und sich mit dem Gefühl arrangieren muss, nie ganz zu genügen. Diese ungleichen Erwartungen prägen ihre Beziehung auf subtile Weise und verleihen ihrer Entwicklung zusätzliche Glaubwürdigkeit.
Neben der persönlichen Geschichte zeichnet der Roman ein eindrucksvolles Bild des Lebens in der Sowjetunion. Themen wie Freiheit, Loyalität, Opferbereitschaft und familiärer Zusammenhalt ziehen sich durch die gesamte Handlung, ohne aufdringlich vermittelt zu werden. Vielmehr zeigt die Autorin, welche Auswirkungen politische Macht auf einzelne Menschen haben kann und wie schwer es ist, den eigenen Weg zu finden, wenn persönliche Träume ständig mit den Interessen eines Staates kollidieren.
Was mir auch sehr gut gefallen hat ist, dass das Ballett-Thema sich durch die ganze Geschichte zieht. Durch den Schreibstil bekommt man dadurch auch ein klares Bild vor Augen und kann sich alle Orte aber auch die Ballett-Aufführungen sehr gut vorstellen.
Wer charakterstarke Geschichten mit historischem Hintergrund und einer feinfühligen Erzählweise schätzt, wird hier eine bewegende Lektüre finden.
Eure Wiki
zum Produkt € 24,00*
Das 15. Buch unseres Safe Space Buchclubs
Ein Roman wie ein Skalpell: scharf, kühl und tief unter die Haut gehend.
Der Sunday Times-Bestseller im Taschenbuch: ein fesselnder feministischer Horrorroman über Wut, Obsession und die Grenzen der Moral
Jiwons Leben ist in Aufruhr, nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat. Als dann der unausstehliche neue weiße Freund ihrer Mutter auftaucht, der mit seinem mangelhaften Wissen über die koreanische Kultur prahlt und asiatischen Kellnerinnen in Restaurants hinterherglotzt, gerät Jiwons Gefühlswelt ins Wanken. Sie steigert sich immer mehr hinein in eine Obsession, die die strahlend blauen Augen ihres Stiefvaters betrifft. Jiwon fasst einen folgenschweren Entschluss: Sie muss ihre Familie retten ... und gleichzeitig ihr Verlangen stillen.
zum Produkt € 14,00*
Buch in einem Satz: Nachdem Milans Mutter in seiner Kindheit den Fragen über seine Herkunft stets ausgewichen ist, reist er schließlich als junger Erwachsener selbst nach Ruanda, um Antworten zu finden.
Lesenswert, weil dieses Buch die Geschichte Ruandas der letzten 30 Jahre erschreckend nah zeigt und für Sichtbarkeit in einem gar nicht so fiktionalen Setting sorgt.
Für alle, die mit Beschreibungen von brutalster Gewalt umgehen können und an der Geschichte Ruandas interessiert sind, aber lieber Romane anstatt Sachbücher lesen.
Dass ein Buch, das in Ruanda spielt, sich mit dem Völkermord befassen würde, war zu erwarten, und doch war ich nicht darauf vorbereitet, wie sehr es mich erschüttern würde.
„Jacaranda“ hat ein eher gemächliches Tempo, und der Schreibstil bewahrt eine gewisse Distanz – zumindest bis die Figuren im Buch beginnen, ihre Erinnerungen und Traumata im Zusammenhang mit dem Völkermord und der allgemeinen Behandlung der Tutsi aufzudecken. Szenen, die bei mir starke körperliche Reaktionen auslösten und mich mit einem fast leeren Gefühl zurückließen.
Selbst Tage später spüre ich die Wirkung dieses Buches immer noch bis in die Knochen. Dies ist kein Buch für jede:n. Es ist hart, grausam, kann traumatische Erinnerungen wachrufen und sollte mit Bedacht gelesen werden. Dennoch ist es ein unglaublich wichtiges Buch, das die gelebte Realität der Menschen in Ruanda damals wie heute auf eine Weise zeigt, wie es ein Geschichtsbuch kaum könnte.
Ich würde dieses Buch so gerne jedem lesenden Menschen empfehlen, aber ich glaube das kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Wenn ihr allerdings glaubt, dass ihr mit der Gewalt in diesem Buch umgehen könnt, probiert es unbedingt aus, denn es ist ein wirklich gutes und wertvolles Buch, das mehr Aufmerksamkeit verdient.
Bitte passt beim Lesen gut auf euch auf!
Eure Karo
Danke @netgalleyde & @piperverlag für das kostenlose Lex!
zum Produkt € 24,00*
Buch in einem Satz: Eine gelangweilte Doktorandin findet den ersehnten Nervenkitzel, nachdem sie „versehentlich“ den Professor tötet, der die Arbeit ihrer Freundin stehlen und als seine eigene ausgeben wollte.
Lesenswert, weil die Erzählperspektive etwas sehr Faszinierendes hat.
Für alle, die fragwürdige Hauptcharaktere à la Yellowface, Best Offer Wins oder Yesteryear feiern.
