Buch des Monats

Als Oma, Gott und Britney sich im Wohnzimmer trafen
empfohlen von:

Edith Jung

Edith Jung

Als Oma, Gott und Britney sich im Wohnzimmer trafen Luna Al-Mousli

gebunden

Unser Buch des Monats im Juni
Aufgewachsen zwischen Ost und West, zwischen Damaskus und Wien, war der jungen Luna Al-Mousli der Ruf des Muezzin so vertraut wie die neusten Hits von Britney Spears. Eingewoben in ihren Lebensteppich sind von klein auf die Muster des Islam, die sich bunt und fröhlich mischen mit jenen eines Alltags »bei uns«. Von diesem Mit- und Nebeneinander wird erzählt, in orientalischer Manier; Luna Al-Mousli plaudert und sprudelt und erinnert sich: An ihre chaotische Großfamilie mit sechs verrückten Tanten, die verheiratet werden sollten, an die unüberschaubare Schar von Cousinen und Cousins, an Reisen nach Mekka, erste Auftritte als »Girl Group«, an den Gebetspyjama ihrer Oma oder frühe Versuche eines eigenen Friseursalons.


Wie schon in ihrem erfolgreichen Erstling »Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus« durchziehen Lunas wunderschöne, filigrane Zeichnungen das Buch; ein kleines Kunstwerk, das die Herzen der Leser erneut im Sturm erobern wird.

zum Produkt € 15,00*

Agathe

Agathe Anne Cathrine Bomann

gebunden

Unser Buch des Monats April
Ein alternder Psychiater zählt die Tage bis zu seinem Ruhestand. Er betreibt eine kleine Praxis in der Provence und lebt allein.
Bald wird er die Türen seiner Praxis für immer hinter sich schließen. Doch eine letzte Patientin lässt sich nicht abwimmeln. Und dann dies: die Gespräche mit Agathe verändern alles für den Psychiater. Neue Freundschaften scheinen plötzlich möglich, neue Wege, neue Zuversicht.
Eine leise, unaufgeregte Geschichte über Nähe und Freundschaft, Liebe, Verbindlichkeit und feinem Humor.

Die junge Dänin Anne C. Bomann ist selbst Psychologin. Sie erzählt in ihrem zauberhaften kleinen Roman mit leiser Melancholie und sanftem Humor von der Einsamkeit und dem Weg daraus.

zum Produkt € 16,00*

Die Büglerin

Die Büglerin Heinrich Steinfest

gebunden

Buch des Monats Februar
"Das Schönste waren die weißen Hemden. Und das Schönste hob sie sich immer für den Schluss auf. Vorher kamen die Socken und die Handtücher, die leichten Hosen und (...) nicht zuletzt die Krawatten und Anzüge, die einer besonderen Vorsicht sowie einer tiefen Einsicht in das Material bedurften. Einen Anzug zu bügeln war gewissermaßen so, als bügle man den ganzen Mann, seine äußere Erscheinung, den Schatten, den er in die Welt hineinwarf und durch den er maßgeblich wahrgenommen wurde."
Tonia wächst als Kind von Meeresbiologen auf einem Segelschiff auf. Die Eltern kommen bei einem Bootsunglück ums Leben. Sie lebt später in der elterlichen Villa und zieht gemeinsam mit ihrer Halbschwester deren Tochter auf.
Als die Nichte unter mysteriösen Umständen stirbt, nimmt Tonia alle Schuld auf sich und gibt alles auf: ihre Freunde, ihren Beruf, ihren Besitz.
Sie verlässt Wien und zieht zunächst nach Hamburg, dann nach Heidelberg um dort als Büglerin zu arbeiten. Die Monotonie dieser Tätigkeit scheint ihr am besten geeignet der Strafe zu genügen, die sie sich auferlegt hat. Eines Tages lernt sie den Gemüseverkäufer Karl Dyba kennen, mit dem sich eine ganz besondere Beziehung entwickelt. Gleichzeitig stößt Tonia auch auf Spuren, die möglicherweise mit dem Tod ihrer Nichte zusammenhängen.
Dieser Roman ist ein sehr poetisches Buch. Mit Liebe zum Detail werden Alltagsbegegnungen und Gedankengänge beschrieben und regen zum Nachdenken an – über Alltägliches und gleichzeitig die ganze Welt. Edith Jung

zum Produkt € 20,00*

Die einzige Geschichte

Die einzige Geschichte Julian Barnes

gebunden

Buch des Monats Mai
„Würden Sie lieber mehr lieben und dafür mehr leiden oder weniger lieben und weniger leiden? Mit dieser Frage beginnt die Geschichte eines 19 jährigen Mannes und einer ca. 30 Jahre älteren Frau. Sie sind in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen sehr verbunden. Es beginnt mit einem unkonventionellen Liebesverhältnis - was von beiden zunächst verborgen wird. Doch die Geschichte „junger Mann und ältere Frau“ verlässt schon bald den möglicherweise erwarteten Rahmen. Susan verlässt Mann, Kinder und das Vorstadtidyll, um mit Paul nach London zu ziehen, wo er ein Jurastudium aufnimmt. Wenn diese Beziehung beschrieben wird, ist der Altersunterschied eher unerheblich. Es ist eher die auf Metaebene diskutierte Frage um die Liebe grundsätzlich und die Erinnerungen an schöne Zeiten (waren sie wirklich so rosarot, oder ist es nur die Erinnerung?) die das Buch so interessant machen. Die Beziehung erfährt Belastungen, nicht immer ist ersichtlich warum. Susan trinkt immer mehr, nimmt Tabletten und leidet schließlich unter Wahnvorstellungen. Paul kann nicht verstehen, dass er Susan nicht retten kann, sucht bei sich die Schuld und schließlich verlässt er sie. Der Kontakt wird nie ganz abgebrochen. Paul spürt immer eine gewisse Verantwortung für Susan-gibt diese aber formal an eine der Töchter ab. Trotzdem besucht er seine große Liebe immer wieder einmal. Bei seinem letzten Besuch im Pflegeheim – kurz vor ihrem Tod -erkennt sie Paul schließlich nicht mehr.
Er geht mit der Überlegung, wann er wohl wieder tanken muss.
Paul wird nie mehr eine längere Beziehung eingehen.

zum Produkt € 22,00*

Stella

Stella Takis Würger

gebunden

Buch des Monats März
Es ist 1942. Friedrich, ein stiller junger Mann, kommt vom Genfer See nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in die geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss. Bei ihr kann er sich einbilden, der Krieg sei weit weg. Eines Morgens klopft Kristin an seine Tür, verletzt, mit Striemen im Gesicht: "Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt." Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt: Wird sie, um ihre Familie zu retten, untergetauchte Juden denunzieren? Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht - über die Entscheidung, sich selbst zu verraten oder seine Liebe.

zum Produkt € 22,00*

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