„Honey“ von Imani Thompson ist im Grunde die Definition von „Never let them know your next move“ – nur eben mordlustig.
Die Hauptfigur Yrsa erfüllt fast alle Kriterien einer antisozialen Persönlichkeitsstörung, und obwohl der Schreibstil zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, gewährt er einen faszinierenden Einblick in ihre Gedankenwelt – so verstörend diese auch sein mag. Je mehr ich las, desto mehr erkannte ich, wie geschickt es war, das Buch auf diese Weise zu schreiben. Das machte Yrsa als Figur zwar nicht unbedingt sympathisch, aber es ließ dennoch eine etwas verwirrende Verbundenheit mit ihr zu.
Man weiß eigentlich, dass man nicht mit ihr mitfiebern sollte, aber wenn sie es so formuliert…
Abgesehen von der Haupthandlung fand ich die akademischen Randbemerkungen auch sehr interessant, die verschiedene Themen wie Kolonialismus, Frauenfeindlichkeit/Misogynoir, Rassismus, Objektifizierung und vieles mehr thematisierten und analysierten.
Am Ende ein sehr ungewöhnlicher Thriller, der irgendwie kein richtiger Thriller ist und gleichzeitig eine ganz neue Tür öffnet. Insgesamt hatte ich wirklich Spaß mit diesem Buch und halte es für ein starkes Debüt. Imani Thompson ist definitiv eine vielversprechende neue Autorin, und ich bin gespannt darauf, was sie als Nächstes schreibt!
Eure Karo
Danke @netgalleyde & @rowohltverlag für das kostenlose Lex!
zum Produkt € 25,00*
Buch in einem Satz: Gigi soll den zurückgezogen lebenden Autor Kingston zur Hochzeit seines Bruders bringen – was als einfacher Auftrag beginnt, entwickelt sich langsam zu einer Geschichte über Vertrauen, Gegensätze und einer Liebe, die beide verändert.
Lesenswert, weil die Gegensätze der zwei Protagonist:innen für eine besondere Dynamik und Chemie sorgen.
Für alle, die nach einer emotionalen Geschichte mit Humor, Tiefgang und ganz viel Herz suchen.
Love Me Wild hat mich von der ersten Seite an begeistert. Der Schreibstil ist leicht, gefühlvoll und so flüssig, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Das verschneite Berghaus mit knisterndem Kaminfeuer und unzähligen Tassen Kaffee sorgt für eine gemütliche Atmosphäre, in der man sich sofort wohlfühlt.
Gigi und Kingston könnten unterschiedlicher kaum sein, aber gerade diese Gegensätze machen ihre Dynamik so besonders. Zwischen humorvollen Wortgefechten, ehrlichen Gesprächen und leisen Momenten entwickelt sich ihre Beziehung Schritt für Schritt. Die Chemie zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar und wächst auf eine authentische Weise.
Besonders gefallen hat mir, wie selbstverständlich Themen wie Diversität in die Handlung eingebunden wurden, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Und obwohl ich normalerweise kein großer Fan von Spice bin, hat es hier für mich erstaunlich gut funktioniert. Die romantischen Szenen passen zur Entwicklung der Figuren und fühlen sich nie fehl am Platz an.
Auch die Nebencharaktere sind liebevoll ausgearbeitet und verleihen der Geschichte zusätzliche Wärme und Lebendigkeit. Das Ende hat mich sehr berührt. Ich wollte die Figuren eigentlich noch gar nicht gehen lassen.
Eure Sanja
zum Produkt € 16,00*
Das 25. Buch unseres BookTALK Buchclubs
Als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist, verliert er seine Mutter durch ein tragisches Unglück. Er versinkt in tiefer Trauer. Auch das Gemälde, das verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. Ganz im Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Es scheint geradezu, als würde ihn das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt ...
zum Produkt € 15,00*
Das Buch in einem Satz: Natalie zeigt ihren Followern das romantisierte Leben einer Tradwife, bis sie plötzlich selbst in einer Welt aufwacht, in der dieses Leben ohne die Annehmlichkeiten der Moderne zum Alltag wird.
Lesenswert, weil es trotz der unterhaltsamen und teilweise chaotischen Handlung viele Denkanstöße liefert und zum Austausch anregt.
Für alle, die eine originelle Idee, viel Unterhaltung und eine Geschichte mit Diskussionspotenzial suchen.
Lieblingsstelle: „Früher wollte ich die Welt erobern, Mama. Aber jetzt habe ich die Welt gesehen, und ich will nichts mehr mit ihr zu tun haben.“
Yesteryear hat mich gleich von der ersten Seite gecatcht und ich musste mich wirklich zwingen das Buch nicht in einem Rutsch durchzulesen. Die Tradwife Thematik und der Schreibstil hatten auf mich einfach eine enorme Sogwirkung.
Das Buch ist aus der Perspektive der Protagonistin Natalie geschrieben. Natalie ist dabei eine unglaublich vielschichtige und komplexe Figur. Man könnte sagen, dass sie sowohl Bösewicht als auch Opfer dieser Geschichte ist, was sie für mich sehr nahbar gemacht hat.
Durch Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, lernt man sie immer besser kennen und kann sich dadurch zusammenreimen, warum sie heute so ist, wie sie ist.
Dieses Buch bietet viel Stoff zum Diskutieren und Nachdenken und ist für mich auch deshalb die perfekte Lektüre für einen Buchclub. Es behandelt Themen wie toxische und performative Weiblichkeit, Rollenbilder, Inszenierung auf Social Media, Mutterschaft, Religion etc. ohne, dass das Buch überladen wirkt.
Ich hatte viel Spaß beim Lesen und musste neben dem Hinterfragen und Nachdenken mancher Dinge auch unglaublich viel laut lachen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass Yesteryear für mich ein ungewöhnliches Buch ist, das lange in Erinnerung bleiben wird.
Mein Jahreshighlight 2026 so far – wenn nicht sogar Lebenshighlight.
Eure Wiki
zum Produkt € 24,00*
Buch in einem (langen) Satz: In dieser liebevollen Satire auf das Märchen „Die zwölf Jäger“ der Brüder Grimm nimmt es eine Prinzessin mit einer weitgehend nutzlosen magischen Gabe mit schrecklichen Monstern, einem Dutzend identischer, maskierter Helden und einem sprechenden Löwen auf, um ein Königreich – und sich selbst – zu retten.
Lesenswert, weil dieses Buch beinahe jedes mögliche Märchen erwähnt und aufs Korn nimmt – sogar die Bremer Stadtmusikanten.
Für alle, die die Shrek-Filme lieben und nach etwas Ähnlichem in Buchform suchen.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, das mich so sehr zum Lachen gebracht hat, dass mir die Tränen kamen! Die Wortgefechte in Kombination mit dem schottischen Akzent, die subtilen und weniger subtilen satirischen Seitenhiebe auf bekannte und weniger bekannte (meist deutsche) Märchen sowie die typische märchenhafte, mittelalterlich anmutende Kulisse, gepaart mit Sätzen wie „suck on your loss, looser“, waren einfach zu gut.
Es gab keine einzige Figur in diesem Buch, die mir (aus literarischer Sicht) nicht gefallen hat. Und auch die Dynamik und die Beziehungen zwischen ihnen waren wirklich gut beschrieben, sodass selbst die kleinste Nebenrolle herausstach und die Handlung bereicherte.
Und ja, dem Vergleich mit „Shrek“ kann ich definitiv zustimmen. Es hat eine sehr ähnliche Atmosphäre, quasi eine queere, „Shrek“-artige Märchensatire – und davon brauche ich unbedingt mehr! Ich freue mich jetzt schon auf Ry Hermans nächstes Buch, was diesen November erscheint.
Übrigens: So witzig das Buch an sich schon war, die Lesung des Hörbuchs hat es sogar noch besser gemacht. Ich kann das Anhören wirklich wärmstens empfehlen. Die Stimmen und Akzente, gepaart mit dem Vortragsstil… Ich musste das Hörbuch sogar ein paar Mal pausieren, weil ich so heftig lachen musste, dass ich nicht mehr verstehen konnte, was als Nächstes kam. Schaut also ruhig mal auf libro.fm vorbei und vergesst nicht uns als euren Lieblingsbuchladen auszuwählen.
Eure Karo
(bisher nur auf Englisch erhältlich)
zum Produkt € 18,00*
Das 24. Buch unseres BookTALK Buchclubs
Ein Buch, das nach Herbstlaub riecht, wie Kürbissuppe schmeckt und sich anfühlt wie eine warme Wolldecke.
Der perfekte Wohlfühl-Schmöker für alle Fans von Meet me in autumn und Rewitched.
Als Phèdre das alte Herrenhaus 'Little Balmoral' in einem kleinen französischen Dorf erbt, erwartet sie als Letztes, dort ihre erste große Liebe wiederzutreffen. Adam ist mittlerweile Journalist und recherchiert für einen Artikel über vermeintliche Spukhäuser. Little Balmoral ein Spukhaus? Niemals! Auch wenn in den Mauern definitiv noch der Geist ihrer Jugendliebe wohnt. Damals hatten sich Phèdre und Adam überstürzt trennen müssen, als Phèdres Mutter nach Kanada auswanderte. Phèdre hinterließ Adam einen Brief, der allerdings nie bei ihm ankam. Erst jetzt, neun Jahre später, finden sie immer wieder Teile dieses Briefes in dem alten Haus. Während sie ihn über einige magische Herbstwochen hinweg Stück für Stück zusammenpuzzeln, werden sie herzlich in die Dorfgemeinschaft aufgenommen. Zusammen mit den Bewohnern des Ortes schnitzen sie Kürbislaternen, planen einen großen Halloweenball - und kommen sich dabei unweigerlich wieder näher. Doch lässt sich ihre zerbrochene Beziehung genauso leicht wieder zusammensetzen wie der Brief von damals?
zum Produkt € 18,00*